Kurzatmigkeit

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 17. November 2014
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Kurzatmigkeit sollte zunächst nicht mit Atemnot (Dyspnoe) und Hyperventilation, als eigenständige Symptome, verwechselt werden, obwohl Kurzatmigkeit, Hyperventilation und Atemnot auch in Verbindung stehen können. Wie der Name selbst es schon treffend beschreibt, ist die normale Atmung bei Kurzatmigkeit verkürzt und in der Regel krankhaft bedingt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Kurzatmigkeit?

Als Kurzatmigkeit wird eine erhebliche Beeinträchtigung der normalen Atemtätigkeit bezeichnet, die für den Betroffenen manchmal sogar mit starken Schmerzen verbunden ist.

Bei Kurzatmigkeit fällt es dem Betroffenen schwer, über die Atmung genug Sauerstoff für die Versorgung des Körpers aufzunehmen, da das Atmen sehr kurz und stockig ist. Die Folge dieser Unterversorgung ist, neben einer Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit, auch eine zum Teil erhebliche psychische Belastung, da die Kurzatmigkeit die Angst vor dem Ersticken auslösen kann.

Zu den Betroffenen gehören überwiegend ältere Menschen. Die Kurzatmigkeit tritt in verschiedenen Schweregraden auf. Die Ursachen der Krankheit sind vielfältig. Sie kann mit atemtherapeutischen Maßnahmen, durch Medikamente und durch einen operativen Eingriff behandelt werden.

Ursachen für Kurzatmigkeit

Die Ursachen für Kurzatmigkeit sind vielschichtig. Zumeist sind chronische und akute Erkrankungen der Bronchien und der Lunge für Kurzatmigkeit verantwortlich. Aber auch Herzerkrankungen sind keine selten auftretende Ursache. Seltener sind jedoch rheumatische, orthopädische oder neurologische Erkrankungen, die dann als indirekte Ursache für Kurzatmigkeit in Frage kommen.

Im Zuge der vermehrten übergewichtigkeit unserer westlichen Zivilisation, kann Kurzatmigkeit aber auch bei Fettleibigkeit bzw. Übergewicht häufig in Erscheinung treten. Diese Ursache ist nicht harmlos und sollte entsprechende behandelt bzw. bekämpft werden.

Krankheiten mit Kurzatmigkeit

Diagnose und Verlauf bei Kurzatmigkeit

Da die Ursachen für Kurzatmigkeit zumeist krankhafter Natur sind, sollte diese immer von einem Arzt untersucht werden. Je nach vermutetem Auslöser kommen unterschiedliche Diagnosemethoden zum Einsatz wie die Überprüfung der Lungen- und Herzfunktion, Röntgenuntersuchungen und Ultraschall.

Grundsätzlich ist dann ein verstärktes Auftreten der Symptome festzustellen, wenn der Patient aus der Ruhe heraus in eine physische Belastung versetzt. Sind zunächst intensive körperliche Strapazen nötig, um die Atemnot auszulösen, genügen hierfür im fortgeschrittenen Stadium bereits geringe Anstrengungen.

Die normale Atemtätigkeit ist eingeschränkt, wodurch der Organismus nicht mehr ausreichend mit dem lebensnotwendigen Sauerstoff versorgt wird. Die Leistungsfähigkeit der Patienten ist erheblich gemindert. Oft ist die Luftnot mit Schmerzen verbunden und kann in einigen Fällen beim Betroffenen Panik auslösen.

Diagnosedaten & Häufigkeit

Relative Häufigkeit je 100.000 Einwohner pro Bundesland (ICD-10: R06.0 Dyspnoe) (2012)
Quelle: GBE des Bundes (Diagnosedaten der Krankenhäuser)

Behandlung und Therapie von Kurzatmigkeit

Kurzatmigkeit sollte nicht mit Luftnot verwechselt werden.

Kurzatmigkeit sollte immer von einem Arzt untersucht werden, da die Ursachen zumeist krankhafter Natur sind.

Ist die Ursache für Kurzatmigkeit eine Lungen- oder Atemwegserkrankung, so sollte die Funktion der Lunge ausgiebig überprüft werden. Mit Hilfe der Pulsoxymetrie kann zusätzlich die Sauerstoffsättigung im Blut in Ruhe und unter Belastung gemessen werden.

Auch Röntgenuntersuchungen des Brustkorbes bzw. der Atemwege und der Lunge gehören zum modernen Untersuchungsstandart. Vorzugsweise die Atemgymnastik ist hier zumeist als zusätzliche Behandlungsmaßnahme erfolgsversprechend.

Ist die Ursache durch eine Herzerkrankung bedingt, so sind auch hier zahlreiche Untersuchungen für eine Diagnose der Kurzatmigkeit notwendig. Dabei sollte unbedingt die Funktion des Herzens überprüft werden und bei Bedarf durch Röntgendiagnostik eine genaue Diagnose erstellt werden. Ihr Arzt wird sie hierbei genauer über weitere Schritte (evtl. Herzkatheter) informieren. Als zusätzliche Therapie wird oft Herzgymnastik und Trainingstherapie eingesetzt.

