Gesuendernet

Blutergüsse

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 15. September 2014
Symptomat.deSymptome Blutergüsse

Ein Hämatom, Bluterguss oder einfach blauer Fleck ist ein Austritt von Blut aus einem verletztem Blutgefäß. Dieses Blut lagert sich dann im Körpergewebe oder in einer bereits vorhandenen Körperhöhle an. Umgangssprachlich wird ein Bluterguss auch blauer Fleck und am Auge Veilchen genannt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Bluterguss?

Der Bluterguss beschreibt den Austritt von Blut aus dem Kreislaufsystem des Menschen. Das ausgetretene Blut gelangt dabei jedoch ins Körpergewebe oder in einen bereits vorhandenen Hohlraum des Körpers. In der medizinischen Fachsprache wird ein Bluterguss als Hämatom bezeichnet. Er ist oft als blau-grüner Fleck (blauer Fleck) auf der Haut sichtbar - wenn er im Bereich der Gelenke auftritt, lassen sich diese nur noch begrenzt oder gar nicht mehr bewegen.

Die Stelle kann sehr empfindlich sein oder Schmerzen hervorrufen, es gibt aber auch schmerzfreie Blutergüsse. In der Regel sind Blutergüsse nicht gefährlich. Entstehen solche Hämatome aber im Gehirn, also eine Hirnblutung oder anderweitige innere Hämatome, ist dringende medizinische Hilfe notwendig.

Bei mit Bluterkrankheit können Hämatome schon bei einfachen Verletzungen entstehen. Ebenso kann eine Arthrose durch Blutergüsse innerhalb von Gelenken wie Sprunggelenk, Knie und Hüfte begünstigt entstehen.

Ursachen für Bluterguss

Blutergüsse entstehen meist durch Gewalteinwirkung von außen, wie Stöße, Schläge und Stürze. Aber auch nach einer Operation können Hämatome auftreten. Oft schwellen Blutergüsse stark an und können sehr schmerzhaft sein.

Dem Bluterguss geht dabei meist eine Verletzung voraus. Schläge oder Stöße lösen die charakteristischen blauen Flecken auf der Haut aus. Auch bei Stürzen entstehen sie häufig an den Stellen, auf die der Mensch beim Fall aufgetroffen ist. Ein solcher Bluterguss ist in der Regel harmlos und bedarf keiner weiteren Behandlung. Durch Prellungen, wie sie beispielsweise beim Sport entstehen können, kann sich ein Bluterguss auf ein Gelenk ausdehnen.

In diesem Fall wird das Gelenk unbeweglich und schmerzt, bis das geronnene Blut vom Körper vollständig abgebaut worden ist. Normal sind Blutergüsse auch nach operativen Eingriffen. Sie entstehen vor allem um die Schnittstelle herum und sind lediglich ein Anzeichen dafür, dass der Körper den Eingriff als Verletzung bemerkt hat.

Ein Bluterguss, der ohne erkennbare Ursache entstanden ist, sollte unter genaue Beobachtung gestellt werden. Wenn sich in den nächsten Tagen oder Wochen zeigt, dass es vermehrt zum Auftreten solcher Blutergüsse kommt, liegt der Verdacht nahe, dass eine ernsthafte Erkrankung zugrunde liegt. Spontane Blutergüsse sind eins der Anzeichen für verschiedene Arten von Krebs. Wer medikamentös behandelt wird, sollte sich den Beipackzettel durchlesen, denn dünneres Blut kann zu Hämatomen führen und ist eine bekannte Nebenwirkung vieler Medikamente. In jedem Fall lohnt sich aber ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt.

Krankheiten mit Blutergüssen

Diagnose und Verlauf bei Hämatomen

Die Hämatom-Diagnose folgt aus dem Beschwerdebild oder aus einem Unfallhergang. Bei zunächst nicht eindeutigen Beschwerden (beispielsweise bei Blutansammlungen in Körperhöhlen) können Lage und Größe eines Hämatoms durch Ultraschall bestimmt werden.

Besonders umfangreiche oder sich schnell ausdehnende Blutergüsse deuten auf eventuell verletzte große Blutgefäße hin. Ohne ersichtlichen Grund entstehende Hämatome können auf Blutgerinnungsstörungen zurückzuführen sein. Ein Arzt sollte bei größeren Hämatomen konsultiert werden, um Knochenbrüche, Gelenkverletzungen oder Infektionen als Ursache ausschließen zu können.

Während ein frisch entstandenes Hämatom schmerzt, nehmen Schmerzen und Schwellung im weiteren Verlauf ab. Zuweilen drücken Blutergüsse auf Adern, sodass Muskeln und Nervengewebe nur noch mangelhaft durchblutet werden.

Diagnosedaten & Häufigkeit

Relative Häufigkeit je 100.000 Einwohner pro Bundesland (ICD-10: T08-T14 Verletzungen nicht näher bezeichneter Teile des Rumpfes, der Extremitäten oder anderer Körperregionen) (2012)
Quelle: GBE des Bundes (Diagnosedaten der Krankenhäuser)

Behandlung und Therapie von Blutergüssen

Blauer Fleck und Bluterguss
Ein Bluterguss kann man selbst recht schnell erkennen.

Ein durch Verletzung entstandener Bluterguss muss sofort gekühlt werden, nachdem die Verletzung stattgefunden hat. Durch die Kälte verengen sich die Blutgefäße und der blaue Fleck kann sich nicht so stark ausbreiten. Dasselbe gilt bei Verletzungen der Gelenke beim Sport. Je schneller man kühlt, desto geringer fällt der Schaden aus. Wenn nach dem Bluterguss Schmerzen auftreten, kann mit diversen Schmerzsalben behandelt werden, um sie zu lindern.

