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Alkohol

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 23. März 2014
Symptomat.deLexikon Alkohol

In unserem Sprachgebrauch ist mit der Bezeichnung Alkohol meistens Ethanol gemeint. Dieser Alkohol entsteht durch die natürliche Gärung des Zuckers. Im Jahr 1857 entdeckte Luis Pasteur, dass es sich hierbei um ein Stoffwechselprodukt von Mikroorganismen handelt. Alkohol ist eine farblose und brennend schmeckende Flüssigkeit, die leichter als Wasser ist und bei etwa 78 Grad Celsius verdampft. Der Alkohol ist leicht brennbar und verbrennt mit blauer Flamme. Flüssigkeiten in der Natur haben höchstens einen Alkoholgehalt von 15 Prozent, in höheren Konzentrationen ist Alkohol ein konservierendes Gift. Seit dem 20. Jahrhundert wird Alkohol für technische Zwecke auch synthetisch hergestellt.

Inhaltsverzeichnis

Wirkung von Alkohol auf den Menschen

Alkohol hat bei Aufnahme durch den Menschen eine berauschende Wirkung. Er wird von den Mund- und Magenschleimhäuten und vom Dünndarm aufgenommen und verteilt sich im gesamten Körper. Das Nervensystem und die Leber reagieren besonders empfindlich auf Alkohol. Jeder kleine Rausch vernichtet Nervenzellen und strapaziert die Leber. Auf das Zentralnervensystem wirkt Alkohol wie ein Beruhigungsmittel.

In den Zellmembranen der Nervenzellen wird Ethanol eingelagert, wodurch die Reizweiterleitung im Nervensystem eingeschränkt wird. Die Stimmung lockert sich und Ängste oder Sorgen lassen nach. Bei geringen Mengen wirkt der Alkohol anregend, bei Zunahme des Alkoholgehaltes im Blut wird das Zentralnervensystem gedämpft. Das Reaktionsvermögen und die Urteilsfähigkeit lassen nach. Das kann bis zu Bewusstseinsstörungen führen.

Im Körper wird der Alkohol als Gift behandelt und vorrangig abgebaut. Somit verlangsamt sich der Fettstoffwechsel. Das Fett wird weniger verbraucht und im Fettgewebe eingelagert. Bis zu 90 Prozent der aufgenommenen Alkoholmenge werden durch Oxidation in der Leber abgebaut.

Alkohol in der Medizin als Arzneimittel

Alkohol hat sich als äußerst wirksames Antiseptikum und Desinfektionsmittel bewährt. Sind in einem Alkohol-Wasser-Gemisch 50 bis 80 Prozent Alkohol enthalten, werden damit alle Bakterien und eingeschränkt auch Viren getötet. Bei der Herstellung von Medikamenten aus pflanzlichen Wirkstoffen, die nicht wasserlöslich sind, gilt Alkohol als wichtiges organisches Lösungsmittel und als Trägersubstanz für die Inhaltsstoffe.

Auch seine konservierende Wirkung ist nützlich bei der Herstellung von Medikamenten. Als Einreibung eingesetzt, bewirkt Alkohol eine stärkere Durchblutung der Haut. Da Alkohol schnell verdunstet, ist eine Alkohollösung äußerlich angewendet auch ein Mittel zur Schmerzlinderung und zur Kühlung, besonders effektiv bei Insektenstichen. Eine heilende Wirkung von Alkohol als Getränk ist nicht nachgewiesen.

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Gefahren und Sucht bei übermäßigem Alkoholkonsum

Alkohol ist eine Droge und führt bei übermäßigem Genuss bis zur lebensbedrohlichen Alkoholvergiftung. Ständiger Alkoholkonsum über eine längere Zeit bewirkt irreparable Schäden des Organismus und der Seele. Es besteht die hohe Gefahr einer körperlichen und physischen Abhängigkeit. Durch Überforderung der Leber beim Abbau des Alkohols wird diese dauerhaft beeinträchtigt. Von der Fettleber über die Leberentzündung bis zur Leberzirrhose sinkt die Leistungsfähigkeit der Leber für die Entgiftung des Körpers kontinuierlich.

Folgeerkrankungen stellen sich ein und die Lebensqualität ist deutlich gemindert. Bluthochdruck und Beeinträchtigung des Herz-Kreislauf-Systems gehören ebenfalls zu den negativen Auswirkungen, ebenso Depressionen und Unfruchtbarkeit. Nicht selten haben schwere Krankheiten durch übermäßigen Alkoholgenuss einen tödlichen Verlauf.

Eine neue Studie des Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke zeigt an 364.000 Menschen europaweit auf, dass bei den Männern etwa zehn Prozent der Krebserkrankungen und bei den Frauen etwa drei Prozent der Krebsfälle auf erhöhten Alkoholkonsum zurückzuführen sind. Bei Verzicht auf Alkohol lassen sich viele Erkrankungen vermeiden.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

didib57 kommentierte am 21.11.2012 um 10:28 Uhr

Am Wochenende trinke ich kaum oder gar nicht, da bin ich in meiner Familie eingebunden. Wenn ich Wochentags meinen Job verrichte, da bin ich allein, und da geht die Trinkerei los.