Wechseljahre
Die Wechseljahre oder medizinisch auch Klimakterium sind eine natürliche Geschlechtsphase im höheren Alter einer jeden Frau. Die Wechseljahre sind trotz typischer Beschwerden und Symptome, wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche keine Krankheit. Ausgelöst werden die Wechseljahre durch starke Veränderungen des Hormonhaushaltes und durch das Ausbleiben der Regelblutung (Menopause).
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Definition Wechseljahre
Die Wechseljahre selbst lassen sich medizinisch in vier verschiedene Phasen untergliedern.
1. Prämenopause: Dies ist der Zeitraum von ca. zwei bis sieben Jahre vor der eigentlichen Menipause. Es kommt hierbei zu unregelmäßigen Regelblutungen, welche häufig schon von leichten Begleitbeschwerden gekennzeichnet sind.
2. Menopause: Als Menopause bezeichnet man die letzte Regelblutung in der geschlechtsreifen Zeit einer Frau. Danach wird keine Menstruationsblutung durch die Eierstöcke hervorgerufen. Diese Phase setzt statistisch bei Frauen im 51. Lebensjahr ein.
3. Postmenopause: Wie der Name selbst schon ausdrückt, tritt diese Phase nach der Menopause ein. Sie umfasst in etwa zehn bis 15 Jahre und endet zumeist erst mit dem 70. Lebensjahr, welches auch als Senium (dem Alter) bekannt ist.
'4. Perimenopause: Innherhalb der Menopause und der Postmenopause tritt eine Unterphase, die Perimenopause, auf, die zumeist das 49 bis 53. Lebensjahr umfasst.
Fasst man also alle Phasen zusammen, ergibt sich für die Wechseljahre ein maximaler Zeitraum von 10 bis 15 Jahren. Dabei treten starkte hormonelle Veränderungen auf, die für Beschwerden bzw. Begleit-Symptome verantwortlich sind. Zu den typischen Anzeichen der Wechseljahre gehören zu ca. 70% Hitzewallungen, über 50% Schweißausbrüche und mindestens 40% Schwindelanfälle. Ebenso kann ein erhöhter Blutdruck vorkommen.
Dennoch gibt es auch viele Frauen, die gänzlich von Beschwerden befreit sind und ihre Wechseljahre nicht körperlich oder psychisch bemerken.
Ursachen für Wechseljahre
Nach der letzten Menstruationsblutung, welche auch als Menopause bekannt ist, tritt auch eine Veränderung des Hormonhaushaltes durch das Gehirn ein. Hierbei produziert das Gehirn vermehrt follikelstimulierende Hormone, die zu den Gonadotropinen zählen. Da die durch die Eierstöcke gebildeten Östrogene immer weniger im Körper vorhanden sind, das Gehirn als Ausgleich aber oben bezeichnete neue Hormone bildet, kommt es zunächst zu starken Beschwerden (Müdigkeit, Herzrasen, Hitzewallungen) während der Wechseljahre, bis sich der Körper an die neuen lebenswichtigen Hormone gewöhnt hat.
Symptome
- Zyklusstörungen
- Hitzewallungen
- Schweißausbrüche
- Herzrasen
- Schwindel
- Schlafstörungen
- Geringe Belastbarkeit
- Innere Unruhe
- Depressionen
- Kopfschmerzen
Krankheitsverlauf Wechseljahre
Der Verlauf der Wechseljahre kann von Frau zu Frau recht unterschiedlich stark ausfallen. Es treten dabei vor allem starke Unterschiede im Zeitraum, als auch in der Intensität der Beschwerden auf. Wie bereits angemerkt, vollziehen sich die Wechseljahre innerhalb von 10 bis 15 Jahren, also zwischen dem 45. und 70. Lebensjahr.
Kommt es zu keiner Behandlung durch einen Frauenarzt, verringern sich die Symptome der Wechseljahr erst nach circa ein bis zwei Jahren. Daher sollte eine ärztliche Behandlung angestrebt werden, die mit Hilfe von Hormonpräparaten zahlreiche Beschwerden lindern kann. Typische Symptome wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Gewichtszunahme,Krämpfe und Magenschmerzen können hierbei gut behandelt werden.
Komplikationen können bei unbehandelten Wechseljahren in Form von Knochenschwund (Osteoporose) vorkommen.
Behandlung von Wechseljahren
Eine Behandlung der Wechseljahre ist nicht immer zwangsläufig notwendig, da viele Frauen gar keine oder nur geringe Beschwerden aufweisen. Weiterhin sind die Wechseljahre auch nicht per se eine Krankheit, sondern ein natürlicher Lebensprozess. Dennoch kann es nicht schaden, sich ärztlich untersuchen zu lassen, um potentielle Komplikationen zu verhindern.
Frauen die jedoch an starken Beschwerden während der Wechseljahre leiden, sollten unbedingt einen Frauenarzt aufsuchen, um ihre Symptome zu lindern. Wie bereits angemerkt, werden die Beschwerden durch einen Mangel des Hormons Östrogen verursacht. Es wird daher die sogenannte Hormontherapie in der ärztlichen Behandlung eingesetzt. Ziel dieser Therapie ist es, bereits zu Beginn der einsetzenden Wechseljahre Hormonstörungen auszugleichen (Hormonsatztherapie) und Beschwerden zu lindern. Ebenso sollen Komplikationen wie Knochenschwund (Osteoporose) rechtzeitig erkannt und behandelt werden.
Durch die Hormontherapie werden vor allem die stärken Beschwerdenm, wie Schweißausbrüche und Hitzewallungen gut therapiert. Trotz dieser Möglichkeiten sollen Risiken und Nebenwirkungen dieser Hormonbehandlungen nicht unerwähnt bleiben.
In eher seltenen Fällen kommt es auch während der Wechseljahre zu Störungen der letzten Regelblutungen. Hierbei kann gegebenenfalls eine Operation notwendig werden, bei der die Gebärmutter entfernt werden muss.
Als natürliche und pflanzliche Mittel gegen die Wechseljahre hat sich die Trauben-Silberkerze bewährt, die mit Hilfe von natürlichen Phytohormonen Linderungen der Beschwerden herbeiführen können. Ebenso hilft viel Bewegung und Sport, sowie eine ausgewogene und gesunde Ernährung mit viel Kalzium und Vitamin D gegen zahlreiche Wechseljahrsbeschwerden.
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Vorbeugung gegen Wechseljahre
Den Wechseljahren bei Frauen kann im Grunde nicht vorgebeugt werden, da sie ein natürlicher Prozess im Leben darstellen. Dennoch können die Beschwerden, die mit den Wechseljahren einhergehen können gelindert bzw. vorgebeugt werden. Dazu gehören eine rechtzeitige Untersuchung und Behandlung durch einen Frauenarzt, viel Sport und Bewegung während des ganzen Lebens und eine gesunde und vitaminreiche Ernährung mit ausreichend Kalzium.
Auch sollte auf ausreichend Schlaf, wenig Stress, Alkohol- und Rauchentzug geachtet werden. Moorbäder, Sauna und Kältetherapien können ebenso unterstützend wirken.
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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern
dragica kommentierte am 12.11.2011 um 18:26 Uhr
Bereits vor 4 Jahren hatte ich stets Beschwerden beim Geschlechtsverkehr. Im Krankenhaus wurden mir dann Verwachsungen entfernt, die nach der Totaloperation entanden waren. Dabei stellten die Ärzte fest, dass meine Scheide wund war und stark blutete. Was mir natürlich auch bekannt war. Obwohl ich keine sexuelle Kontakte hatte, verschlimmerte sich dieser Zustand. Meine Gynokologin verodnete mir dann: Estriol Ovulum fem, die ich 4x die Woche anwenden muss und zusätzlich Clobegalen Salbe 50g, die ich nach Bedarf auftragen soll und dann noch Deumavan Intimpflegesalbe natur, die ich tägl. anwenden soll.
Nur zum Problem: Laut Aussage meine Gyn. leide ich an einer Autoimmunkrankeit. Nun, ich leide sehr unter diesem Zustand. Wenn ich die Estriol Vaginalzäpfchen nicht tägl. benütze, kann ich Sex vergessen. Ich habe wahnsinnige Schmerzen. Ich muss noch erwähnen, dass ich unter Fructoseintoleranz leide. Ich hoffe, dass mir jemand helfen kann. Danke.
Mit freundlichem Gruß Dorothea.
