Melisse
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Friedrich (Facharzt für Innere Medizin)Anzeige
Die Melisse aus der Familie der Lippenblütler stammt ursprünglich aus Südeuropa. Sie wurde schon im ersten Jahrhundert nach Christus in Griechenland und in andern Regionen rund ums östliche Mittelmeer in Gärten angepflanzt.
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Vorkommen und Anbau von Melisse
Im Mittelalter gehörte die Melisse wegen ihrer heilkräftigen Wirkung in jeden Klostergarten. Heute ist sie weltweit in allen gemäßigten Klimazonen verbreitet.Die Melisse bevorzugt nährstoffreiche, warme und trockene Standorte mit sandigem Lehmboden. Die Pflanze wird bis zu 90 cm hoch und entwickelt eiförmige, leicht gezackte Blätter und zarte weiße lippenförmige Blüten.
Die Melisse gilt als sehr ausdauernde Pflanze, die in Gärten wuchert und auf Waldwegen oft auswildert.
Wirkung und Anwendung von Melisse
Die Melisse ist eine beliebte Teepflanze. Tee aus Zitronenmelisse schmeckt leicht und zart-süß nach Zitrone. Für die Zubereitung von Kräuterlikören eignen sich die Blätter der Pflanze hervorragend. Als Gewürz schenkt sie Salaten und Soßen, Käsecremes und Suppen ein frisches Aroma. Auch Kompotte können mit Melisse verfeinert werden.
Diese Arznei sollte schon damals bei verschiedenen Verdauungs-, Kreislauf- und Rheumabeschwerden helfen. Aus Melissenblättern und Alkohol wird heute Melissengeist hergestellt, der als Arznei zur inneren und äußeren Anwendung kommt. Die in der Melisse unter anderem enthaltene Rosmarinsäure bewirkt, dass Mikroben und Viren bekämpft werden. Ätherische Öle, Bitterstoffe und Gerbstoffe sind weitere Bestandteile der Pflanze, außerdem Harz und Schleimstoffe.
Tee aus Melisse wirkt schweißtreibend und ist hilfreich bei Blähungen. Außerdem hat er einen belebenden Effekt, wirkt aber auch beruhigend und kann als dämpfendes Mittel eingesetzt werden. Ihre entkrampfende Wirkung macht die Melisse zu einem Universalmittel bei vielerlei Erkrankungen. Auch die wohltuende nervenstärkende Wirkung der Melisse ist bekannt.
Bedeutung von Melisse für die Gesundheit
In der Naturmedizin wird die Melisse sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet. Als Tee hilft sie bei vielen Arten von Verdauungsstörungen. Bei krampfhaftem Erbrechen und bei Durchfall, bei Magenbeschwerden, die von Krämpfen begleitet werden, bei Blähungen und bei Koliken im Darmbereich, bei Darmkrämpfen und auch bei Gallenbeschwerden kommt Tee aus Melisse zum Einsatz.
Generell ist die Melisse ein sanftes und hilfreiches Mittel gegen Abgespanntheit und Erschöpfung, Reizbarkeit und Unruhe. Äußerlich angewendet kann die Melisse für eine beruhigende Aromatherapie, für Bäder und für Waschungen benutzt werden. Die Bestandteile der Melisse werden in Form von Spiritus als Einreibungen verwendet. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen und Kopfschmerzen können erfolgreich behandelt werden.
Auch zur Behandlung von Hautproblemen eignet sich der Wirkstoff der Melisse. So ist beispielsweise Herpex Simplex behandelbar mit Auszügen aus der Melisse. Auch als Packung oder Auflage bei Hautgeschwüren und bei Schwellungen entwickelt die Melisse wirksame heilende Effekte.
Rezeptfreie Medikamente mit Melisse
Hier Informieren:
Bücher über Melisse
Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2012; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2012, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.
Von Dr. med. Albrecht Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin).
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