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Rheuma

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Peter Hoffmann (Facharzt für Allgemeinmedizin)

Rheuma, Rheumatoide Arthritis oder chronische Polyarthritis sind Begriffe für eine rheumatische Krankheit. Rheuma lässt sich zudem in entzündliche und degenerative rheumatische Erkrankungen untergliedern.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Rheuma?

Rheuma ist der Oberbegriff für eine Vielzahl von schmerzhaften Zuständen des Stütz- und Bewegungsapparates. Nicht immer sind nur die Knochen betroffen, sondern auch das Bindegewebe an und in den Gelenken. Rheuma, welches sich am Bindegewebe abspielt wird zu den Kollagenosen (Bindegewebserkrankungen) gezählt. Kollagen ist ein eiweissartiger Bestandteil des Bindegewebes.

Kollagenes Bindegewebe ist in der Haut, in Knochen, Sehnen, Knorpel, Muskeln und Blutgefäßen vorhanden. Kollagen gibt anderen Strukturen des Körpers Festigkeit und Halt. Degenerative Gelenkerkrankungen, wie z.B. die Arthrose zählen zu den rheumatischen Erkrankungen. Dank moderner medizinischer Diagnostik kann man heute die ca. 200 verschiedenen Rheumaerkrankungen besser diagnostizieren, wenn auch noch nicht gänzlich heilen.

Ursachen für Rheuma

Für die Erkrankung Rheuma gibt es eine Vielzahl von Ursachen. An erster Stelle steht ein fehlgesteuertes Immunsystem (Autoimmunerkrankung). Das Immunsystem erkennt manche körpereigenen Strukturen als Fremdkörper an und versucht so diese zu bekämpfen, was Entzündungsreaktionen zur Folge hat. Heute lassen sich die Autoantikörper labortechnisch sehr gut differenzieren, so dass eine Früherkennung möglich ist.

Die Autoimmunerkrankung Rheuma hat eine familiäre Komponente, d.h. in manchen Familien kommen rheumatische Erkrankungen gehäuft vor. Infektionen mit Streptokokken, Borrelien, Chlamydien oder Einwirkungen von Feuchtigkeit, Kälte oder Giftstoffen können Rheuma auslösen. Die Schuppenflechte kann die Gelenke und/oder die Wirbelsäule zusätzlich befallen. Das Auftreten von Rheuma ist an bestimmte Vorgänge im Blut gebunden. Man nimmt an, dass eine besondere Form von Allergie vorliegt. Diese bewirkt eine Sensibilisierung der Gelenkflächen.

Das menschliche Immunsystem kann diese dann als fremdes Gewebe erkennen und reagieren. Rheuma heißt übersetzt "fließen, strömen, reißen". Und genau so schildern Betroffene die Schmerzen bei Rheuma.

Typische Symptome und Anzeichen bei Rheuma

Krankheitsverlauf Rheuma

Infogramm zu den Schmerzregionen und den betroffenen Gelenken bei rheumatoider Arthritis. Bild anklicken, um zu vergrößern.

Rheuma als Erkrankung hat im Verlauf viele Gesichter. Sie kann akut, in Schüben oder chronisch verlaufen. Rheuma macht sich bemerkbar durch Druckempfindlichkeit, Schmerzhaftigkeit und Steifheit der Muskeln und Gelenke. Viele Betroffenen klagen im Anfangsstadium über Müdigkeit und morgendliche Steifheit des gesamten Bewegungsapparates. In diesem Stadium lassen sich nur leichte Veränderungen im Blutbild erkennen.

Sind einige Gelenke dann in der akuten Phase geschwollen, entzündet und sehr schmerzhaft, bleiben Deformationen (sichtbare Veränderungen) zurück. Einige Rheumaerkrankungen aus dem Bereich der Kollagenosen haben in Ihrem Krankheitsbild Abgeschlagenheit, Fieber, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust als Begleitsymptome.

Rheuma kann aber auch mehrere Jahre ohne Erkrankungsanzeichen und somit auch ohne Beeinträchtigung des Alltags ablaufen.

Behandlung und Therapie von Rheuma

Die Behandlungsmöglichkeiten für Rheuma sind dank der Forschung sehr vielfältig geworden und speziell auf die einzelnen rheumatischen Erkrankungen besser einsetzbar. Trotz allem steht im Akutfall Cortison (Kortison) als Medikament an erster Stelle. Cortison lässt die Entzündung abklingen. Der chronische Verlauf von Rheuma spricht ebenfalls sehr gut auf Cortison an. Mittlerweile gibt es neuartige Cortisonpräparate, die mit Ihre Wirkung in der Nacht einsetzen, so dass die morgendliche Steifheit geringer ausfällt.

Bringt Cortison nicht die erhoffte Linderung, so kommen Immunsuppressiva zum Einsatz. Dies sind Medikamente, die die natürliche Abwehrreaktion des Körpers gegen das eigene Gewebe hemmen. Durch den Einsatz von Immunsuppressiva kann die Cortisongabe verringert werden. Jeder Rheumatiker sollte zusätzlich seine Ernährung auf die Erkrankung umstellen. Da Cortison die Knochen entkalkt, sollte eine ausreichende Calciumzufuhr nicht fehlen. Ommega-3-Fettsäuren und Vitamin E haben eine positive Wirkung auf Rheuma. Spaziergänge, Schwimmen und Krankengymnastik lindern Schmerzen bei Rheuma.

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Weitere Infos

Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2013; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2013, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.

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