Reizbarkeit

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 3. Juni 2017
Sie sind hier: Symptomat.deSymptome Reizbarkeit

Reizbarkeit, Gereiztheit, Erregbarkeit und Aggressivität sind die gängigen Begriffe für besondere Reaktionen des Körpers und Geistes. Besonders im Bezug auf soziale Interaktionen und Umweltreize spielen Reizbarkeit bzw. Erregbarkeit eine zentrale Rolle.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Reizbarkeit und Erregbarkeit?

Betrachtet man Reizbarkeit bzw. Erregbarkeit allgemein, so lässt sich feststellen, dass Menschen auf Umweltreize oder soziale Reize anderer Menschen reagieren. Zum Beispiel reagieren Menschen schnell gereizt, wenn sie ständig zu viel Lärm oder Krach (z.B. durch Bauarbeiter, Flugzeige oder Kinder) ausgesetzt sind.

Dabei nehmen die Sinnesorgane die Reize auf und leiten sie über die Nervenfasern an das Gehirn zur weiteren Verarbeitung weiter. Erst hier werden die sozialen- oder Umweltreize ausgewertet. Da diese Prozesse unbewusst und sehr schnell ablaufen, bekommt der Mensch dies nicht direkt mit. Lediglich wenn zu viele Reize die oben beschriebene Verarbeitung im Gehirn überlasten, kommt es zu einer Reizbarkeit, Gereiztheit, Erregbarkeit oder auch Aggressivität.

Ursachen

Die Ursachen für eine unnatürliche Reizbarkeit bzw. Erregbarkeit liegt zumeist in der Überlastung der Nerven. Sind die Sinnesorgane mit äußeren und inneren Reizen überlastet so schlägt sich dies oft in eine erhöhte Reizbarkeit nieder.

Ursachen dafür sind zumeist Stress, negative Umweltreize (wie Lärm und grelles Licht) und soziale Reize (wie Beziehungsprobleme, Probleme und Ängste).

Aber auch diverse Krankheiten und Symptome, wie Depressionen, Tollwut und Kinderlähmung, können zu einer erhöhten Reizbarkeit führen. Auch im Zuge der Wechseljahre kann es zur Gereizheit kommen, da hier hormonelle Veränderungen den gesamten Organismus aus dem Gleichgewicht bringen und starke körperliche Veränderungen stattfinden.

Krankheiten

Komplikationen

Reizbarkeit führt häufig zu Komplikationen im Umgang mit anderen Menschen. Die negativen Reaktionen können Streit fördern, Missverständnisse hervorrufen oder die Zusammenarbeit erschweren. Vor allem engere Freunde und Familienmitglieder reagieren eventuell irritiert auf die plötzliche Wesensveränderung. Wenn die Reizbarkeit über längere Zeiträume anhält, sind die sozialen Auswirkungen oft größer.

Angehörigen fällt es teilweise schwer, das psychische Symptom als Krankheitsanzeichen wahrzunehmen und nicht als persönlichen Fehler des Betroffenen. In einigen Fällen fördert die Reizbarkeit aggressives Verhalten. Je nach Charakter und Lebenslage können daraus kritische Situationen entstehen, die zum Teil auch zur Gewaltausübung führen.

Neben sozialen Konflikten im Privatleben ist auch der berufliche Alltag oft beeinträchtigt. Die Reizbarkeit führt eventuell zu Auseinandersetzungen mit Vorgesetzten, Kollegen, Geschäftspartnern und Kunden. Indirekt kann dadurch auch die Arbeitsleistung durch die Reizbarkeit leiden. Darüber hinaus erhöhen negative oder ablehnende Reaktionen die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen, welche die Stimmung betreffen.

Wenn die Reizbarkeit auf eine neurologische Erkrankung zurückgeht, sind auch andere Komplikationen möglich. Gedächtnisprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten und Orientierungsstörungen können sich in diesem Zusammenhang manifestieren. Solche Komplikationen sind vor allem wahrscheinlich, wenn die Ursache der Reizbarkeit im zentralen Nervensystem liegt.

Gehirn- und Gehirnhautentzündungen, Gehirntumore oder Schlaganfälle können schlimmstenfalls tödlich verlaufen. Darüber hinaus sind je nach Krankheitsbild dauerhafte Folgeschäden möglich, zu denen jeweils eigene Komplikationen gehören.

