Beklemmung
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Beklemmung oder ein Beklemmungsgefühl können Formen von Angstzuständen sein. Der Zustand von Beklemmungen kann daher wie folgt beschrieben werden: Ein tief sitzendes Gefühl von flauer Verkrampfung innerhalb des Bauchraumes und um Lunge und Herz. Es schwächt die Glieder, das Gefühl einer nahenden Ohnmacht kommt auf und kann zur Atemnot bis hin zur Todesangst kommen. Begleitet von Übelkeit, Schweißausbrüchen, Zittern und Herzrasen ist die Beklemmung Bestandteil eines Angstzustandes. Oft kann der Betroffene keinen klaren Gedanken mehr fassen und wird panisch.
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Definition Beklemmung
Auch eine Schwäche in den Gliedmaßen oder Gefühle, in Ohnmacht zu fallen, Atemnot oder Todesangst können erlebt werden.
Beklemmung kann sich in Schweißausbrüchen oder Herzrasen, in Übelkeit oder Zittern äußern. Wer das Gefühl der Beklemmung erlebt, kann oft nicht klar denken und gerät in Panik oder erlebt Erstickungssymptome.
Ursachen für Beklemmung
Die Ursache einer Beklemmung kann durch viele Einflüsse hervorgerufen werden, die meist psychischer Art sind. Eine Beklemmung entsteht meist durch Ängste, die nicht mehr kontrolliert werden können. Ursprünglich ist die Angst ein Schutzmechanismus des Körpers vor lauernder Gefahr.
Ein erhöhter Ausstoß von Adrenalin versetzt den Körper in die Lage, ohne Umschweife auf Gefahren zu regieren und zur Not die Flucht anzutreten. Heute entstehen Ängste, und die damit verbundene Vorstufe von Beklemmungen, oft schon im Ansatz von Gedankenführungen, inneren Werteinstellungen oder äußerer Bedrängnis. Ursache kann zum Beispiel die Angst vor engen Räumen (Platzangst (Klaustrophobie)) oder Flug- Höhenangst sein.
Oft liegen die Beklemmungen aber im Zusammenschluss mehrere Befürchtungen, Alltagssorgen und Ängste, die sich komprimieren und in einem großen Volumenknäuel zusammenballt. Die darauf folgenden Panikattacken innerhalb einer Beklemmung führen zur unausweichlichen Angstphobie, einer Krankheit, die nachdem sie erkannt wurde heilbar ist. Beklemmung kann aber auch im Rahmen von Herzkrankheiten wie Angina pectoris auftreten und bedarf dann dringender medizinischer Hilfe.
Es gibt weitere verschiedene physische und psychische Ursachen, die eine Beklemmung auslösen können. Bei psychischen Hintergründen für Beklemmung helfen Therapien, bei Symptomen der Beklemmung durch organische Ursachen ist medizinische Hilfe nötig.
Beklemmung und diffuse Angstzustände nehmen immer mehr zu, immer mehr Menschen leiden unter Stress, Alltagssorgen und Ängsten. In unserer Gesellschaft lauern viele Einflüsse psychischer Natur, gedankliche Strukturen und eigene Wertvorstellungen oder äußere Beeinflussungen, die unkontrollierte Ängste entstehen lassen. Klaustrophobie, Höhen- oder Flugangst und Panikattacken zählen dazu. Die Palette der Ursachen, die hinter dem Symptom Beklemmung stecken, ist nicht eindeutig. Die Prozesse, die das Symptom Beklemmung erkennen lassen, sind schleichende Prozesse, die nicht sofort wahrgenommen werden.
Angststörungen
Angststörungen zählen grundsätzlich zu den psychosomatischen Erkrankungen. Die Beklemmung ist eine häufige Begleiterscheinung. Die Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Verschiedene Faktoren und Einflüsse lösen in Wechselwirkung oder in Kombination Angststörungen und Beklemmung aus.
Oft entstehen verschiedene Symptome, die auch bei gründlicher Untersuchung zunächst nicht sofort auf Angststörungen hinweisen. Da Menschen, die unter Angststörungen leiden, oft nicht mehr wissen, wie sie überhaupt mit dem Phänomen Angst umgehen können, ist auch das Erkennen nicht ganz einfach. Vor allem dann nicht, wenn sich die Ängste als körperliche Symptome zeigen.
Krankheiten mit Beklemmungen
- Angina pectoris
- Koronare Herzkrankheit
- Angststörung
- Lungenembolie
- Herzinfarkt
- Herzinsuffizienz
- Arteriosklerose
Behandlung bei Beklemmung
Wenn Beklemmung zu den Symptomen zählt und verschiedene andere Symptome bereits bekannt wurden, so liegt es nahe, dass sich eine ärztliche Behandlung mit einer psychotherapeutischen Behandlung ergänzt. Denn gegen Angststörungen und Beklemmung hilft nur eine tiefgründige Arbeit im Inneren der Psyche. Erst im Bewusstwerden der Symptomatik liegt die Heilung. Es gibt verschiedene Therapieansätze, die mit der Beklemmung infolge zugrundeliegender Angststörungen wertvolle Hilfe bieten können. Ganz sicher ist, dass es sich um einen längeren Therapieprozess handeln wird. Bei Beklemmung wird als Psychotherapie gerne die kognitive Therapie eingesetzt.
Zur Therapie der Angststörungen dienen auch Medikamente, die im akuten Fall sofortige Erfolge anstreben. Medikamentöse Therapien verwenden Antidepressiva und Benzodiazepine, die jedoch langfristig die Gefahr bergen, dass sie zu Abhängigkeiten führen können.
Die Krankheiten zu erkennen, deren Teilsymptome Beklemmungen sind, ist oft nicht einfach, weil der Betroffene Augenscheinlich keinen Grund für derartige Beklemmungen sieht. Durch eine psychologische Behandlung jedoch können Beklemmungen gut therapiert werden, so dass der Betroffene bereits vor Ausbruch der Beklemmungen gegen anwirken kann. Wenn alle medizinischen Ursachen wie Beispielsweise Angina pectoris ausgeschlossen sind, beruht die Krankheit auf eine meist psychosomatische Quelle.
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Vorbeugung von Beklemmung
Bei Angststörungen und Beklemmung helfen Autogenes Training und andere Entspannungsmethoden. Unterstützend wirken Kräuter wie Baldrian, Johanniskraut oder Melisse, Akupunktur, Homöopathie, Bachblüten oder Schüssler-Salze. Genau wie bei der Vorbeugung gegen Beklemmung bei oben angeführten Erkrankungen ist die Lebensweise ein wichtiger Faktor. Dazu zählt eine gesunde ausgewogene Ernährung mit wenig gesättigten Fettsäuren und regelmäßige Bewegung. Beide Maßnahmen helfen auch, das Übergewicht zu reduzieren und sich generell wohler zu fühlen. Konsequenz in der Lebensweise wirkt der Beklemmung entgegen.
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