Hausmittel gegen Herzrasen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. Dezember 2016
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Herzrasen kann verschiedene Ursachen haben. Zum einen sind da Stress, Hektik, psychische Störungen, die sich somatisch auswirken und zum anderen Koffein- und Nikotinkonsum sowie der Konsum von aufputschenden Drogen. Die Behandlungen von Herzrasen sind vielfältig und reichen von klassischer über alternative Medizin bis hin zu einfachen Hausmitteln.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Herzrasen?

Herzrasen, in Fachkreisen Tachykardie genannt, wird in der Medizin nach Alter des Patienten, hauptsächlicher Ursache und nach Ausprägung der Krankheit verschieden behandelt.

Bei starken Tachykardien, welche unter anderem Ohnmacht verursachen können, wird eine Defibrillation durchgeführt. Die so auf das Herz gebrachten Stromstöße bringen selbiges wieder in einen gesunden Rhythmus. Bei weniger stark ausgeprägtem Herzrasen werden Medikamente zur Stabilisierung des Herzschlags verabreicht. Mit diesen soll die ausreichende Versorgung des Körpers mit sauerstoffreichem Blut gewährleistet werden.

Mit einem Verfahren, das Katheterablation genannt wird, können zudem Bereiche des Herzens, die für den zu schnellen Herzschlag verantwortlich sind, durch elektrischen Strom ausgeschaltet werden. Die Katheterablation wird meist erst dann angewendet, wenn Medikamente keine oder nur zu schwache Wirkungen zeigen. Sowohl die Wiederherstellung des normalen Herzrhythmus vermittels Medikamenten als auch die elektrische Variante werden unter dem Fachbegriff Kardioversion zusammengefasst.

Stress und Hektik sind bei Herzrasen auf jeden Fall zu vermeiden. Ausgedehnte Spaziergänge in der Natur versorgen den Körper mit ausreichendem Sauerstoff

Seltener werden beide Verfahren parallel zueinander angewendet. Das letzte Mittel der klassischen Medizin, welches bei Herzrasen eingesetzt wird, wenn andere Medikamente und die elektrische Kardioversion nicht helfen, ist ein Medikament namens Amiodaron. Dieses ist zwar in Hinsicht auf Herzerkrankungen zuverlässiger und wirksamer als verwandte Medikamente und ruft selbst weniger häufig eine Tachykardie hervor, es sind aber viele Nebenwirkungen bekannt.

Diese wirken sich unter anderem negativ auf Organe wie die Lunge, die Schilddrüse, das Auge, den Magen und den Darm aus. Zudem kann es die Haut schädigen und die Vitamin A-Aufnahme hemmen. Eine Behandlung mit Amiodaron muss daher stets unter strenger ärztlicher Aufsicht, wenn nicht sogar in einem Krankenhaus erfolgen.

Schnelle Hilfe

Wurde die Tachykardie noch nicht vom Hausarzt oder einem Kardiologen diagnostiziert, so bedarf es je nach Schwere der Erkrankung zunächst einer Beobachtung durch den Betroffenen selbst. Lassen die Symptome auch nach längerer Zeit nicht nach, so sollte ein Arzt konsultiert werden.

Doch vorerst kann der Betroffene sich mit einfachen Mitteln und Verhaltensweisen selbst helfen. So kann beispielsweise schon die Reduzierung des Koffein-Konsums oder ein gänzlicher Verzicht auf Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke eine signifikante Verbesserung des Herzrhythmus hervorrufen. Raucher sollten bei Herzrasen ebenfalls ihr Laster einschränken oder aufgeben, denn neben Koffein ist auch Nikotin ein Stoff, der eine Tachykardie begünstigen und verschlimmern kann.

Herzrasen tritt meist bei Stress und Angstsituationen auf. Ein Elektrokardiogramm (EKG) kann Herzrasen, Extrasystolen und Herzrhythmusstörungen grafisch darstellen.

Wer Kokain zu sich nimmt, sollte unter anderem aufgrund des Tachykardie-Risikos den Konsum einstellen. Zudem wirkt sich Kokain negativ auf den gesamten Organismus und die Wahrnehmung aus. Auch THC-haltige Drogen wie Marihuana sollten bei einer Tachykardie weniger oder gar nicht mehr konsumiert werden. Neben der Aufnahme von gesundheitsschädlichen Stoffen sollte aber auch eine gesundheitsschädliche Lebensweise überdacht und gegebenenfalls abgelegt werden.

So sind Stress und Hektik auf jeden Fall zu vermeiden und der Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Dies kann durch ausgedehnte Spaziergänge in der Natur – falls diese nicht erreichbar: in einem Park – geschehen. All diese Schnellmaßnahmen, die eine aufkommende Tachykardie hemmen oder verhindern können, wirken auch prophylaktisch.

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Alternative Heilmittel

Ist man von Herzrasen betroffen und lässt diese sich nicht durch die Umstellung von Ernährung und Lebensweise beseitigen oder sind diese nicht möglich, so gibt es auch diverse Hausmittel und andere alternative Behandlungsmethoden.

So sind zum Beispiel die Blätter des roten Fingerhutes und das Kraut des Frühlings-Adonis herzstärkend und wirken verlangsamend auf den Herzschlag. Jedoch sollte die Verwendung dieser Pflanzen, die in Wäldern der gemäßigten Zone wachsen, unter ärztlicher oder naturheilkundlicher Überwachung erfolgen, da sie giftig sind.

Sicherheitshalber sollten pflanzliche Medikamente, die auf den vorbenannten Pflanzen aufbauen, genutzt werden, da sie optimal dosiert sind. Weitere Pflanzen, die positiv auf das Herz wirken sind zudem Maiglöckchen, Oleander und andere Digitalis-ähnliche Pflanzen.

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