Koronare Herzkrankheit
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Koronare Herzkrankheit (KHK), Chronische Durchblutungsstörungen des Herzmuskels oder Chronische ischämische Herzkrankheit ist einer Herzerkrankung, die durch Arterienverkalkung und Durchblutungsstörungen im Herzmuskel ausgelöst wird. Dabei kommt es in der Folge zu einer Unterversorgung des Herzens mit Sauerstoff, sodass wichtige Funktionen des Herz-Kreislaufes nicht mehr erfüllt werden können. So gesehen kann die koronare Herzkrankheit zu Angina pectoris oder Herzinfarkt führen.
Definition Koronare Herzkrankheit
Die koronare Herzkrankheit, kurz KHK, ist eine Herzkreislauferkrankung und wird als isshämisch bezeichnet. Es geht im Großen und Ganzen um eine Verengung der Herzkranzgefäße, infolge zeigt sich eine Unterversorgung der des Herzmuskels. Dies zieht bei Nichtbehandlung unweigerlich bei einer koronaren Herzkrankheit einen Infarkt des Herzens nach sich. Es handelt sich um eine ernst zu nehmende Erkrankung, die in den meisten Fällen in Deutschland als Todesursache anzusehen ist.
Ursachen für Koronare Herzkrankheit
Dieser Zustand wird als Arteriosklerose bezeichnet, der sich allerdings auch auf alle Gefäße ausbreiten kann. Wenn dies geschieht und die Herzgefäße betroffen sind, sprechen die Experten von einer koronaren Herzerkrankung. Menschen, die starke Raucher sind, sind auch sehr gefährdet, an einer koronaren Herzerkrankung zu erkranken. Dies trifft auch auf Personen zu die sich fettreich ernähren unter hohem Blutdruck leiden und unter ständigem Stress stehen.
Weitere Ursachen für eine koronare Herzerkrankung sind in dem Krankheitsbild Adipositas (Übergewicht) zu sehen. Bei diesem Beschwerdebild sind nicht selten die Cholesterinwerte der Patienten deutlich erhöht und sie leiden unter einer effizienten Störung des Fettstoffwechsels. Ursachen für koronare Herzerkrankungen können auch zu hohe Zuckerwerte sein, wie sie beim Diabetes mellitus auftreten.
Symptome
- Herzrhythmusstörungen
- Herzrasen
- Atemnot
- Schweißausbrüche
- Angst
- Gesichtsblässe
- Brustschmerzen
- Übelkeit
- Beklemmung
- Bauchschmerzen
Krankheitsverlauf Koronare Herzkrankheit
Augenscheinlich sind bei Anstrengungen nur eine Kurzatmigkeit, die aufgrund der Unterversorgung mit Blut des Herzens zustande kommt. Die Patienten verspüren ein Engegefühl in der Herzgegend, Experten sprechen hier in diesem Fall von einer Angina pectoris.
Behandlung von Koronarer Herzkrankheit
Man kann die Koronare Herzkrankheit medikamentös oder operativ therapieren. Dies entscheiden grundsätzlich die Ärzte nachdem der Krankheitsverlauf und der Krankheitsstand eindeutig festgestellt worden sind.
Die Schwere der koronaren Herzerkrankung spielt die übergeordnete Rolle. Bei einer medikamentösen Therapieform werden Mittel wie Clopidogrel, Betablocker, ACE-Hemmer, Statine und selbstverständlich auch Acetylsalicylsäure zum Einsatz gebracht, die einzig und allein das Ziel haben, die Cholesterinwerte zu senken. Eine bestehende Angina pectoris wird mit einem Nitroglyzerinspray behandelt.
Die operative Therapie hat das Ziel der Verbesserung der Durchblutung des Herzmuskels herbeizuführen. Hierzu setzen die Ärzte in der Regel einen Bypass. Es kann auch eine Koronarangioplastie mit anschließendem Einsatz eines Koronarstent als Therapie durchgeführt werden. Dieses medizinische Implantat eignet sich insbesondere zur Erweiterung von kleinen Verengungen der Gefäße.
Auf diese ganz spezielle Art und Weise wird der zu erwartende neue Verschluss der Blutgefäße effizient verhindert. Diese Stents gibt es nicht nur als stützende Stents sondern auch als Koronarstents die Wirkstoffe abgeben, die einen Verschluss der Blutgefäße noch zusätzlich verringern oder sogar verhindern können.
Rezeptfreie Medikamente gegen Herzbeschwerden
Hier Informieren:
Vorbeugung gegen Koronare Herzkrankheit
Wie kann man das Risiko einer koronaren Herzkrankheit reduzieren bzw. vorbeugen? Mit Hilfe folgender Punkte kann das Risiko eines Herzinfarkts und anderer Herzerkrankungen deutlich gesenkt werden:
1. Man sollte regelmäßig seinen Blutdruck messen (lassen). Insbesondere Erwachsene ab einem Alter von 40 Jahren sollten mindestens einmal jährlich ihren Blutdruck überprüfen lassen, Ein zu hoher Blutdruck belastet das Herz. Werte unter 130 zu 80 gelten als gut.
2. Man sollte sich gesund ernähren. Eine bewusste und gesunde Ernährung verringert das Risiko eines Herzinfarktes. Auf gesättigte Fettsäuren vor allem in tierischen Produkten wie Butter, ahne, Schweinefleisch u. a. sollte verzichtet werden, da diese den Cholesterinspiegel im Blut ansteigen lassen.
3. Man sollte ausreichend Sport treiben. Insbesondere leichte Sportarten der Ausdauer wie Nordic Walking, Radfahren oder auch Schwimmen verringern das Infarkt-Risiko.
4. Sofern man übergewichtig ist, sollte man dieses Übergewicht senken. Bereits 10 Kilo zu viel haben eine negative Auswirkung auf unsere Gesundheit, sowohl der Blutdruck als auch die Blutfettwerte erhöhen sich.
5. Man sollte sich selbst ein Rauchverbot erteilen. Bereits sechs Zigaretten pro Tag verdoppeln das Risiko eines Herzinfarktes, also Finger weg davon!
6. Man sollte zudem Stress möglichst vermeiden. Im Grunde hält der Körper Stresssituationen durchaus stand, dennoch sollte man es hier nicht übertreiben, da diese zu Bluthochdruck führen können.
Bücher über Koronare Herzkrankheit
Ihre Meinung zum Thema
Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Koronare Herzkrankheit?
Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern
gabilein kommentierte am 07.10.2011 um 17:11 Uhr
Ich hatte vor zwei Tagen, als ich aufstand, ganz schnellen und unregelmäßigen Puls, was mir Angst machte. Da habe ich nach 10 Minuten Metoprolol Succ-Ct 47,5mg eingenommen. Dann wurde es besser. Nun mach ich mir Sorgen, dass ich Herzkrank bin. Kann mir jemand einen Rat geben?
