Leinsamen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 2. Dezember 2016
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Schon in den ältesten Kulturen der Welt war der Lein und damit auch die Leinsamen bekannt. Die Heilpflanze kommt zwar überall auf der Welt vor, doch es ist bis heute unbekannt, woher sie eigentlich stammt.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau von Leinsamen

Um 5000 v. Chr. waren die Leinsamen bereits nachweislich bekannt. Die ersten Leinenstoffe entstanden dadurch, dass die Bauern aus der Rinde der Stängel Flachsfasern gewannen und diese weiterverarbeiteten.

Bis der Leinenstoff im 18. Jahrhundert durch Baumwolle und synthetische Fasern ersetzt wurde, war die Leinpflanze der wichtigste Textilrohstoff.

Leinsamen und Leinöl wurden bereits im antiken Griechenland bei verschiedenen Leiden angewandt. Und im Mittelalter benutzte man diese Heilpflanze, um Umschläge zu machen. Aus den Leinsamen kann man zum Beispiel Breiumschläge herstellen, die bei leichten Entzündungen der Haut helfen.

Wirkung & Anwendung

Die heutzutage bekannteste Verwendung der Leinsamen ist bei den meisten Menschen als natürliches Abführmittel bekannt. Die Verdauung wird durch Leinsamen in Gang gesetzt, denn sie quellen im Darm auf. Die Leinsamen enthalten zwischen drei und 19 Prozent Schleime. Diese sind zusammengesetzt aus Kohlenhydraten, Ballaststoffen und verschiedenen Zuckerarten, die wiederum Bestandteile pflanzlicher Gelierstoffe sind. Außerdem enthalten die Leinsamen in etwa 25 Prozent Proteine.

Ein weiterer Baustein der Leinsamen ist das 30 bis 45 Prozent fette Öl. In der Zusammensetzung des Öls ist auch Linolensäure enthalten, die zu den Omega-3-Fettsäuren zählt. Diese Schleimstoffe befinden sich in den äußeren Schicht der Schalen der Leinsamen und sie sind es die im Dickdarm mithilfe von Wasser aufquellen. Aufgrund dessen nimmt das Darmvolumen zu und auf diese Weise wird die Verdauungstätigkeit angeregt. Der Darminhalt wird schneller und leichter transportiert, weil die Schleime und die Öle einen Schmiereffekt auslösen.

Leinsamen und Leinöl wurden bereits im antiken Griechenland bei verschiedenen Leiden angewandt.

Das beste Ergebnis erzielt man mit den geschroteten Leinsamen, denn beim Zerkleinern wird das fette Öl freigesetzt. Damit die freigesetzten Fettsäuren nicht schnell ranzig werden, sollten die geschroteten Leinsamen kühl und nur für kurze Zeit zu Hause gelagert werden. Weil das Öl sehr energiereich ist, dürfen übergewichtige Personen nur selten Leinsamen zu sich nehmen. Mittlerweile ist auch bekannt, dass Leinsamen eine vorbeugende Wirkung in Bezug auf Prostata-, Dickdarm- und Brustkrebs haben. Das liegt unter anderem an den Omega-3-Fettsäuren im Öl. Diese beugen außerdem bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor und helfen, wenn man unter einem Reizdarm leidet.

Bedeutung für die Gesundheit

Ganz wichtig ist, dass die bei der Aufnahme von Leinsamen ganz viel getrunken wird, damit sich die Wirkung frei entfalten kann. Andernfalls kann es passieren, dass die aufgequollenen Schleimstoffe sich an der Darmwand festkleben.

Schlimmstenfalls führt das zu einem Darmverschluss. Bis sich die Unterstützung der Darmtätigkeit bemerkbar macht, kann es einige Tage dauern. Zu beachten ist, dass die Leinsamen nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln eingenommen werden sollten, damit man ausschließen kann, dass sich die heilenden Wirkungen nicht gegenseitig behindern. Es sollte genügend Zeit dazwischen liegen.

Ein ganz geringer Anteil der Bestandteile der Leinsamen lässt im Körper Blausäure entstehen. Doch dies ist gänzlich ungefährlich, denn die Blausäure wird vom Körper problemlos abgebaut.

Es gibt allerdings einige Personengruppen, denen der Verzehr von Leinsamen dringend abzuraten ist. Das sind Menschen, die unter einer Verengung der Speiseröhre oder des Mageneinganges leiden. Auch bei akuten Entzündungen im Magen-Darm-Bereich sollte man Leinsamen vermeiden. Ebenso ist es bei einem Darmverschluss.

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