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Reizbarkeit

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. März 2014
Symptomat.deSymptome Reizbarkeit

Reizbarkeit, Gereiztheit, Erregbarkeit und Aggressivität sind die gängigen Begriffe für besondere Reaktionen des Körpers und Geistes. Besonders im Bezug auf soziale Interaktionen und Umweltreize spielen Reizbarkeit bzw. Erregbarkeit eine zentrale Rolle.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Reizbarkeit und Erregbarkeit?

Betrachtet man Reizbarkeit bzw. Erregbarkeit allgemein, so lässt sich feststellen, dass Menschen auf Umweltreize oder soziale Reize anderer Menschen reagieren. Zum Beispiel reagieren Menschen schnell gereizt, wenn sie ständig zu viel Lärm oder Krach (z.B. durch Bauarbeiter, Flugzeige oder Kinder) ausgesetzt sind.

Dabei nehmen die Sinnesorgane die Reize auf und leiten sie über die Nervenfasern an das Gehirn zur weiteren Verarbeitung weiter. Erst hier werden die sozialen- oder Umweltreize ausgewertet. Da diese Prozesse unbewusst und sehr schnell ablaufen, bekommt der Mensch dies nicht direkt mit. Lediglich wenn zu viele Reize die oben beschriebene Verarbeitung im Gehirn überlasten, kommt es zu einer Reizbarkeit, Gereiztheit, Erregbarkeit oder auch Aggressivität.

Ursachen für Reizbarkeit

Die Ursachen für eine unnatürliche Reizbarkeit bzw. Erregbarkeit liegt zumeist in der Überlastung der Nerven. Sind die Sinnesorgane mit äußeren und inneren Reizen überlastet so schlägt sich dies oft in eine erhöhte Reizbarkeit nieder.

Ursachen dafür sind zumeist Stress, negative Umweltreize (wie Lärm und grelles Licht) und soziale Reize (wie Beziehungsprobleme, Probleme und Ängste).

Aber auch diverse Krankheiten und Symptome, wie Depressionen, Tollwut und Kinderlähmung, können zu einer erhöhten Reizbarkeit führen. Auch im Zuge der Wechseljahre kann es zur Gereizheit kommen, da hier hormonelle Veränderungen den gesamten Organismus aus dem Gleichgewicht bringen und starke körperliche Veränderungen stattfinden.

Krankheiten mit Reizbarkeit

Behandlung und Therapie von Reizbarkeit und Aggressivität

Die Reizbarkeit bzw. Aggressivität sollte je nach Ursache behandelt werden. Dazu sollte ein Arzt aufgesucht werden, der im Rahmen seiner Diagnose dazu eingehende Untersuchungen machen wird. Ist die Ursache der Reizbarkeit in einer Krankheit zu finden, so sollte diese behandelt werden.

Sind die Ursachen eher Umweltreize oder soziale Reize, so sollte vom Betroffenen selbst versucht werden, diese Ursachen zu beenden bzw. zu beheben. Schafft er es nicht aus eigener Kraft, so kann auch ein Psychologe oder Psychotherapeut nützliche Behandlungsmaßnahmen ergreifen. Dazu gehören vor allem Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung und lange Gespräche.

Unterstützt werden kann die Behandlung der Aggressivität oder Reizbarkeit durch viel Sport und Bewegung an frischer Luft sowie eine ausgewogene und gesunde Kost. Alkohol und Nikotin sollte definitiv vermieden werden. Pflanzliche Beruhigungsmittel wie Baldrian wirken sehr hilfreich.

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Hier Informieren:


Vorbeugung von Reizbarkeit und Erregbarkeit

Wie bereits in der Behandlung von Reizbarkeit und Erregbarkeit angemerkt, ist die beste Vorbeugung, sofern keine weiteren Krankheiten eine Rolle spielen, das Erlernen von Autogenem Training oder Progressiver Muskelentspannung. Sehr gut vorbeugend wirkt Sport und Bewegung in der Natur sowie eine vitamin- und mineralienreiche gesunde Ernährung. Pflanzliche Stoffe aus Baldrian wirken ebenso vorbeugend.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Markus kommentierte am 02.01.2012 um 18:19 Uhr

Manchmal geht es mir super und dann wieder nicht. Ich rede mit meiner Frau schon seit Wochen kein Wort und wenn ich mit ihr rede, dann beleidige ich sie. Ich habe 3 Kinder, die ich sehr liebe ich spiele zwar mit ihnen aber wenn mir was nicht passt dann schreie ich sie an und gib ihnen böse Schimpfwörter. Der Abstand meiner Reizbarkeit und Aggresivät wird immer kürzer. Ich staue alles in meinen Kopf. Wie kann ich mich ändern und gibt es da ein Medikament dafür?

Elsa kommentierte am 29.05.2012 um 20:31 Uhr

Mein Ehemann hat sehr starke Aggressionen, die leider immer schlimmer werden. Durch die Aggressionen leben wir bereits getrennt. Was gibt es für Möglichkeiten, dass diese Aggressionen behandelt werden können?

Barbara kommentierte am 28.02.2013 um 08:53 Uhr

Einem guten Bekannten in Kanada wurde eine Lunge transplantiert. Sein Gesundheitszustand hat sich fast um 100% gebessert. Seine Frau beklagt jetzt jedoch diese sehr schnelle Reizbarkeit. Er braust sofort auf, obwohl er immer ein sehr friedlicher Mensch war.
Hängt dieser Zustand mit der Transplantation oder mit den Medikamenten zusammen?

mahine kommentierte am 18.03.2013 um 22:39 Uhr

Ich mache mir zur Zeit ernsthaft Sorgen über meinen Gesundheitszustand. Ich bin 30 Jahre alt, habe einen zehnjährigen Sohn und arbeite Vollzeit als Kellnerin. Bis letzte Woche habe ich zusätzlich noch Vollzeit studiert, d.h. ich war entweder arbeiten, habe gelernt oder war mit meinem Sohn, der gerade pubertiert, beschäftigt. In der wenigen Freizeit, die ich hatte, habe ich mich mit Freunden getroffen, was auch irgendwie immer mit Stress verbunden war. Ich habe mein Studium abgebrochen, weil mir das alles zu viel wurde. Ich war permanent überreizt und stand nur noch unter Strom, sodass ich zu Einschlafhilfen greifen musste. Das war für mich mein Signal, dass ich etwas ändern muss. Ich bin jetzt seit einer Woche zu Hause, im Ruhemodus sozusagen und der Tag vergeht dennoch so schnell, dass keine lange Weile aufkommt. Ich gehe meinen Hobbys nach (malen, schreiben). Ich nehme mir Zeit zum Essen, habe mir Kochbücher gekauft zur Krebsprävention, da meine Frauenärztin mich nach meinem Krebsabstrich anrief und sagte, ich solle Stress vermeiden, da mein Körper sich gerade verändert. Des Öfteren habe ich Kreislaufprobleme, vor allem in einem Tunnel bzw. im Auto, wogegen ich allerdings ankämpfe in der jeweiligen Situation. Ich möchte mich von derart psychischen Krankheiten nicht beherrschen lassen. Ich vermute schon eine starke Nervenschädigung, die durch Stress und eine extrem belastende Beziehung zum Exfreund ausgelöst wurde. Ich hoffe, das legt sich von selbst durch meine neue ruhige Lebenssituation. Was mir große Sorgen macht, sind die Kreislaufzusammenbrüche und die innere Aggressivität, da ich wie oben erwähnt im Gastgewerbe tätig bin und auch während der Arbeit Schwindelanfälle habe.

Babyteufel kommentierte am 19.06.2013 um 17:57 Uhr

Ich bin sehr eifersüchtig und streite mich auch sehr viel mit meinem Freund, obwohl er gar nichts macht. Aber manchmal reicht schon ein Wort von ihm und ich gehe an die Decke, wie erst vor Kurzem: ich bin seit über einem Jahr aus gesundheitlichen Gründen arbeitslos und er war seit Dezember arbeitslos, hat aber seit 2 Wochen wieder Arbeit. Als wir uns das letzte Mal gesehen haben, hat er mir ständig davon erzählt und ich bin direkt an die Decke gegangen. Auch bin ich sehr eifersüchtig, da ich schon von mehreren Männern in der Beziehung betrogen wurde. Ich weiß ja, dass er mir treu ist, aber ich sehe eben in jeder Frau eine Gefahr, eine Person, die ihn mir wegnehmen will. Was kann ich dagegen machen? Können sie mir helfen?

martin kommentierte am 15.12.2013 um 10:21 Uhr

Hallo miteinander. Vielleicht kann mir jemand helfen. Ich habe früher circa ein bis zwei Gramm Gras täglich geraucht. Da es meinen Finanzen nicht gut tat, habe ich damit aufgehört. Eigentlich ist das ja gut, aber jetzt bin ich ständig überfordert, gereizt und reagiere auf alles agressiv. Was soll ich machen, damit ich meinen Job, meine Frau und mein Kind nicht verliere. In meine Kopf fechte ich täglich Kämpfe mit mir selbst aus. Meine Hemmschwelle was Agressionen betrifft sinkt immer mehr. Gibt es Medikamente dafür, die einen nicht so träge machen? Für Sport habe ich keine Zeit. Es macht mich mittlerweile schon depressiv und ich fange an mich selbst zu hassen. Wer kann mir helfen?

ADHS Bernd kommentierte am 26.05.2014 um 17:22 Uhr

Aggressionen und Reizbarkeit können auch auf eine AD(H)S hindeuten. Ich habe früher etwa ein bis zwei gramm Gras täglich geraucht. Menschen mit AD(H)S finden meist größeren Gefallen an Cannabis, als solche, die das nicht haben.