Ab wann sollte man zum Arzt gehen?

Reizbarkeit kann ein Anzeichen für andauernden Stress oder Überarbeitung sein. Sie kann einen drohenden Burnout oder eine körperliche Erkrankung anzeigen. Oftmals spüren Menschen eine erhöhte Reizbarkeit, bevor eine Erkältung ausbricht. Auch einige Tage vor der Monatsregel können Frauen unter Reizbarkeit leiden. Dieses Symptom sollte als Warnsignal verstanden werden. Die Betroffenen sollten ihre Lebensbedingungen unter die Lupe nehmen. Sie sollten sich mehr ausruhen und gegebenenfalls ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Reizbarkeit kann außerdem ein Symptom psychischer Probleme sein. Unverarbeitete Traumaerlebnisse oder Dauerstress können zu Reizbarkeit führen. In diesem Fall ist das Aufsuchen eines Psychologen angeraten. Die ständige Reizbarkeit eines Menschen kann eine Depression oder Probleme mit Konfliktbewältigungen kennzeichnen. Die Überreizung kann nervliche Ursachen haben. Sie kann Ungeduld oder Aggressionen auslösen. Wer seine Reizbarkeit nicht alleine in den Griff bekommt, sollte zum Hausarzt gehen. Dieser entscheidet, ob eine Behandlung beim Psychotherapeuten sinnvoll ist.

Alternativ kann erhöhte Reizbarkeit als Begleitsymptom auf entzündliche Prozesse oder Schmerzsyndrome hinweisen. Daher ist auf begleitende Symptome zu achten. Es kann sich um hormonelle Probleme oder Schilddrüsenprobleme handeln, die einer ärztlichen Abklärung bedürfen. Auch ein niedriger Serotoninspiegel kann als Ursache von Gereiztheit infrage kommen. Um eine Schilddrüsenunterfunktion oder Jodmangel aus Ursache von Gereiztheit auszuschließen, sind Besuche beim Arzt angezeigt.

Behandlung & Therapie

Ursachen für Reizbarkeit können Stress und soziale Reize sein.

Die Reizbarkeit bzw. Aggressivität sollte je nach Ursache behandelt werden. Dazu sollte ein Arzt aufgesucht werden, der im Rahmen seiner Diagnose dazu eingehende Untersuchungen machen wird. Ist die Ursache der Reizbarkeit in einer Krankheit zu finden, so sollte diese behandelt werden.

Sind die Ursachen eher Umweltreize oder soziale Reize, so sollte vom Betroffenen selbst versucht werden, diese Ursachen zu beenden bzw. zu beheben. Schafft er es nicht aus eigener Kraft, so kann auch ein Psychologe oder Psychotherapeut nützliche Behandlungsmaßnahmen ergreifen. Dazu gehören vor allem Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung und lange Gespräche.

Unterstützt werden kann die Behandlung der Aggressivität oder Reizbarkeit durch viel Sport und Bewegung an frischer Luft sowie eine ausgewogene und gesunde Kost. Alkohol und Nikotin sollte definitiv vermieden werden. Pflanzliche Beruhigungsmittel wie Baldrian wirken sehr hilfreich.

Aussicht & Prognose

Eine Reizbarkeit des Körpers kann sowohl im psychischen als auch im physischen Zustand auftreten und führt in diesen Fällen zu unterschiedlichen Symptomen und Prognosen. Bei der physischen Reizbarkeit sind vor allem Nerven, Organe und Extremitäten betroffen. Hier kann es zu Schmerzen oder zu unangenehmen Gefühlen kommen, die durch Berührungen und Belastungen entstehen. In der Regel kann eine Reizbarkeit des Körpers relativ gut mit Medikamenten oder mit Salben behandelt werden. Sie tritt vor allem bei einer Überbelastung bestimmter Körperregionen auf.

Eine Reizbarkeit der Psyche tritt häufig durch Stress auf und kann zu einem aggressiven oder allgemein gestörten Verhalten führen. Dadurch kommt es zu Depressionen, Verhaltensstörungen und anderen sozialen Problemen. Durch dieses Problem sind ein gewöhnlicher Alltag und das Aufsuchen einer Arbeitsstätte für den Betroffenen kaum mehr möglich.

