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Durchfall

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. März 2014
Symptomat.deSymptome Durchfall

Durchfall, medizinisch auch die Diarrhoe oder Diarrhö, ist der öfter, als dreimalige Stuhlgang am Tag, wobei der Stuhl ungeformt ist und bei Erwachsenen ein Gewicht von 250 g pro Tag überschritten wird.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Durchfall?

Durchfall ist in der Regel ein unbeherrschbarer Stuhldrang, der für den Betroffenen selbst oft das alleinige- oder Hauptproblem darstellt. Je nach Ursache kann der Stuhl dabei Schleim, Eiter oder Blut enthalten.

Häufige Darmentleerungen bei funktionellen Darmbeschwerden bei normalem Stuhlgewicht oder eine Stuhlinkontinenz sind somit im medizinischen Sinn nicht als Durchfall zu bezeichnen. Ein Durchfall von mehr als zwei Wochen Dauer wird als „chronisch“ bezeichnet.

Der Durchfall wird in der medizinischen Fachsprache auch als Diarrhöe bezeichnet und ist eine Erkrankung des Magen-Darm-Traktes. Von Durchfall spricht man immer dann, wenn mehr als drei Stuhlentleerungen pro Tag nötig sind. Dabei ist der Stuhlgang häufig nicht fest, sondern vielmehr flüssig, der Wassergehalt beträgt mehrt als 75 Prozent. Auch ist die Stuhlmenge deutlich erhöht; von Durchfall spricht man also auch, wenn diese Menge mehr als 250 Gramm pro Tag beträgt.

Weiterhin unterscheidet man einen akuten Durchfall, der plötzlich auftaucht und einen chronischen Durchfall, welcher in regelmäßigen Abständen immer wieder auftritt. Häufig ist diese Erkrankung begleitet von zahlreichen anderen Symptomen wie Bauchschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen.

Man unterscheidet außerdem zwischen Dünndarm- und Dickdarmdurchfall. Beim Dünndarmdurchfall ist der Stuhl oftmals wässrig, voluminös, enthält weder Blut noch Schleim. Eventuell werden Nahrungsbestandteile unverdaut ausgeschieden. Bei der Dickdarmdiarrhoe kommt es häufig zu verhältnismäßig kleinen Mengen Stuhl, die oft Blut und Schleim enthalten.

Ursachen für Durchfall

Die Ursachen für den Durchfall sind vielfältig. Häufig spielt die Psyche eine ganz entscheidende Rolle. Vor einer stressigen Situation wie beispielsweise einer Prüfung leiden viele Menschen an Durchfall. Meist wird diese Erkrankung jedoch durch eine andere Infektionskrankheit ausgelöst.

Bakterien, Salmonellen oder auch Viren sind hier die am häufigsten vorkommenden Erreger. Bei Lebensmittelvergiftungen oder Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln kommt Durchfall ebenfalls oft vor. Darüber hinaus kann eine Überfunktion der Schilddrüse der Grund für diese unangenehme Erkrankung sein. Bei einigen Medikamenten wie beispielsweise Antibiotika tritt der Durchfall zudem als Nebenwirkung auf.

Auch das sogenannte Reizdarmsyndrom führt nicht selten zu Durchfall. Schlimmstenfalls aber sind bösartige Tumoren im Darm der Grund für diese Erkrankung. In den meisten Fällen jedoch ist die Ursache für den Durchfall harmlos und dieser verschwindet innerhalb weniger Tage von selbst wieder.

Akute Durchfallerkrankungen sind in aller der Regel durch Infektionen – verantwortlich für mehr als 90 % aller akuten Diarrhoen – oder durch Lebensmittelvergiftung mit Bakterientoxinen bedingt. Jedes Jahr erkrankt fast ein Drittel der Bevölkerung einmal an Durchfall, ohne medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Die Ursachen des chronischen Durchfalls können harmlos bis gefährlich sein: Stress, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Fehlernährung, übermäßiger Gebrauch von Abführmitteln, Funktionsstörungen der Bauchspeicheldrüse, der Leber oder der Gallenblase, chronische Darminfektionen, Parasitosen, nichtinfektionsbedingte Entzündungen wie Zöliakie, Morbus Crohn usw.

Krankheiten mit Durchfall

Behandlung und Therapie von Durchfall

Durchfall

Hält der Durchfall längere Zeit an, sollte man vorsichtshalber einen Arzt aufsuchen, damit dieser die Ursachen herausfindet und schlimmere Erkrankungen ausschließen kann. Bei Blut im Stuhl sollte grundsätzlich immer ein Arzt konsultiert werden. Der Arzt wird den Patienten zunächst zu seinen Lebens- und vor allem Essgewohnheiten befragen und dann den Bauch abtasten.

Auch eine Untersuchung des Enddarms mit dem Finger ist in vielen Fällen sinnvoll, dies nennt man auch rektale Untersuchung. Meist wird zudem eine Stuhlprobe im Labor abgegeben, diese spürt mögliche Viren oder Bakterien meist schnell auf. Eine Darmspiegelung oder eine Röntgenuntersuchung des Darms können sinnvoll sein, wenn vorgenannte Untersuchungen keine eindeutigen Ergebnisse erzielt haben.

Auch ein Test auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit kann bei der Ursachenfindung helfen. Erste Maßnahme bei Durchfall wird es sein, den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust auszugleichen. Dies kann alleine durch viel Trinken möglich sein, häufig wird jedoch auch eine Infusion gelegt, welche dem Körper Elektrolyte zuführt. Medikamente gegen Durchfall gibt es einige, jedoch sind diese nicht immer sinnvoll.

Gegen die häufige Begleiterscheinung Bauchkrämpfe jedoch sollten krampflösende Mittel eingenommen werden. Säuglinge, Kinder und ältere Menschen sollten bei starkem Durchfall umgehend einen Arzt aufsuchen. Wichtig ist immer der Ausgleich des Verlustes von Flüssigkeit und Salzen, da beides nur noch verringert über den Darm aufgenommen wird. Schwitzen durch Fieber oder Erbrechen verstärkt dieses Problem noch.

Bei einer Durchfallerkrankung über mehrere Tage muss in jedem Fall die Ursache durch Konsultation eines Arztes abgeklärt werden. Einige Ernährungsberater empfehlen 1 Liter abgekochtes Wasser mit einem halben Teelöffel Speisesalz und fünf Teelöffeln Traubenzucker zu mischen, wobei aus geschmacklicken Gründen zum Beispiel etwas Fruchtsaft hinzugefügt werden kann.

Rezeptfreie Medikamente gegen Durchfall

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Vorbeugung von Durchfall

Um Durchfall vorzubeugen, sollte man auf seine Ernährung achten. Vor allem im Sommer sollte man vorsichtig mit rohen Eiern sein, da diese Salmonellen enthalten können. Ungewaschenes Obst und Gemüse kann diese Krankheit ebenso begünstigen wie viel Hefe.

Vorsicht ist bei Reisen in fremde Länder geboten, da hier besonders häufig Durchfall auftritt. Ganz wichtig ist es, vor einer solchen Reise die notwendigen Schutzimpfungen gegen Cholera und Typhus vornehmen zu lassen. Da einige Arten des Durchfalls ansteckend sind, ist es zudem wichtig, auf eine ausreichende Hygiene zu achten.

Hausmittel und Kräuter gegen Durchfall

  • Eichenrinde in kleinen Mengen eingenommen, ist sehr wirksam bei Durchfall und Darmblutungen.
  • Bei Durchfall darf für mindestens 24 Stunden keine Nahrung zu sich genommen werden. Erlaubt sind nur Kamillen- oder Pfefferminztee, ungesüßt in kleinen Schlucken getrunken. Unmittelbar im Anschluss für einen Tag nur mit Schale geriebene Äpfel essen, danach mit Kartoffelbrei und Vollkornbrei beginnen. Als Tee hilft folgende Mischung: 1 Esslöffel mit einem Gemisch zu gleichen Teilen von Kamille, Eichenrinde, Salbei und Enzianwurzel mit einer Tasse Wasser kurz aufkochen, durchsieben und warm trinken. Nicht weniger als 3 Tassen täglich trinken.
  • Bei Durchfall stellen sie sich eine Mischung aus Kamille, Eichenrinde, Salbei und Enzianwurzeln (zu gleichen Teilen) her und kochen diese Mischung kurz auf (ein Esslöffel auf eine Tasse Wasser). Dann durch ein Sieb gießen und warm trinken. Trinken sie mehrere Tassen pro Tag.

Bücher über Durchfall

Dr. Nonnenmacher zum Thema Durchfall

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Heidrun kommentierte am 30.07.2011 um 16:17 Uhr

Ich habe auch noch ein paar Tipps gegen Durchfall, die ich hier gern weitergeben möchte. Man sollte bei Durchfall zunächst nur klare Suppe essen, also Nahrungsmittel ohne feste Bestandteile. Vor allem auf ballaststoffreiche Lebensmittel sollte bei Durchfall verzichtet werden. Dazu gehören Vollkornbrot und Kohl.