Herzrasen
Herzrasen, Herzklopfen, schneller Puls oder Tachykardie ist ein anhaltend beschleunigter Puls auf über 90 Schläge pro Minute. Ab einem Puls von 150 Schlägen pro Minute spricht man von einer ausgeprägten Tachykardie. Anzeichen für Herzrasen sind, wie bei schnellem Vorhofflimmern, regelmäßiges oder unregelmäßiges Klopfen oder Pochen, das bis in den Hals bzw. an die Halsschlagader empfunden werden kann. Die Ursachen für Herzrasen können eine natürliche oder krankhaft bedingte Ursachen haben.
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Ursachen für Herzrasen
In den meisten Fällen ist Herzrasen ungefährlich und tritt bei Vorfreude, Aufregung oder in Stresssituationen auf. Nach einer Beruhigung verschwinden die Herzrasen jedoch wieder rasch.
Manchmal können Herzrasen bzw. ein schneller Herzschlag aber auch Anzeichen für eine weitergehende Krankheit sein, die in jedem Fall von einem Arzt untersucht werden sollte.
Besonders Erkrankungen des Herzes, wie Vorhofflimmern (siehe Koronare Herzkrankheit), Herzklappenerkrankungen, Herzmuskelerkrankungen oder Herzrhythmusstörung führen oft zu Herzrasen und sollten unbedingt klinisch diagnostierziert und behandelt werden. Hierbei ist das Herzrasen vom Herzen selbst bedingt, z.B. durch zusätzliche Leitungsbahnen, andere Störungen im Erregungsleitungssystem oder durch Durchblutungsstörungen im Herzmuskel.
Auch Krankheiten der Schilddrüse sowie Koffein, Nikotin und Medikamente können Herzrasen auslösen. Herzrasen bedingt durch eine Schilddrüsenüberfunktion wirken durch die Hormone bzw. Neurotransmitter auf das Erregungsleitungssystem oder den Herzmuskel ein. Weitere mögliche Ursachen für Herzrasen sind Bluthochdruck (Hypertonie), Blutdruckabfall, Unterzuckerung und Blutarmut (Anämie).Ein spezieller Fall kann auch die angeborene Tachykardie sein. Diese beruht auf einer fehlerhaften Erregungsleitung zum Herzen und kann operativ geheilt werden. Auch im Zuge von Angststörungen wird häufig Herzrasen beobachtet.
Herzrasen bzw. Herzklopfen können auch von weiteren Symptomen begleitet sein. Dazu gehören Schwindel, Herzstolpern, Benommenheit, Bewusstlosigkeit sowie Sprach- und Sehstörungen.
Krankheiten
- Koronare Herzkrankheit
- Allergie
- Blutvergiftung
- Angststörung
- Lungenembolie
- Pilzvergiftung
- Herzmuskelentzündung
- Schilddrüsenüberfunktion
- Sonnenstich
- Blinddarmentzündung
- Hitzschlag
- Wechseljahre
Behandlung von Herzrasen
Danach wird in der Regel Blut abgenommen, Blutdruck und der Puls gemessen. Auch ein Elektrokardiogramm (EKG) wird durchgeführt. Sollten hierbei schon die Ursachen für das Herzklopfen erkennbar werden oder ist keine genaue Diagnose festzustellen, werden weitere Untersuchungen vorgenommen. Dazu gehören Langzeit EKG, Belastungs EKG, Ultraschalluntersuchung sowie eventuelle Langezeit Blutdruckmessung und Röntgenaufnahmen.
Stellt sich nun die Ursache für das Herzrasen heraus wird diese behandelt. Sind psychische Belastungen wie Stress die Ursache empfiehlt sich Entspannungsmaßnahmen und Stressvermeidung. Besonders das Autogene Training ist hierbei erfolgsversprechend. Auch natürliche Beruhigungsmittel, wie Baldrian, können unterstützend wirken. Sie sollten jedoch immer mit dem Bekämpfen des Stresses nur in Verbindung genommen werden und vom Arzt genemigt worden sein. Rauchen und viel Kaffee trinken sollte eingestellt werden.
Vorhofflimmern und Herzrhythmusstörungen sollten mit Medikamenten behandelt werden. Eventuell ist auch ein Herzschrittmacher angeraten. Bei Schilddrüsenüberfunktion ist diese zu behandeln, um das Herzklopfen zu beseitigen.
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Vorbeugung von Herzrasen
Herzrasen, die nicht krankhaft bedingt sind, kann man durch ein gesundes, stressfreies Leben mit viel Bewegung, frischer Luft, gesunder Ernährung und den Verzicht auf Rauchen und Alkohol gut vorbeugen. Vorbeugend ist ebenso das Autogene Training, welches nicht nur zur Beruhigung dient sondern auch insgesamt mehr Entspannung im Alltag bringen kann.
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