Burnout-Syndrom

Das Burnout-Syndrom bezeichnet eine psychische Krankheit, die relativ neu in das Bewusstsein der Medizin ist. Dabei gilt Burnout, wie der englische bereits aussagt, als Ausgebranntheit bzw. als chronischer Erschöpfungszustand.

Inhaltsverzeichnis

Definition Burnout-Syndrom

Das Burnout-Syndrom beschreibt das psychische Ausgebranntsein bzw. chronische Überanstrengung und Überlastung, wodurch der betroffene Patient jegliches Interesse an Beruf und Privatleben verliert und die Leistungsfähigkeit nahezu vollständig verschwunden ist. Es handelt sich dabei um ein Abflauen anfänglich hoher Motivation und Interesse am Beruf, das durch viele Enttäuschungen oder falsche Erwartungen herbeigeführt wird. Die Erkrankung gliedert sich in Phasen und kann schlimmstenfalls im Selbstmord des Patienten enden, wenn sie nicht richtig behandelt wird.

Meist entsteht das Burnout-Syndrom durch langanhaltenden beruflichen Stress, Überlastung und Überarbeitung. Aber auch falsch gesetzte Erwartungen an das Leben und an den Beruf, sowie andere persönliche psychische Probleme können zu einem Burnout führen. Da die Erkrankung nicht selten zu Selbstmordgedanken führt, sollte rechtzeitig ein Arzt aufgesucht werden, um die Krankheit so früh wie möglich zu therapieren.

Ursachen für Burnout-Syndrom

Früher wurde angenommen, das Burnout-Syndrom könne nur Berufsgruppen betreffen, die ein hohes Volumen an Motivation brauchen und vielen Enttäuschungen oder Situationen ausgesetzt sind, denen sie nichts entgegenzusetzen haben. Helfende Berufe wie Ärzte, Krankenpfleger oder Lebensberater erkranken allerdings ebenso wie alle anderen Personen. Die Ursache des Burnout-Syndroms liegt darin, dass der Patient mit extrem hoher Motivation an seinen Beruf herangeht und dabei vergisst, die Enttäuschungen korrekt zu bewältigen. Vor allem Lehrer und Lehrerinnen sind häufig von einem Burnout betroffen, da ihre Erwartungen aus dem Studium nicht selten mit der Realtiät an Schulen kollidieren.

Mit der Zeit wächst dem Patienten der Druck dieser Enttäuschungen allerdings über den Kopf und er verliert die Motivation am Beruf, da seine individuellen Verarbeitungsmechanismen gescheitert oder nicht vorhanden sind. Das Burnout-Syndrom betrifft allerdings auch bestimmte Patienten stärker als andere. Menschen mit bekanntem Helfersyndrom, ADHS oder Neurotizismus gehören zur Risikogruppe und werden in einem herausfordernden Beruf oder einer schwierigen Lebenssituation eher daran erkranken als andere Menschen.

Symptome bei Burnout

In der folgenden werden nur die körperlichen Symptome bei Burnout aufgelistet. Dabei können diese in sehr unterschiedlichen Formen und Intensitäten vorkommen. Neben den körperlichen Symptomen, sind aber auch besonders die psychischen Beschwerden von essentieller Bedeutung zum Erkennen eines 'Burnout-Syndroms. Dazu zählen vor allem ein geringes Selbstvertrauen, allgemeine Unzufriedendenheit am Beruf, ständiges Gefühl von Stress und Traurigkeit. Weiterhin leiden die betroffenen Personen auch an Lustlosigkeit und verlieren ihre Lebensfreude.

Krankheitsverlauf Burnout-Syndrom

Burnout

Symptomatisch für das Burnout-Syndrom ist zunächst eine übersteigerte Motivation, gepaart mit der mangelnden Fähigkeit, Niederlagen als solche zu erkennen und einzusehen. Es gilt bereits als erstes Warnsignal, wenn sich der Patient für den Beruf aufopfert. Zu Beginn der Krankheit fühlt er sich unersetzlich, stellt nahezu perfektionistische Ansprüche an sich selbst und an alle anderen. Der Patient verschreckt mit diesem scheinbar perfektionistischen Verhalten die Kollegen. Weiterhin ist er es davon überzeugt seinen Idealen nachzukommen.

Mit der Zeit nimmt allerdings die Leistungsfähigkeit ab und die Motivation schwindet, es wird nur noch stumpf gearbeitet, ohne sozialen Kontakt zu den Kollegen zu suchen. Vielmehr werden Schuldzuweisungen beobachtet, die eine letzte emotionale Reaktion des Patienten sind. Im weiteren Verlauf des Burnout-Syndroms werden auch die Familie und der Freundeskreis vernachlässigt, der Patient zieht sich zurück und entwickelt Zweifel an seinem bisherigen Leben und seinem Platz darin. Schlussendlich erreicht das Burnout-Syndrom einen Punkt, an dem der Patient arbeitsunfähig wird und schlimmstenfalls sogar suizidgefährdet sein kann.

Behandlung von Burnout-Syndrom

Wichtig für die Behandlung ist zunächst die genaue Kenntnis der Ursachen des Burnout-Syndroms. Einige Patienten erkranken rein berufsbedingt daran, während bei anderen ein anderer psychischer Zustand zugrundeliegt, der die Erkrankung begünstigt hat. Das Burnout-Syndrom im frühen Stadium verbessert sich in manchen Fällen noch spontan durch eine minimale Veränderung. Ein Chefwechsel, ein neuer Arbeitsplatz oder ein Ausgleich zur belastenden Situation können dafür sorgen, dass sich das Burnout-Syndrom zurückbildet.

In den fortgeschrittenen Stadien braucht der Patient allerdings professionelle Hilfe. Die Behandlung des Burnout-Syndroms besteht zunächst darin, den Patienten aus der belastenden Situation zu entfernen und ihm eine Auszeit zu gönnen, die meist in einer spezialisierten Klinik stattfindet. Währenddessen werden seine individuellen Probleme analysiert, die zum Burnout-Syndrom geführt haben. Nach der Entlassung aus der Klinik erhält er weitere Psychotherapie, wird durch den behandelnden Psychologen überwacht und erhält gezieltes Coaching.

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