Die psychische Reizbarkeit wird vor allem durch Gespräche mit Psychologen oder mit Hilfe von Medikamenten behandelt, ein operativer Eingriff findet nicht statt. Wie gut die Behandlung anschlägt, hängt sehr stark vom Ausmaß der Reizbarkeit ab und kann daher nicht universell vorhergesagt werden. Oft ist die Reizbarkeit allerdings mit Stress verbunden und kann durch die Stressreduzierung vermieden und eingeschränkt werden.

Hier finden Sie Ihre Medikamente:

Vorbeugung

Wie bereits in der Behandlung von Reizbarkeit und Erregbarkeit angemerkt, ist die beste Vorbeugung, sofern keine weiteren Krankheiten eine Rolle spielen, das Erlernen von Autogenem Training oder Progressiver Muskelentspannung.

Sehr gut vorbeugend wirkt Sport und Bewegung in der Natur sowie eine vitamin- und mineralienreiche gesunde Ernährung. Pflanzliche Stoffe aus Baldrian wirken ebenso vorbeugend.

Das können Sie selbst tun

Falls die Reizbarkeit in der psychischen Ebene auftritt, sollten pflanzliche Medikamente zur Beruhigung eingenommen werden. Hier empfiehlt sich Baldrian. Dieser kann in Form von Tabletten oder Tees eingenommen werden. Stresssituationen und heftige Diskussionen sollten auf jeden Fall vermieden werden, da es vor allem in diesen zu einer Reizbarkeit kommt. Oft helfen auch Gespräche mit engen Freunden oder mit der Familie.

Sollten stressige Situationen aufkommen, so sollten Entspannungstechniken angewandt werden. Der Betroffene muss selbst merken, dass es zu einer unangenehmen Situation kommt und versuchen, sich zu beherrschen. Vor allem nach der Situation helfen schon einige Minuten an Entspannung, die Reizbarkeit zu minimieren. Sollte es in Stresssituationen zu einem gereizten Zustand kommen, so muss der Patient tief durchatmen und sich auf die Situation konzentrieren. Oft können hier unangenehme Situationen durch eine Selbstbeherrschung vermieden werden. Diese Selbstbeherrschung kann auch mit Freunden trainiert werden. Vor allem nach dem Auftreten solcher Situationen empfiehlt sich die Durchführung von Entspannungsübungen. Bei Frauen kann die hohe Reizbarkeit durch eine unverträgliche Antibabypille zustande kommen. Diese sollte gewechselt werden.

Sollte Reizbarket zu einem ernsthaften Problem in der Familie oder im Umgang mit Freunden führen, ist das Gespräch mit einem Psychologen anzuraten.

Bücher über Reizbarkeit & Aggressivität

Quellen

  • Davison, G.C., Neale, J.M., Hautzinger, M.: Klinische Psychologie. Beltz PVU, München 2007
  • Hautzinger, M.: Kognitive Verhaltenstherapie bei Depressionen. Beltz PVU, München 2013
  • Möller, H.-J.: Therapie psychischer Erkrankungen. Thieme, Stuttgart 2006

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Reizbarkeit?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?

Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Sylvie kommentierte am 01.03.2017 um 00:21 Uhr

Meine Mutter zeigt schon seit Jahrzehnten ein extrem aggressives Verhalten mir und auch meinem Bruder gegenüber. Dabei äußert meine Mutter Beschuldigungen, Beleidigungen und sonstige abwertende Dinge. Sogar in der Öffentlichkeit schreckt sie davor nicht zurück. Ziel ihrer Angriffe bin insbesondere ich. Außenstehende Personen sind von ihrem aggressivem Verhalten verschont. Sie spricht von Ängsten und befindet sich schon jahrelang in Therapie, die aber bisher keinerlei Wirkung gezeigt hat. Meine Nutter ist mittlerweile 80 Jahre alt, aber ich kenne sie seit meiner frühesten Kindheit nie anders. Diese ihre Art halte ich nicht mehr länger aus und ich werde den Kontakt zu ihr abbrechen. Ich habe es immer wieder im Guten mit ihr versucht, aber ohne Erfolg. Ist sie wirklich krank oder hat sie einfach nur einen gemeinen Charakter? Denn Therapien schlagen bei ihr ja nicht an.

erika kommentierte am 25.12.2016 um 22:07 Uhr

Ich nehme seit Jahren 300mg Venlafaxin. Seit einiger Zeit habe ich extreme Wutanfälle. Ich schreie laut und fluche ordinär, immer ohne Anlass. Ebenso schmeiße Dinge an die Wand. Von Natur aus bin ich ein sanfter Typ. Was ist los mit mir?

