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Beklemmung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Peter Hoffmann (Facharzt für Allgemeinmedizin)

Beklemmung oder ein Beklemmungsgefühl können Formen von Angstzuständen sein. Der Zustand von Beklemmungen kann daher wie folgt beschrieben werden: Ein tief sitzendes Gefühl von flauer Verkrampfung innerhalb des Bauchraumes und um Lunge und Herz. Es schwächt die Glieder, das Gefühl einer nahenden Ohnmacht kommt auf und kann zur Atemnot bis hin zur Todesangst kommen. Begleitet von Übelkeit, Schweißausbrüchen, Zittern und Herzrasen ist die Beklemmung Bestandteil eines Angstzustandes. Oft kann der Betroffene keinen klaren Gedanken mehr fassen und wird panisch.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Beklemmungen?

Beklemmung drückt zunächst einmal Angst in Form von beklemmenden und einengenden Gefühlen aus. Beklemmung kann sich in der Form von Verkrampfungen im Bauchraum, in der Herzgegend oder im Brustkorb zeigen.

Auch eine Schwäche in den Gliedmaßen oder Gefühle, in Ohnmacht zu fallen, Atemnot oder Todesangst können erlebt werden.

Beklemmung kann sich in Schweißausbrüchen oder Herzrasen, in Übelkeit oder Zittern äußern. Wer das Gefühl der Beklemmung erlebt, kann oft nicht klar denken und gerät in Panik oder erlebt Erstickungssymptome.

Ursachen für Beklemmung

Bei häufig auftretenden Beklemmungen sollte rasch eion Arzt aufgesucht werden, um die Ursache zu ergründen.

Die Ursache einer Beklemmung kann durch viele Einflüsse hervorgerufen werden, die meist psychischer Art sind. Eine Beklemmung entsteht meist durch Ängste, die nicht mehr kontrolliert werden können. Ursprünglich ist die Angst ein Schutzmechanismus des Körpers vor lauernder Gefahr.

Ein erhöhter Ausstoß von Adrenalin versetzt den Körper in die Lage, ohne Umschweife auf Gefahren zu regieren und zur Not die Flucht anzutreten. Heute entstehen Ängste, und die damit verbundene Vorstufe von Beklemmungen, oft schon im Ansatz von Gedankenführungen, inneren Werteinstellungen oder äußerer Bedrängnis. Ursache kann zum Beispiel die Angst vor engen Räumen (Platzangst (Klaustrophobie)) oder Flug- Höhenangst sein.

Oft liegen die Beklemmungen aber im Zusammenschluss mehrere Befürchtungen, Alltagssorgen und Ängste, die sich komprimieren und in einem großen Volumenknäuel zusammenballt. Die darauf folgenden Panikattacken innerhalb einer Beklemmung führen zur unausweichlichen Angstphobie, einer Krankheit, die nachdem sie erkannt wurde heilbar ist. Beklemmung kann aber auch im Rahmen von Herzkrankheiten wie Angina pectoris auftreten und bedarf dann dringender medizinischer Hilfe.

Es gibt weitere verschiedene physische und psychische Ursachen, die eine Beklemmung auslösen können. Bei psychischen Hintergründen für Beklemmung helfen Therapien, bei Symptomen der Beklemmung durch organische Ursachen ist medizinische Hilfe nötig.

Zu den möglichen Erkrankungen, die hinter dem Symptom Beklemmung stehen könnten, zählen Angina pectoris, koronare Herzkrankheiten, Angststörungen, Lungenembolien, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz oder Arteriosklerose. Es gibt daneben jedoch unzählige Hintergründe, die eine Diagnose recht schwierig gestalten.

Beklemmung und diffuse Angstzustände nehmen immer mehr zu, immer mehr Menschen leiden unter Stress, Alltagssorgen und Ängsten. In unserer Gesellschaft lauern viele Einflüsse psychischer Natur, gedankliche Strukturen und eigene Wertvorstellungen oder äußere Beeinflussungen, die unkontrollierte Ängste entstehen lassen. Klaustrophobie, Höhen- oder Flugangst und Panikattacken zählen dazu. Die Palette der Ursachen, die hinter dem Symptom Beklemmung stecken, ist nicht eindeutig. Die Prozesse, die das Symptom Beklemmung erkennen lassen, sind schleichende Prozesse, die nicht sofort wahrgenommen werden.

Angststörungen

Angststörungen zählen grundsätzlich zu den psychosomatischen Erkrankungen. Die Beklemmung ist eine häufige Begleiterscheinung. Die Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Verschiedene Faktoren und Einflüsse lösen in Wechselwirkung oder in Kombination Angststörungen und Beklemmung aus.

Oft entstehen verschiedene Symptome, die auch bei gründlicher Untersuchung zunächst nicht sofort auf Angststörungen hinweisen. Da Menschen, die unter Angststörungen leiden, oft nicht mehr wissen, wie sie überhaupt mit dem Phänomen Angst umgehen können, ist auch das Erkennen nicht ganz einfach. Vor allem dann nicht, wenn sich die Ängste als körperliche Symptome zeigen.