Ist die Ursache für Kurzatmigkeit im Magen-Darm-Bereich zu finden, so kann eine Ultraschalldiagnostik (Sonographie) des Bauchraumes Aufschluss bringen. Eventuell ist auch eine Magen-Darm-Spiegelung (Endoskopie) notwendig. Ist die Ursache durch Fettleibigkeit bzw. Übergewicht bedingt, ist der ärztliche Rat zu einer weiteren Diät- und Bewegungstherapie unbedingt einzuhalten.

Ist die Kurzatmigkeit auf neurologische oder rheumatische oder orthopädische Ursachen zurück zu führen, so sollte der behandelnde Arzt eventuell in Ergänzung andere Fachärzte zur Diagnose und Behandlung heranziehen.

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Vorbeugung von Kurzatmigkeit

Ein Leben ohne Rauchen ist wohl das beste Mittel zur Vorbeugung von Kurzatmigkeit. Weiterhin sind die allgemeinhin bekannten Mittel der sportlichen Bewegung an frischer Luft, sowie eine gesunde und ausgewogene Ernährung immer Garanten für ein gesünderes und längeres Leben.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Nano kommentierte am 03.08.2011 um 22:53 Uhr

Kurzatmigkeit kann auch auf Herzrhytmusstörungen hindeuten.
Im Moment leide ich unter Kurzatmigkeit und einer Stirnhöhlenentzündung.
Nur so stark wie im Moment, hatte ich noch nie Kurzatmigkeit. Jede Anstrengung ist zu viel, Antibiotika verschlimmert das Ganze auch noch.

Willi kommentierte am 20.10.2011 um 15:03 Uhr

Mein Mann hatte vor 1 1/2 Jahren eine Bypass-OP und eine Reperatur am hinteren Herzmuskel (hervorgerufen durch einen stillen Hinterwand-Infarkt, den er vor ca. 2 Jahren nicht bemerkte).
Seitdem leidet er unter Kurzatmigkeit und kann nicht mehr bergaufgehen und auch nicht mehr schwimmen. Direkte Atemnot hat er aber nicht. Gibt es dafür eine therapeutische Behandlung? Wer kann mir Tipps geben? Wir wären dankbar.

Ceryin kommentierte am 23.01.2013 um 12:28 Uhr

Ich leide momentan an Kurzatmigkeit - die Gründe hierfür sind meiner Ärztin ein Rätsel. Ich bin zu ihr gegangen, weil mein Kreislauf ständig am Absacken war/ist. Sie hat ein EKG, BelastungsEKG und Echo angeordnet, um das Herz zu testen, die Lunge ergebnislos abgehört und etliche Bluttests durchgeführt.
Laut den Bluttests und dem normalen EKG bin ich absolut gesund. Alle Werte sind im Optimalbereich. Mein Blutdruck auch. Da ich aber schon nach kurzer Anstrengung (z.B. Treppen steigen) keuche und schnaufe wie nach einem Marathonlauf, hat sie einen "Lungenvolumentest" gemacht und da wurde festgestellt, das die Lunge leicht spastisch ist - das verschriebene Asthmatikum hilft leider nicht und auf das Ergebnis der Röntgenaufnahmen der Lunge warten wir noch.
Da ich groß und schlank bin, kann das Problem sicherlich nicht an eventuellen Übergewicht liegen.
Persönlich habe ich den Eindruck, das bei bestimmten Bewegungsabläufen alle Luft aus der Lunge gepresst wird und ich durch den Sauerstoffmangel diese Kreislaufzusammenbrüche habe.
Hoffentlich lüftet sich das Mysterium bald - über eventuelle Ansatzhinweise, in welche Richtung man sich für eine Diagnose orientieren könnte, wäre ich sehr dankbar!

Symptomat kommentierte am 20.12.2014 um 07:35 Uhr

ortho1 kommentierte am 20.03.2013 um 16:44 Uhr

Idee zu Ceryin: Haben Sie schon mal BWS/LWS Blockaden lösen lassen?

Miky kommentierte am 19.11.2013 um 23:35 Uhr

Ich habe seit 6 Jahren immer wieder ein Stechen in der Brust. Dies hält stets etwa eine halbe Minute an. Während dieser Zeit kann ich nicht atmen. Auch beim Sport, manchmal schon bei kleinster Anstrengung, bekomme ich nicht mehr richtig Luft, als ob sich die Lunge halbiert hätte.
Ich weiß nicht, was ich machen soll, denn meine Mutter sagt, es sei nicht so schlimm. Danke für eure Hilfe.

jahrgang59 kommentierte am 26.01.2014 um 17:48 Uhr

Hallo! Ich bin eigentlich noch fit, weil ich mit dem Hund spazieren gehe und viel Fahrad fahre. Ich bin zwar leicht übergewichtig, aber ich arbeite daran. Manchmal habe ich aber Schwierigkeiten damit Luft zu bekommen, wenn ich mich körperlich anstrenge. Seit zehn Jahren bin ich nun schon Nichtraucher. Zuvor rauchte ich ungefähr sechs Zigaretten täglich. Gegen Hashimoto nehme ich Medikamente, wie z.B. Gabapentin (Trigeminus-Neuralgie) und L-Thyroxin 125 mg. Können die Probleme auch davon kommen?

Symptomat kommentierte am 20.12.2014 um 07:35 Uhr