Hitzewallungen
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Hitzewallungen sind zumeist spontan auftretende Anfälle von starken Hitzegefühlen bzw. Wärmewellen, die den Körper erfassen, obwohl die Außentemperatur unverändert ist. Hitzewallungen kommen zumeist bei Frauen in den Wechseljahren vor. Jedoch leiden auch manche reifere Männer unter diesem Symptom. Hitzewallungen werden häufig von Schweißausbrüchen begleitet.
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Definition Hitzewallungen
Meist spüren die betroffenen Frauen Hitzewallungen zuerst im Brustbereich. Sie spüren unangenehme Hitze und die Haut rötet sich. Von der Brust steigt die Hitze hoch in den Hals, Nacken, den Kopf und anschließend verteilt sie sich über den gesamten Körper.
Das Herz schlägt schneller als sonst. Zusammen mit der Hitzewallung neigen die betroffenen Frauen zu Reizbarkeit und sind besonders empfindlich. Weitere Symptome sind Schweißausbrüche. Im Anschluss an die "fliegende Hitze", wie die Hitzewallungen auch genannt werden, wird der Betroffenen kalt oder es kommt sogar zu Schüttelfrost.
Besonders abends oder nachts treten Hitzewallungen auf. Entweder reißen Hitzewallungen die Betroffenen aus dem Schlaf und lässt sie nicht wieder einschlafen oder morgens ist das ganze Nachthemd inklusive Bettwäsche durchgeschwitzt.
Ursachen für Hitzewallungen
Auch durch einen Schweißausbruch soll die Temperatur des Körper herabgesetzt werden. Deswegen frieren Betroffene auch nach der Hitzewallung. So eine Hitzewallung dauert meist eine Minute, manchmal auch bis zu fünf und in seltenen Fällen dauert es auch eine halbe Stunde. In welcher Frequenz Hitzewallungen auftreten, ist ebenfalls von Frau zu Frau verschieden, zwischen ein paar mal in der Woche bis zu ein paar Mal in der Stunde. Das ansteigende Herzklopfen während der Hitzeattacke kommt vom Stresshormon Adrenalin. Es wird ebenfalls ausgeschüttet, um den Körper abzukühlen.
Krankheiten mit Hitzewallungen
Behandlung von Hitzewallungen
Auch wenn Hitzewallungen und die Wechseljahre Frauen sehr belasten - man kann etwas dagegen tun. Für viele ist es gar ein Anlass, ihren bisherigen Lebensstil zu überdenken. Für viele wird es immer wichtiger, sich selbst etwas Gutes zu tun und mehr auf sich und seine ganz eigenen Bedürfnisse zu achten.
Oftmals ist es gar nichts großes, dafür aber Dinge, die man schon länger ändern wollte: Sei es, sich gesünder zu ernähren, weniger Alkohol zu trinken oder mit dem Rauchen aufzuhören. Sich mehr bewegen trägt oft schon eine Menge dazu bei, die Hitzewallungen in den Griff zu bekommen.
Doch es gibt auch vieles, was man tun kann, wenn die Hitze akut wird. Betroffen sollten zum Beispiel darauf achten, Räume kühl zu halten und nicht zu überhitzen, denn sonst werden Hitzewallungen gefördert.
Betroffen sollten sich nach dem Zwiebelprinzio anziehen, also mehrere Schichten übereinander, damit man bei Bedarf einzelne Teile ausziehen kann. Die Kleidung sollte allgemein locker sitzen und aus Naturmaterialien bestehen. Es lohnt sich, ein Ersatznachthemd und gegebenenfalls eine Ersatzdecke bereitliegen zu haben. Falls es dann nachts mal wieder durchgeschwitzt ist, kann man schnell wechseln.
Rezeptfreie Medikamente gegen Hitzewallungen
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Vorbeugung gegen Hitzewallungen
Wichtiger Aspekt zur Vorbeugung gegen Hitzewallungen ist die richtige Ernährung. Grundsätzlich sollte man scharfe Speisen meiden und viele Nahrungsmittel mit Isoflavonen, also pflanzlichen Östrogenen essen. Diese sind zum Beispiel in Sojaprodukten enthalten. Außerdem sind Isoflavone in vielen Hülsenfrüchten wie Erbsen, Linsen und Bohnen enthalten.
Viele Frauen scheuen sich, Medikamente bzw. Hormone einzunehmen. Hilfreich sind oftmals Kräuter. Sie enthalten Phythohormone, die gegen Hitzewallungen wirken. Diese sind zum Beispiel in Mönchspfeffer, Weinraute oder Hopfen enthalten.
Bücher über Wechseljahre und Hitzewallungen