Krankheiten mit Beklemmungen

Diagnose und Verlauf bei Beklemmungen

Beklemmungen setzen sich gefühlsmäßig meist auf der Brust fest, haben ihre Ursache aber meist in psychischen Belastungen. Insofern sollte der Arzt neben der Untersuchung ebenso Fragen zu Stresssituationen oder Konflikten stellen.

Um körperliche Ursachen auszuschließen, werden Herz und Lunge geprüft. Verspannungen können die Beschwerden verschlimmern, denn ein angespannter, ängstlicher Mensch krümmt sich im wahrsten Wortsinn und sorgt für zusätzliche Muskelverspannungen.

Neben Massagen, Krankengymnastik, einem leichten Sportprogramm sowie Entspannungstechniken aller Art kann je nach Schwere der Beklemmungen auch ein Psychotherapeut hinzugezogen werden. Er klärt die Grundübel, denn alle anderen Maßnahmen wirken an den Symptomen, beseitigen aber selten die Ursache der Beklemmungen.

Behandlung und Therapie bei Beklemmung

Eine Beklemmung kann man durch ruhiges Atmen und Körperbewegung sowie spartanische Ablenkung lösen. Auch Autogenes Training kann sehr hilfreich und vorbeugend sein. In der Regel legt sich dieser beklemmende Zustand dann nach kurzer Zeit. Dennoch sollte im Zweifelsfall immer ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Wenn Beklemmung zu den Symptomen zählt und verschiedene andere Symptome bereits bekannt wurden, so liegt es nahe, dass sich eine ärztliche Behandlung mit einer psychotherapeutischen Behandlung ergänzt. Denn gegen Angststörungen und Beklemmung hilft nur eine tiefgründige Arbeit im Inneren der Psyche. Erst im Bewusstwerden der Symptomatik liegt die Heilung. Es gibt verschiedene Therapieansätze, die mit der Beklemmung infolge zugrundeliegender Angststörungen wertvolle Hilfe bieten können. Ganz sicher ist, dass es sich um einen längeren Therapieprozess handeln wird. Bei Beklemmung wird als Psychotherapie gerne die kognitive Therapie eingesetzt.

Zur Therapie der Angststörungen dienen auch Medikamente, die im akuten Fall sofortige Erfolge anstreben. Medikamentöse Therapien verwenden Antidepressiva und Benzodiazepine, die jedoch langfristig die Gefahr bergen, dass sie zu Abhängigkeiten führen können.

Die Krankheiten zu erkennen, deren Teilsymptome Beklemmungen sind, ist oft nicht einfach, weil der Betroffene Augenscheinlich keinen Grund für derartige Beklemmungen sieht. Durch eine psychologische Behandlung jedoch können Beklemmungen gut therapiert werden, so dass der Betroffene bereits vor Ausbruch der Beklemmungen gegen anwirken kann. Wenn alle medizinischen Ursachen wie Beispielsweise Angina pectoris ausgeschlossen sind, beruht die Krankheit auf eine meist psychosomatische Quelle.

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Vorbeugung von Beklemmung

Bei Angststörungen und Beklemmung helfen Autogenes Training und andere Entspannungsmethoden. Unterstützend wirken Kräuter wie Baldrian, Johanniskraut oder Melisse, Akupunktur, Homöopathie, Bachblüten oder Schüssler-Salze. Genau wie bei der Vorbeugung gegen Beklemmung bei oben angeführten Erkrankungen ist die Lebensweise ein wichtiger Faktor. Dazu zählt eine gesunde ausgewogene Ernährung mit wenig gesättigten Fettsäuren und regelmäßige Bewegung. Beide Maßnahmen helfen auch, das Übergewicht zu reduzieren und sich generell wohler zu fühlen. Konsequenz in der Lebensweise wirkt der Beklemmung entgegen.

Bücher über Beklemmung

Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2013; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2013, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

1y2x kommentierte am 23.04.2013 um 08:37 Uhr

Ich habe seit ein paar Wochen ein beklemmendes Gefühl. Ich kann mir aber einfach nicht erklären, woher das kommen könnte. Das Gefühl beschreibt sich wie folgt: ein Druck im Brustkorb und ein Gefühl wie einen dicken Kloß im Hals zu haben. Eine Panikattacke hatte ich auch schon, weil ich alleine war und fast keine Luft mehr bekam. Ich ging zum Arzt, aber der konnte nichts feststellen. Mir wurde Neurexan verschrieben. Meine Blutwerte sind auch alle bestens. Kann mir jemand helfen, wie ich dieses nervige Beklemmungsgefühl weg bekomme?

hexe kommentierte am 03.02.2014 um 17:46 Uhr

Seit drei Wochen habe ich regelmäßig Angstgefühle. Erstmals traten diese aber vor etwa einem Jahr auf. Einmal war es so schlimm, dass ich mit dem Auto rechts ranfahren musste. Mir wurde schwarz vor Augen und ich fühlte mich schlapp. Sonst macht sich die Angst durch zittrige Hände und Schweißausbrüche bemerkbar. Der Arzt meinte das sei stressbedingt. Ich war immer kerngesund. Ich kann mir das nicht erklären. Hat jemand einen Rat?