Wowa kommentierte am 30.11.2015 um 22:37 Uhr

Ich selbst habe starke Aggressionen. Ich streite viel mit meiner Frau, den Kindern und auch generell mit jedem, der mir auch nur etwas quer kommt. Ich habe auch schon Hilfe geholt, aber es wurde nicht besser. Seit einem Monat höre ich eine Hypnose-CD. Seitdem geht es mir viel besser. Es ist meine Routine geworden. Ich bin so entspannt, beruhigt und kein bisschen gereizt.

Sascha kommentierte am 21.11.2015 um 21:45 Uhr

Ich habe einen fünfjährigen Sohn, der im Moment immer genau das Gegenteil von dem macht, was man ihm sagt. Dies artet dann in Diskussionen aus und ich werde laut und aggressiv ihm gegenüber. Dazu bin ich zurzeit unzufrieden mit mir. Ich habe dadurch auch schon fünf Kilo abgenommen und meiner Frau macht dies auch zu schaffen. Was kann ich tun?

Melanie kommentierte am 11.05.2015 um 14:20 Uhr

Ich bin 15 Jahre alt. Hier steht nichts von Pubertät als Ursache. An einigen Tagen bin ich extrem schnell reizbar und zickig, ohne Grund, und es fällt mir sehr schwer, das zu kontrollieren.

sie 34 kommentierte am 25.02.2015 um 18:54 Uhr

Ich habe spontan gegoogelt und diese Seite gefunden und fand diese sehr aufschlussreich. Ich hätte nicht gedacht, dass es so viele Leute mit der gleichen Symptomatik gibt, was mich hoffen lässt. Mir fällt es schwer, aktiv was zu tun bzw. zu ändern. Jedoch habe ich demnächst eine Kur, in der Hoffnung was mitzunehmen und im Alltag mit einzubeziehen. Euch alles Gute. Ihr schafft das!

sius kommentierte am 18.12.2014 um 17:20 Uhr

Mir geht es in meiner Beziehung momentan sehr schlecht. Ich gehe schnell an die Decke, bin sehr eifersüchtig und werde meiner Freundin gegenüber laut. Ich brauche einen Rat, denn ich liebe meine Freundin und wir erwarten ein Baby. Was kann ich dagegen machen?

Roli kommentierte am 08.11.2014 um 13:24 Uhr

Mein Sohn (20) nimmt seit einigen Jahren Risperdal. Anstatt sich zu beruhigen, wird er mit zunehmender Dosiserhöhung noch gereizter, als vorher. Hat jemand ähnliche Erfahrungen ?

ADHS Bernd kommentierte am 26.05.2014 um 17:22 Uhr

Aggressionen und Reizbarkeit können auch auf eine AD(H)S hindeuten. Ich habe früher etwa ein bis zwei gramm Gras täglich geraucht. Menschen mit AD(H)S finden meist größeren Gefallen an Cannabis, als solche, die das nicht haben.

martin kommentierte am 15.12.2013 um 10:21 Uhr

Hallo miteinander. Vielleicht kann mir jemand helfen. Ich habe früher circa ein bis zwei Gramm Gras täglich geraucht. Da es meinen Finanzen nicht gut tat, habe ich damit aufgehört. Eigentlich ist das ja gut, aber jetzt bin ich ständig überfordert, gereizt und reagiere auf alles agressiv. Was soll ich machen, damit ich meinen Job, meine Frau und mein Kind nicht verliere. In meine Kopf fechte ich täglich Kämpfe mit mir selbst aus. Meine Hemmschwelle was Agressionen betrifft sinkt immer mehr. Gibt es Medikamente dafür, die einen nicht so träge machen? Für Sport habe ich keine Zeit. Es macht mich mittlerweile schon depressiv und ich fange an mich selbst zu hassen. Wer kann mir helfen?