Normalerweise heilt ein Bluterguss innerhalb von zwei bis drei Wochen ab. Wird ein Bluterguss kühlend behandelt wird der Schmerz und die Ausbreitung eingedämmt. Dieser Effekt ist durch ein Zusammenziehen der Blutgefässe bei Kälte begründet, da dabei weniger Blut austreten kann.

Während der Heilung verändert ein Blutergüsse öfter seine Farbe, da die Blutrückstände vom Körper abgebaut werden.

Folgende farbliche Phasen sind dabei zu nennen:

  • Rot: kleine Gefäße platzen auf, Blut tritt ins Gewebe
  • Dunkelrot bis Blau: Blut gerinnt
  • Braun bis Schwarz: Abbau des Hämoglobins zu Gallenfarbstoff
  • Dunkelgrün: Abbau des Hämoglobins zu Gallenfarbstoff
  • Gelb bis Braun: Abbau des Hämoglobins zu Gallenfarbstoff

Gefährlich wird ein Bluterguss, wenn er im Bereich des Gehirns auftritt oder der betroffene Mensch unter der Bluterkrankheit leidet. In diesem Fall muss der Patient sofort zur Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert werden - ansonsten kann er verbluten oder schwerwiegende Folgeerscheinungen erleiden.

Rezeptfreie Medikamente gegen Bluterguss

Hier Informieren:


Vorbeugung von Bluterguss

Einem Bluterguss kann man vorbeugen, indem man sich im beruflichen und privaten Umfeld an einfache Sicherheitsregeln hält. Das gilt besonders beim Sport oder in anderen Situationen, in denen es leicht zu Verletzungen und einem Bluterguss kommen kann. Wenn es doch zur Verletzung kommt, kann man wenigstens versuchen, durch Kühlung einem großen Bluterguss vorzubeugen.

Wenn man schnell genug eingreift, kann man unter Umständen sogar die Entstehung eines sichtbaren blauen Flecks verhindern. Besondere Vorsicht ist bei Blutern oder Patienten geboten, die blutverdünnende Medikamente einnehmen müssen. Sie sollten nach Möglichkeit Situationen meiden, in denen es zum Bluterguss kommen kann.

Hausmittel und Kräuter gegen Bluterguss

  • Ein Bad mit Arnika hilft bei Verletzungen, Prellungen, Blutergüssen, Quetschungen, ist kreislaufanregend und gibt ein frisches Aussehen. Für ein Vollbad benötigt man drei Esslöffel Arnikaessenz.

Bücher über Blutergüsse

Weitere Infos

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Blutergüsse?

Name oder Pseudonym:
E-Mail:
(optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)
Kommentar:
(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)
Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?

Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Bilbo kommentierte am 05.03.2012 um 19:03 Uhr

Ich hab da mal eine Frage! Ich bin gerade im Bad gewesen, um das zu erledigen was man da so macht. Und danach, beim Händewaschen, entdecke ich unter meinem Auge einen erbsengroßen Bluterguss, ohne dass ich mich verletzt habe. Wie geht sowas?

bene kommentierte am 18.05.2012 um 06:33 Uhr

Ich hatte gestern einen spontanen Bluterguss an der rechten Wad. Grösse ca. 8x4 cm, hab das auch ab und zu an der Innenseite der Fingergelenke. Ich nehme an, dass eine Ader geplatzt ist. Was kann da die Ursache sein? Ein Mangel? Was empfehlen Sie?

Timilinchen kommentierte am 24.11.2012 um 17:00 Uhr

Wenn mein Hausarzt bei mir Blutdruck messen will, ist das sehr schmerzhaft. Die Schmerzen sind beim Aufpumpen der Manschette sehr schmerzhaft und kaum zu ertragen. Nachdem die Messung beendet ist, kann ich zusehen, wie an der Stelle der Bluterguss kommt. Dann habe ich ungefär zwei Wochen die Schmerzen.

Gabriele kommentierte am 25.11.2012 um 10:51 Uhr

Bekomme auch öfter mal Hämatome, weiß aber meistens genau, dass ich mich nicht gestoßen habe! Was ist denn da die Ursache und was kann ich dagegen tun? Bin im großen und ganzen eigentlich gesund. Danke schon im Voraus für die Mühe. Gruß, Gabi.

Hämothom kommentierte am 16.01.2013 um 20:54 Uhr

Mein Sohn ist 2 Tage alt und hat eine ziemlich dicke Beule, die sehr weich ist wie Pudding. Die Ärzte im Krankenhaus meinten, es sei nichts Schlimmes und es würde weggehen. Was kann das sein? Können Sie mir helfen?

Stern kommentierte am 28.03.2013 um 17:20 Uhr

Vor einer Woche hatte ich eine Gallenblasen-OP. Lap. Vier Schnitte und erstmal 4 riesengroße Blutergüsse. Jetzt zieht es sich über den ganzen Unterleib. Eine Schamlippe ist auch schon ganz schwarz und es tut weh. Was kann ich tun?

Dietmar kommentierte am 27.08.2013 um 08:39 Uhr

Ich habe 3 Tage nach einer Darmgrippe mit Erbrechen Hämatome am rechten Auge, oben, neben der Nase und in der rechten Armbeuge (nadelstichgroß) bekommen. Zudem habe ich starke Schmerzen am Hinterkopf und in der Hüfte und leide an Appetitlosigkeit.

Eventus kommentierte am 15.04.2014 um 10:25 Uhr

Ich habe bei der alltäglichen Körperpflege einen Bluterguss am linken Knöchel festgestellt. Ich kann mich aber nicht daran erinnern, mich irgendwo gestoßen zu haben.
Ich zeigte es meiner Mutter und die meinte, es könnte mit dem Zucker zu tun haben. Kann das sein?