Magenschmerzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 30. Oktober 2016
Symptomat.deSymptome Magenschmerzen

Als Magenschmerzen bezeichnet man allgemein verschiedene Arten von Beschwerden und Schmerzen im Magen- und Darmbereich. Der medizinische Begriff für Magenschmerzen ist Gastralgie. Neben den Magenschmerzen leiden Betroffene aber auch häufig an Bauchschmerzen oder Unterleibsschmerzen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Magenschmerzen?

Magenschmerzen ist ein Symptom, welches den meisten Menschen seit ihrer Kindheit bekannt ist. Dabei gehen die Schmerzen, wie der Name es selbst treffend ausdrückt, vom Magen- bzw. von der Bauchregion aus.

Nicht immer muss hinter Magenschmerzen gleich eine schwere Krankheit stecken. Meist sind Magenschmerzen ziemlich harmlos und vergehen nach kurzer Zeit wieder. Oft sind Magenschmerzen von Durchfall, Erbrechen und Übelkeit begleitet.

Magenschmerzen fühlen sich zumeist brennend, stechend oder scharf an. Bauch- und Magenschmerzen können dabei nur kurz oder über eine längere Zeit hinweg auftreten.

Magenschmerzen können auch in Form von Magenkrämpfen auftreten, bei denen die Magenschmerzen dann zyklisch und in kurzer Zeit vermehrt auftreten. Magenschmerzen fühlen sich zumeist brennend, stechend oder scharf an. Bauch- und Magenschmerzen können dabei nur kurz oder über eine längere Zeit hinweg auftreten.

Magenschmerzen lassen sich nach ihrer Zone hin lokal einordnen. So gesehen gibt es dann Magenschmerzen im Oberbauch, im Unterbauch sowie links und rechts. Angemerkt sei, dass Magenschmerzen nicht zwangsweise im Magen selbst entstehen müssen. Auch andere Organe können dafür verantwortlich sein, sodass der Schmerzreiz dann in die Bauch- bzw. Magenregion hin ausstrahlt. Mögliche Organe hierfür wären zumeist der Darm, die Bauchspeicheldrüse und seltener auch das Herz.

Ursachen

Da Magenschmerzen häufig bei und mit den verschiedensten Krankheiten auftreten, sind auch ihre Ursachen ebenso zahlreich.

Meistens sind Magenschmerzen aber eher harmlos in Folge einer Magenverstimmung anzusehen.

Wie bereits erwähnt können auch Störungen anderer Organe, wie Bauchspeicheldrüse, Darm und Herz für die Magenschmerzen als Ursache in Betracht kommen. Eine Liste mit möglichen Krankheiten als Ursache findet sich weiter unten.

Andere Ursachen für Magenschmerzen sind auch: Rauchen, Sodbrennen, Magengeschwür, Medikamente, zu viel Alkohol, Vergiftung (z.B. Pilzvergiftung), Stress, Essstörungen, psychosomatische Probleme, zu viel Nahrung im Magen und Autoimmunkrankheiten.

Krankheiten

Diagnose & Verlauf

Magenschmerzen, auch Gastralgie genannt, sind keine eigenständige Krankheit, können aber variantenreich und vielgestaltig auftreten und lassen sich erst nach einem ausführlichen Gespräch mit dem betroffenen Patienten korrekt einordnen.

Dazu muss der Arzt einige Fragen zu den möglichen Vorerkrankungen, Lebensumständen oder der Dauer und dem genauen Ort der Magenschmerzen stellen. Die Physis des Patienten muss ebenfalls untersucht werden. Dies geschieht mit Blut- und Ultraschalluntersuchungen sowie Magenspiegelungen.

Magenschmerzen äußern sich auf verschiedene Art. Ein Ziehen, Drücken oder Stechen in der Bauchregion kann ebenso vorkommen wie Krämpfe, die in bestimmten Intervallen auftreten. Verstopfung, Erbrechen oder Durchfall können die Magenschmerzen begleiten und auf eine ernstere Krankheit hinweisen.

Diagnosedaten & Häufigkeit

Relative Häufigkeit je 100.000 Einwohner pro Bundesland (ICD-10: R10.1 Schmerzen im Bereich des Oberbauches) (2012)
Quelle: GBE des Bundes (Diagnosedaten der Krankenhäuser)

Behandlung & Therapie

Da die Magenschmerzen viele Ursachen haben können, ist der Besuch beim Arzt vorteilhaft. Halten die Schmerzen länger an oder sind sie sehr stark, muss ohnehin sofort ein Arzt aufgesucht werden, da dann eventuell lebensbedrohliche Erkrankungen dahinter stecken können.