Babyteufel kommentierte am 19.06.2013 um 17:57 Uhr

Ich bin sehr eifersüchtig und streite mich auch sehr viel mit meinem Freund, obwohl er gar nichts macht. Aber manchmal reicht schon ein Wort von ihm und ich gehe an die Decke, wie erst vor Kurzem: ich bin seit über einem Jahr aus gesundheitlichen Gründen arbeitslos und er war seit Dezember arbeitslos, hat aber seit 2 Wochen wieder Arbeit. Als wir uns das letzte Mal gesehen haben, hat er mir ständig davon erzählt und ich bin direkt an die Decke gegangen. Auch bin ich sehr eifersüchtig, da ich schon von mehreren Männern in der Beziehung betrogen wurde. Ich weiß ja, dass er mir treu ist, aber ich sehe eben in jeder Frau eine Gefahr, eine Person, die ihn mir wegnehmen will. Was kann ich dagegen machen? Können sie mir helfen?

mahine kommentierte am 18.03.2013 um 22:39 Uhr

Ich mache mir zur Zeit ernsthaft Sorgen über meinen Gesundheitszustand. Ich bin 30 Jahre alt, habe einen zehnjährigen Sohn und arbeite Vollzeit als Kellnerin. Bis letzte Woche habe ich zusätzlich noch Vollzeit studiert, d.h. ich war entweder arbeiten, habe gelernt oder war mit meinem Sohn, der gerade pubertiert, beschäftigt. In der wenigen Freizeit, die ich hatte, habe ich mich mit Freunden getroffen, was auch irgendwie immer mit Stress verbunden war. Ich habe mein Studium abgebrochen, weil mir das alles zu viel wurde. Ich war permanent überreizt und stand nur noch unter Strom, sodass ich zu Einschlafhilfen greifen musste. Das war für mich mein Signal, dass ich etwas ändern muss. Ich bin jetzt seit einer Woche zu Hause, im Ruhemodus sozusagen und der Tag vergeht dennoch so schnell, dass keine lange Weile aufkommt. Ich gehe meinen Hobbys nach (malen, schreiben). Ich nehme mir Zeit zum Essen, habe mir Kochbücher gekauft zur Krebsprävention, da meine Frauenärztin mich nach meinem Krebsabstrich anrief und sagte, ich solle Stress vermeiden, da mein Körper sich gerade verändert. Des Öfteren habe ich Kreislaufprobleme, vor allem in einem Tunnel bzw. im Auto, wogegen ich allerdings ankämpfe in der jeweiligen Situation. Ich möchte mich von derart psychischen Krankheiten nicht beherrschen lassen. Ich vermute schon eine starke Nervenschädigung, die durch Stress und eine extrem belastende Beziehung zum Exfreund ausgelöst wurde. Ich hoffe, das legt sich von selbst durch meine neue ruhige Lebenssituation. Was mir große Sorgen macht, sind die Kreislaufzusammenbrüche und die innere Aggressivität, da ich wie oben erwähnt im Gastgewerbe tätig bin und auch während der Arbeit Schwindelanfälle habe.

Barbara kommentierte am 28.02.2013 um 08:53 Uhr

Einem guten Bekannten in Kanada wurde eine Lunge transplantiert. Sein Gesundheitszustand hat sich fast um 100% gebessert. Seine Frau beklagt jetzt jedoch diese sehr schnelle Reizbarkeit. Er braust sofort auf, obwohl er immer ein sehr friedlicher Mensch war.
Hängt dieser Zustand mit der Transplantation oder mit den Medikamenten zusammen?

Elsa kommentierte am 29.05.2012 um 20:31 Uhr

Mein Ehemann hat sehr starke Aggressionen, die leider immer schlimmer werden. Durch die Aggressionen leben wir bereits getrennt. Was gibt es für Möglichkeiten, dass diese Aggressionen behandelt werden können?

Markus kommentierte am 02.01.2012 um 18:19 Uhr

Manchmal geht es mir super und dann wieder nicht. Ich rede mit meiner Frau schon seit Wochen kein Wort und wenn ich mit ihr rede, dann beleidige ich sie. Ich habe 3 Kinder, die ich sehr liebe ich spiele zwar mit ihnen aber wenn mir was nicht passt dann schreie ich sie an und gib ihnen böse Schimpfwörter. Der Abstand meiner Reizbarkeit und Aggresivät wird immer kürzer. Ich staue alles in meinen Kopf. Wie kann ich mich ändern und gibt es da ein Medikament dafür?

Bekannt aus: