Schlaganfall

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 23. Oktober 2017
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Ein Schlaganfall oder Hirnschlag ist eine akute Krankheit des Gehirns, bei dem zumeist eine plötzliche Verstopfung oder Blutung in den Blutgefäßen des Gehirns für eine mangelnde Sauerstoffversorgen sorgen. Ein Schlaganfall ist ein Notfall der sofort der dringenden medizinischen Hilfe bedarf.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Schlaganfall?

Ein Schlaganfallbeziehungsweise Hirnschlag ist eine schwere Fehlfunktion und plötzliche Erkrankung des Gehirns. Dabei wird vor allem die Sauerstoffversorgung zum Gehirn unterbrochen. Es gibt im Wesentlichen zwei Formen von Schlaganfall.

Zum einen kann die Sauerstoffzufuhr durch eine mangelhafte Gehirndurchblutung (Ischämie) unterbrochen werden und zum anderen kann auch eine direkte Blutung im Gehirn (Hämorrhagi) für einen Schlaganfall verantwortlich sein. Durch den fehlenden Sauerstoff kann das Gehirn nicht normal arbeiten und Nervenzellen sterben bereits innerhalb von zehn bis fünfzehn Minuten ab.

Schlaganfall tritt häufiger bei älteren Menschen auf. Zumeist sind die Betroffenen über 70 Jahre alt. Durch die Folgen des Schlaganfalls sind die meisten Patienten nach dem Schlaganfall geistig oder körperlich behindert. Je länger die Zeit nach einem Schlaganfall bis zur akuten Behandlung dauert, desto stärker ist in der Regel danach die Pflegebedürftigkeit der Betroffenen.

Ursachen

Die Ursachen für einen Schlaganfall sind, wie bereits angemerkt, eine fehlerhafte Gehirndurchblutung (Ischämie), die zumeist durch eine Arterienverkalkung (Arteriosklerose) oder durch eine Embolie hervorgerufen wurde. Vor allem die in den Blutgefäßen angesammelten Fettablagerungen lassen die Gefäße enger werden, sodass immer weniger Blut hindurch fließen kann. Irgendwann komm der Punkt, andem zunwenig oder gar kein Blut mehr das Gehirn erreicht und somit auch kein Sauerstoff aus der Lunge mehr zum Hirn transportiert werden kann. Risikopatienten sind hierbei vor allem mit Diabetes mellitus, Bluthochdruck und hohen Cholsterinwerten.

Eine weitere Ursache von Schlaganfall ist dann die direkte Blutung im Gehirn (Hämorrhagie), bei der es zu einer Embolie bzw. Blutgerinnsel kommt. Hierbei gerinnt das Blutgerinnsel (Thrombus) in den Blutgefäßen und das Blut kann wiederum nicht den Sauerstofftransport zum Gehirn gewährleisten.

Als letzte Ursache kommt die sogenannte Hirnblutung (hämorrhagischer Infarkt), in Betracht, die in 1/4 aller Schlaganfälle in Erscheinung tritt. Hierbei entsteht die Hirnblutung durch einen das Einreißen oder Riß von Blutgefäßen im Gehirn. Auch hier sind besonders die Patienten mit Bluthochdruck, Diabetes mellitus und hohen Cholsterinwerten betroffen.

Typische Symptome & Anzeichen

Krankheitsverlauf

Infogramm zur Anatomie und Ursachen von Herz- & Gefäßerkrankungen, wie z.B. Schlaganfall. Bild anklicken, um zu vergrößern.

Der Krankheitsverlauf eines Schlaganfalls ist maßgeblich von der Schwere und Schädigung abhängig, die durch Hirnblutungen und Blutgerinnsel verursacht wurden.

Wurde der Schlaganfall rechtzeitig entdeckt und therapiert, so können gravierende Komplikationen vermeiden werden. Daher ist es immer ratsam bei Risikopatienten im Verdachtsfall den Notarzt zu rufen, um schnelle medizinische Hilfe zu gewährleisten.

So gesehen ist also der Krankheitsverlauf individuell durch das Ausmaß des Schlaganfalls zu bewerten. Der Verlauf kann von kaum merklichen Symptomen bis hin zu absoluter Pflegebedürftigkeit und Bettlägerigkeit reichen.

