Vitamin E

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 23. Dezember 2016
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Als Vitamin E wird eine Gruppe von Substanzen bezeichnet, die in der Fachsprache auch Tocopherole (aus den griechischen Worten für 'Geburt' und 'bringen') heißen.

Inhaltsverzeichnis

Wirkungsweise von Vitamin E

Der Begriff Vitamin E umfasst 16 verschiedene fettlösliche Substanzen, von denen besonders vier für den menschlichen Organismus von Bedeutung sind.

Vitamin E hat antioxidative Eigenschaften: Es bindet freie Radikale (aggressive Sauerstoffmoleküle) im Körper, die mit verantwortlich sind für Alterungsprozesse, Mangelerscheinungen und verschiedene Erkrankungen.

Gebildet werden kann natürliches Vitamin E lediglich von photosynthetischen Pflanzen - allerdings ist es durch Nahrungsaufnahme auch in den Membranen der meisten Lebewesen enthalten. Gespeichert wird Vitamin E vor allem in Leber und Fettgewebe - so kann der Körper Depots bilden, die in Zeiten geringer Vitamin E-Zufuhr genutzt werden.

Bedeutung

Vitamin E ist vor allem enthalten in pflanzlichen Ölen auf der Basis ungesättigter Fettsäuren. Auch in Haselnüssen, Mandeln und Gemüse findet sich Vitamin E. Ein Beispiel für tierische Lebensmittel mit Vitamin E-Anteil ist Butter.

Die Eigenschaft von Vitamin E, freie Radikale zu binden - welche beispielsweise durch Rauchen, Sonneneinstrahlung oder Stress gebildet werden - kann dazu beitragen, entsprechende Folgeerkrankungen wie Herz- oder Krebserkrankungen zu hemmen. Im gesunden Organismus werden freie Radikale in der Regel durch körpereigene Substanzen unschädlich gemacht. Diese Fähigkeit kann unter anderem bei Vorliegen verschiedener chronischer Erkrankungen eingeschränkt sein.

Beispielsweise kann dies der Fall sein bei Menschen mit Diabetes mellitus oder Fettstoffwechselstörungen, aber auch bei Personen, die chronischem Stress ausgesetzt sind. Hier ist daher eine ausreichende Vitamin E-Versorgung besonders wichtig.

Neben einer schützenden Funktion auf ungesättigte Fettsäuren wird Vitamin E ein positiver Einfluss auf die Funktionen der Keimdrüsen des Körpers zugeschrieben. Darum wird das Vitamin auch als Antisterilitätsvitamin bezeichnet.

Weiterhin hat Vitamin E positive Auswirkungen auf die körpereigenen Abwehrkräfte und kann so dazu beitragen, Risiken für Gefäßablagerungen und einer eventuell folgenden Arteriosklerose zu verringern. Positive Ergebnisse durch Vitamin E-Gaben fanden sich außerdem bei der unterstützenden Behandlung der Hauterkrankung Neurodermitis. Auch in Hautpflegeprodukten findet sich Vitamin E wieder. Hierbei wird angenommen, dass sich das von der Haut aufgenommene Vitamin schützend auf die Zellmembranen auswirkt.

Schließlich ist auch im Breiten- oder Leistungssport eine ausreichende Vitamin E-Versorgung wichtig: Neben den gesundheitsfördernden Aspekten von Sport können sich während des Sporttreibens im Körper nämlich freie Radikale bilden, die durch Vitamin E sozusagen abgefangen werden können. Aufgrund seiner Eigenschaften wird Vitamin E gelegentlich auch als Fitmacher-Vitamin bezeichnet.

Vorkommen in Lebensmitteln

Vitamin E ist vor allem enthalten in pflanzlichen Ölen auf der Basis ungesättigter Fettsäuren; hierzu zählen beispielsweise Sonnenblumen- oder Maiskernöl, aber auch Margarine. Auch in Haselnüssen, Mandeln und Gemüse findet sich Vitamin E. Ein Beispiel für tierische Lebensmittel mit Vitamin E-Anteil ist Butter.

Vitamin E ist hitzebeständig bis zu Temperaturen von circa 130° Celsius - mit Wasser gekochte Lebensmittel zeigen also keinen Verlust an Vitamin E. Bei Backvorgängen sollte darauf geachtet werden, dass beispielsweise Bratöle die kritische Temperaturgrenze nicht überschreiten. Nach Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) liegt die ausreichende Versorgung eines gesunden Erwachsenen mit Vitamin E bei circa 12 Milligramm täglich; schwangere Frauen zeigen dabei meist einen erhöhten Bedarf.

Bei gesunder Ernährung ist der körpereigene Vitamin E-Bedarf in der Regel ausreichend abgedeckt. Neben natürlichem Vitamin E kann dem Körper auch Vitamin E in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zugeführt werden. Statistiken zufolge nehmen nur circa 50 Prozent der Deutschen ausreichend Vitamin E über die Nahrung auf.

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