Brustkrebs

Brustkrebs, Brustdrüsenkrebs bzw. Mammakarzinom ist eine bösartige Krebserkrankung der Brustdrüsen. Am häufigsten erkranken Frauen an diesem Tumor. Annähernd 60.000 Burstkrebskranke gibt es pro Jahr in Deutschland. Typische Anzeichen für Brustkrebs sind Knoten und Knotengeschwülste im Bereich der Brust. Da es kaum weitere Symptome gibt, ist eine jährliche Untersuchung zur Früherkennung sinnvoll.

Inhaltsverzeichnis

Definition Brustkrebs

Brustkrebs bzw. Mammakarzinom ist eine bösartige Erkrankung der Brustdrüsen-Läppchen (lobuläres Carcinom) oder häufiger des Gangepithels (duktales Carcinom). In Deutschland ist es das häufigste Krebsleiden der Frau, circa jede achte bis zehnte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens.

Die Inzidenz ist weiter steigend, aber durch gute Screeningprogramme (vor allem die Mammographie ab dem 50. Lebensjahr) kann der Brustkrebs oft in frühen Stadien erkannt werden. Auch haben sich die Therapiemöglichkeiten kontinuierlich verbessert, so dass eine deutliche Reduktion der Mortalität erreicht werden konnte. In Deutschland können bis zu 70 % der Brustkrebs-Erkrankungen geheilt oder zumindest zum Stillstand gebracht werden.

Ursachen für Brustkrebs

Eine einzige direkte Ursache für Brustkrebs ist selten auszumachen. Ausnahmen sind z.B. die genetisch verursachten Brustkrebs-Erkrankungen, welche lediglich um die fünf Prozent ausmachen (Mutationen in den Genen BRCA-1 und BRCA-2).

Ansonsten kann das individuelle Risiko über Risikofaktoren abgeschätzt werden. Neben einer familiären Häufung spielt auch eine lange Hormonkonfrontation eine entscheidende Rolle. Entsprechend stellen eine frühe Menarche, eine späte Menopause und keine bzw. späte Schwangerschaften Risikofaktoren dar. Stillen und viele Graviditäten wirken protektiv (schützend und vorbeugend). Die Hormonabhängigkeit spiegelt sich auch oft im Tumor selbst wieder.

So sind einige Formen in der Lage, Östrogen- und Progesteron-Rezeptoren auszubilden. Diese Tatsache wird auch therapeutisch genutzt. Allgemeine Faktoren wie Übergewicht, Rauchen, andere Krebsleiden in der Anamnese und Exposition mit ionisierenden Strahlen erhöhen ebenfalls das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.

Symptome von Brustkrebs

Brustschmerzen und Brustkrebs

Erreicht der Brustkrebs eine bestimmte Größe, treten erste Symptome auf. Typisch sind ein tastbarer, schmerzloser Knoten, der teilweise gegen das Nachbargewebe nicht mehr verschieblich ist.

An der Brust sind Einziehungen, Dellen, Orangenhaut und eine neuaufgetretene Asymmetrie der Brust wegweisend. Eine blutige Sekretion aus der Brustwarze kann dazu kommen.

Ist die Haut über dem Brustkrebs entzündlich verändert, spricht dies für ein so genanntes inflammatorisches Carcinom mit sehr schlechter Prognose. Überschreitet der Tumor die Basalmembran des Epithels, kann es zu Absiedlungen (Metastasen) außerhalb der Brust kommen.

Der Brustkrebs metastasiert bevorzugt Lymphogen, vor allem in die Lymphknoten in der Achsel. Metastasen über den Blutweg finden sich am häufigsten in den Knochen, aber auch Leber, Hirn und Lunge sind bevorzugt befallen. Leider sind auch nach vermeintlich erfolgreicher Therapie Spätmetastasen häufig.

Behandlung von Brustkrebs

An erster Stelle bei Brustkrebs steht die operative Therapie. Wenn möglich, wird brusterhaltend operiert. Entsprechend wird nur der Tumor mit ausreichendem Sicherheitsabstand entfernt. Ist der Tumor allerdings an mehreren Stellen lokalisiert (multizentrisch), ist er sehr groß im Verhältnis zur Restbrust oder ist er bereits mit Haut oder Pectoralismuskel verbacken, muss eine Entfernung der ganzen Brust durchgeführt werden (Ablatio).

Intraoperativ wird bei einem invasiven Brustkrebs zusätzlich der Wächterlymphknoten (Sentinel-Lymphknoten) entfernt. Nur wenn dieser histologisch befallen ist, werden Level II und III der axillären (Achsel) Lymphknoten ebenfalls resiziert. Wurde brusterhaltend operiert, so ist eine Bestrahlung der Restbrust obligat.

Nach einer Ablatio mammae wird je nach Risikofaktoren, Tumorstadium und Patientenwunsch entschieden. Ergänzend kann eine Chemotherapie durchgeführt werden. Ist der Tumor sehr groß oder liegt ein inflammatorischer Brustkrebs vor, kann auch vor der Operation zur Verkleinerung der Tumormasse eine so genante neoadjuvante Therapie durchgeführt werden.

Postoperative Chemotherapie erfolgt je nach Risikokonstellation, Tumorstadium und Metastasierung. Bildet der Brustkrebs Hormonrezeptoren aus, ist eine Hormontherapie (abhängig vom Menopausenstatus) adjuvant einzusetzen. Diese Therapie wird als direkte Maßnahme, aber auch zur Rezidivprophylaxe genutzt. Eine recht junge Therapieform sind tumorspezifische Antikörper (Herceptin). Dieser Antikörper gegen den Her-2/neu-Rezeptor wird vor allem bei einem metastasierten Brustkrebs eingesetzt.

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