Vor allem die Sprachstörungen und Lähmungen wirken sich nachhaltig auf das weitere Leben des Betroffenen aus. Die meisten Gehirnschäden, die durch den Schlaganfall verursacht wurden, sind heutzutage noch irreversibel beschädigt und können nicht geheilt werden.

Komplikationen

Bei einem Schlaganfall können schwere Komplikationen bis hin zum Tod des Betroffenen auftreten. Meist entstehen aufgrund des Hirnschlags schwere motorische Beeinträchtigungen und Funktionsstörungen der Sinnesorgane. Typisch sind Sehbeschwerden, Hörverlust und Gleichgewichtsbeschwerden. Sind die Ausscheidungsorgane betroffen, kann es zu Inkontinenz, Störungen beim Wasserlassen, Darmverschluss und anderen Komplikationen kommen.

Meist ist auch die intellektuelle Leistungsfähigkeit herabgesetzt – Komplikationen von Vergesslichkeit bis hin zu Demenz sind möglich. In Folge der Bettlägerigkeit kann es unter anderem zu Pneumonie, Dekubitus, Harnwegsinfekten und Spastiken kommen. Außerdem können Gelenkversteifungen, Muskelschwund und Epilepsien auftreten. Zuletzt kann ein Schlaganfall eine Aphasie hervorrufen. Bei der Schlaganfall-Therapie können vor allem die eingesetzten Arzneimittel Komplikationen hervorrufen.

Medikamente zur Blutverdünnung haben selten allergische Reaktionen zur Folge. Vereinzelt kommt es etwa zu Hautrötung, Juckreiz und Brennen. Schmerzmittel und Entzündungshemmer sind ebenfalls nicht frei von Neben- und Wechselwirkungen. Typisch sind Übelkeit und Erbrechen, Hautreaktionen und selten auch Herz-Kreislauf-Beschwerden sowie Nieren- oder Leberschädigungen. Bei einem akuten Schlaganfall kann es im Rahmen der Operation zu Infektionen oder Blutungen kommen. Nach dem Eingriff können Wundheilungsstörungen und anderweitige Komplikationen auftreten.

Behandlung & Therapie

Die Behandlung bzw. Therapie von Schlaganfall sollte so schnell wie möglich eingeleitet werden. Je länger das Gehirn ohne Sauerstoff ist, desto mehr Nervenzellen sterben ab und das Gehirn kann nicht mehr geheilt werden. Tritt ein Schlaganfall auf, ist dieses sofort einem Notarzt zu melden.

Die Behandlung eines Schlaganfalls strebt also immer an, den Schaden durch den Sauerstoffmangel so gering wie möglich zu halten. Dennoch ist die Therapie von der Ursache des Schlaganfalls abhängig. Dies wird zunächst vom Notarzt und dann im Krankenhaus als erstes ermittelt.

Bei einem Blutgerinnsel als Ursache werden sofort Medikamente zur Auflösung dieser Blutverstopfung verabreicht. Außerdem wird der Arzt versuchen eine Hirnblutung auszuschließen. Dies kann heute mit Hilfe der Computertomographie (CT) durchgeführt werden. Bei Hirnblutungen muss zumeist schnellstmöglich ein neurochirurgischer Eingriff erfolgen, um die Blutung zu beenden. Außerdem sollen mögliche Blutergüsse entfernt werden. Daneben werden alle lebenswichtigen Funktionen überwacht, sodass ein plötzlicher Tod zu verhindern ist.

Die spätere langfristige Therapie bei Schlaganfall umfasst vor allem die Behandlung der motorischen Störungen, wie Sprachstörungen und Lähmungen. Vor allem die Rehabilitation steht dann im Vordergrund der Behandlung, um dem Betroffenen ein würdiges Leben, so weit es geht, wieder zurück zu geben.

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Vorbeugung

Schlaganfall kann man vorbeugen. Dies muss allerdings so früh wie möglich geschehen und ein Leben lang. Dazu gehört vor allem fettarmes Essen, viel Bewegung und Sport, wenig Stress, kein Rauchen und übermäßiges Trinken von Alkohol. Auch zuviel süße Speisen sollten vermieden werden. Ebenso kann eine häufige Untersuchung beim Arzt mögliche Warnhinweise rechtzeitig liefern.

Bücher über Schlaganfälle

Quellen

  • Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013
  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2016
  • Piper, W.: Innere Medizin. Springer, Berlin 2013

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