Der Arzt wird dann eine genaue Befragung der Magenbeschwerden durchführen. Hierzu zählen dann Fragen wie: Wie lange die Magenschmerzen schon anhalten, wo genau die Schmerzen auftreten und in welcher Intensität, Sind die Magenschmerzen von äußeren oder inneren Faktoren abhängig (z.B. bei bestimmten Speisen oder körperlichen Bewegungen), Welche Medikamente werden genommen, Wird Alkohol gehäuft konsumiert und Gibt es Vorerkrankungen, wie Magengeschwür.

Danach wird der Arzt den betroffenen Patienten ganzheitlich untersuchen. Bauch- und Magengegend wird er mit einem Stethoskop abhören und den Bauch abtasten. Eine Magenspiegelung, Ultraschalluntersuchung und Blutuntersuchung sind nur bei unklarer Anamnese erforderlich oder wenn eine Verdachtsursache genauer untersucht werden muss.

Wird keine krankheitsbedingte Ursache gefunden, so kann zumeist von harmlosen Magenschmerzen ausgegangen werden. Hierbei sollten zur Behandlung und Schmerzlinderung dann Schmerzmittel, wie Analgetika, krampflösende Medikamente wie Spasmolytika und Magensäure-lindernde Mittel vom Arzt verschrieben werden. Weiterhin könnte eine Umstellung der Ernährung, ein Verbot von Alkohol und Tabakprodukten sinnvoll sein. Je nach individueller Symptomatik kann auch eine weitere Behandlung durch Psychotherapeuten durchgeführt werden.

Der Patient kann in Selbstbehandlung oft eine Linderung durch Magen-Darm-Tees, die Kräuter wie Melisse und Kamille enthalten, Wärmflaschen auf dem Bauch und Entspannungsübungen, wie progressive Muskelentspannung und autogenes Training günstig unterstützen.




Vorbeugung

Stress und Nervosität sollten unbedingt vermieden werden. Auch Rauchen und ein starker Alkoholkonsum sollte eingestellt werden. Völlerei und Maßlosigkeit beim Essen führen ebenso oft zu Magenschmerzen und können daher gut vorgebeugt werden.

Viel Bewegung an frischer Luft und in der Natur regt zu einem gesunden und guten Stoffwechsel an, sodass die Chance an Magenschmerzen oder Darmproblemen zu erkrankung minimiert wird. Trinken sie vorbeugend Kräutertees und unterstützen sie ihre allgemeine Stressresistenz und Vitalität durch vorbeugendes autogenes Training oder mit Hilfe progressiver Muskelentspannung.

Hausmittel & Kräuter gegen Magenschmerzen

  • Fenchel hat roh und gedünstet eine günstige Wirkung auf Magen und Darm. Außerdem hat Fenchel einen hohen Vitamin-C-Gehalt.
  • Bei Magenschmerzen, Magenentzündung und Magenkrämpfen ungesüßten Kamillentee trinken. Er hilft auch bei Bauchschmerzen und Blasenschmerzen.
  • Bei Magenschmerzen können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden: eine Tasse Wermuttee trinken und einige Kümmelkörner schlucken. Für einen Tag nur Zwieback essen und Kamillentee trinken und eine heiße Wärmflasche auf den Bauch legen.

Bücher über Magenschmerzen

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Magenschmerzen?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?

Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

king ralf kommentierte am 27.11.2011 um 23:44 Uhr

Erst hatte ich im Bereich der Leber drei Tage lang starke Schmerzen und ab und zu im Bauch. Jetzt sind die Schmerzen nur noch im Bauch, so als wenn ich auf Toilette müsste aber nicht könnte. Was kann das sein? Kann es sein, dass ich mich bei Oralverkehr infiziert habe und jetzt Pilze im magen habe? Bitte helft mir. Ich habe Angst vor einer Magenspieglung.

conga kommentierte am 17.12.2011 um 18:32 Uhr

Meine Schmerzen fingen direkt unter den Rippen an und zogen die ganze rechte Seite hoch bis zur Schulter. Mein Arzt stellte nach gründlicher Untersuchung fest, dass der Auslöser der Magen ist. Die Tabletten die ich bekam habe ich jetzt 2x eingenommen, aber es keine Schmerzmilderung bisher spürbar. Woran liegt es?

Bekannt aus: