Salbei

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 13. Dezember 2016
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Salbei (lat. Salvia) gehört zu den Lippenblütlern und ist mit fast 1.100 Arten auf der ganzen Welt verbreitet. Die meisten Menschen kennen Salbei aus der Zahnpasta-Werbung oder von Salbei-Bonbons gegen Heiserkeit und Halsschmerzen.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau von Salbei

Bei Salbei handelt es sich um ein- bzw. mehrjährige Pflanzen, die eigentlich aus dem Mittelmeerraum stammen. Ihr Wuchs ist stark buschig.

Doch auch bei uns fühlt sich Salbei inzwischen heimisch. Salbei bevorzugt einen sonnigen Standort mit durchlässigem, kalkhaltigem Boden. Charakteristisch ist der aromatische Duft, den die Blätter verströmen. Die Haupternte von Salbei erfolgt, bevor die Pflanze anfängt zu blühen.

Da Salbei wie alle Kräuter licht- und wärmeempfindlich ist, sollte Salbei trocknen und luftig gelagert werden. Entweder zu Büscheln binden und aufhängen oder am Ofen bei rund 40 Grad Celsius trocknen lassen. Die Ernte an sonnigen Tagen sowie am späten Nachmittag garantiert den höchsten Gehalt an ätherischen Ölen des Salbeis.

Wirkung & Anwendung

Bereits der lateinische Name deutet auf die Verwendung von Salbei hin: Salvia stammt vom lateinischen "salvare" ab und bedeutet "heilen". Salbei ist also ein Heilpflanze. Ihre entzündungshemmenden, keimtötenden und schmerzstillenden Fähigkeiten sind bestätigt.

Auch beim Senken des Blutzuckerspiegels spielt Salbei eine Rolle sowie als krampflösendes Mittel. Über alle diese Fähigkeiten wussten bereits die Menschen im Altertum Bescheid. Doch erst Mönche brachten im Mittelalter den Salbei über die Alpen und damit nach Deutschland. Der Echte Salbei dient somit bereits seit Jahrhunderten als Heilmittel, findet aber auch als Küchengewürz seine Anwendung.

Aufgrund seiner starken Würzkraft sollte Salbei allerdings nur sehr sparsam in der Küche verwendet werden. Das Aroma entfaltet sich, wenn Salbei bei Fleischgerichten mitgebraten wird. Beliebt ist Salbei auch bei Innereien, zu Fisch, zum Einlegen von Gurken und zu Salaten und sauren Suppen. Nicht wenige Verbraucher mögen Salbei auch auf Pizza und Pasta.

Charakteristisch ist der aromatische Duft, den die Blätter verströmen.

Die Verwendung von Salbei als Heilmittel ist vielfältig. An erster Stelle steht dabei die Verarbeitung von Salbei zu Tee. Dieser Tee kann innerlich eingenommen werden. Aber auch äußerliche Anwendungen finden statt, z.B. bei schlecht schließenden Wunden. Bei unreiner Haut können Dampfbäder und Kompressen aus Salbei helfen. Die Kosmetik benutzt Salbei für Zahnpasten und Mundwasser, um das Aroma zu verfeinern. Bei eiternden, nässenden Hauterkrankungen oder bei Frauen mit Menstruationsbeschwerden empfehlen sich Bäder mit Salbei.

Bedeutung für die Gesundheit

Die Bedeutung von Salbei in der Heilkunde ist sehr groß. Manche bezeichnen Salbei sogar als Allheilmittel. Aufgrund seiner zusammenziehenden, desinfizierenden Wirkung kommt Salbei in vielen Bereichen zum Einsatz. Bekannt ist Salbei insbesondere in Form von Tee bei Halsschmerzen und auch bei allen möglichen Halsentzündungen.

Eine weitere innerliche Anwendung findet Salbeitee auch bei Kehlkopfentzündung, Husten und generellen Erkältungssymptomen. Sänger trinken Salbeitee bei Heiserkeit. Salbei unterstützt auch die Verdauung. Hierbei wird der Magen gestärkt und der Stoffwechsel wird angeregt. Damit wird der Abbau von Übergewicht unterstützt. Eine schweißhemmende Wirkung wird Salbei ebenfalls nachgesagt. Davon profitieren insbesondere Frauen in den Wechseljahren, die nicht selten unter starkem Schwitzen leiden.

Eine große Rolle spielt Salbei auch bei stillenden Müttern. Salbei dämmt die Milchproduktion ein - dies ist wichtig beim Abstillen und bei Verhinderung eines Milchstaus. Äußerlich angewendet, hilft Salbei bei Geschwüren, Ekzemen und schlecht heilenden Wunden. Probleme bei Insektenstichen können gelindert werden ebenso wie rheumatische Schmerzen. Salbeiweine helfen bei Diabetes und bei nervösen Erschöpfungszuständen. Rechtzeitig eingesetzt, kann Salbei sogar chemische Medikamente überflüssig machen.

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