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Leberzirrhose

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Peter Hoffmann (Facharzt für Allgemeinmedizin)

Leberzirrhose oder Leberschrumpfung ist eine chronisch-progrediente Erkrankung der Leber. Man spricht auch von einer Zerstörung der Leber die zumeist ganzheitlich betroffen ist. Dabei werden im Besonderen die Leberläppchen zerstört und zu Bindegewebe umgewandelt. Weiterhin kann eine Leberzirrhose ein Endstadium anderer Lebererkranungen sein. Zumeist sind Männer zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr betroffen. Bei Frauen kommt diese Krankheit seltener vor, da diese statistisch gesehen weniger zu Alkoholmissbrauch tendieren.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Leberzirrhose?

Leberzirrhose ist eine Erkrankung der Leber. Dabei sind vor allem die Gefäße und das Gewebe der Leber nachhaltig zerstört. Hauptsächlich kommt es bei einer Leberzirrhose zu einer Schrumpfung der Leber. Außerdem verhätet sich das Organ zusehens. Das Bindegewebe der Leber verändert sich bei einer Leberzirrhose im Verlauf in eine narbige Struktur.

Durch diese Zerstörung der Leber, die auch als Schrumpfleber bekannt ist, kann es zu lebensgefährlichen Komplikationen kommen. Medizinisch kann man die Leber bei einer Leberzirrhose in drei Formen unterscheiden. Es gibt eine großknotige Leber, eine kleinknotige Leber und eine Mischform aus den ersten beiden. Tritt ein übermäßiger Alkoholkonsum auf, so entsteht oft eine kleinknotige Leber, wohingegen eine großknotige Leber eher bei einer Hepatitiserkrankung in Erscheinung treten kann.

Ursachen für Leberzirrhose

Bei einer Leberzirrhose werden die Leberläppchen narbig und zu Bindegewebe umgewandelt. Diesen Vorgang nennt man Fibrose. Dadurch wird die Funktion der Leber extrem gestört. Die Leber wird nun hart und knotig. Schließlich schrumpft sie endgültig. Daraus resultiert anschließend eine mangelhafte Durchblutung der Leber, die zu einem Pfortaderhochdruck frühren kann. Allgemein bekannte Ursachen für eine Leberzirrhose sind:

  • Alkoholmissbrauch, 1/2 aller Fälle
  • Hepatitis, B, C, D, 1/4 aller Fälle
  • Erkrankung des Eisen-, Kupfer- oder Fettstoffwechsels
  • Gallenwegserkrankungen mit Gallenstau
  • kardiovaskuläre Krankheiten, z.B. Stauungsleber bei chronischer Rechtsherzinsuffizienz
  • Gifte oder Medikamente

Eine Leberzirrhose ist die Folge verschiedener Lebererkrankungen, denen die unterschiedlichsten Ursachen zugrunde liegen. Mit über 60 Prozent sind die meisten aller Fälle von Leberzirrhose in Deutschland auf Alkoholmissbrauch zurückzuführen. Bei 20-30 Prozent aller Betroffenen verursacht eine Hepatitis B, Hepatitis C oder Hepatitis D die Leberzirrhose.

Zu den selteneren Ursachen einer Leberzirrhose gehören diverse erbliche Stoffwechselkrankheiten. Ebenso können auch tropische Krankheiten, Cholera, Medikamente und Chemiekalien als Ursache in Betracht kommen.

Typische Symptome und Anzeichen bei Leberzirrhose

Krankheitsverlauf Leberzirrhose

Die Symptome der Leberzirrhose können auch auf Gallenblasenentzündung oder Gallensteine hindeuten. Weiterhin sind auch Gastritiserkrankungen auszuschließen. Im weiteren verlauf einer Leberzirrhose kann es auch zu Leberkrebs kommen, sodass auch auf diese Krankheit einzugehen ist.

Insgesamt ist die Leberzirrhose aber abhänig von der Ursache der Erkrankung. Auf jeden Fall sollte Leberzirrhose nicht selbst therapiert werden, sondern von einem ausgebildeten Mediziner. Besonders wenn die Leberzirrhose rechtzeitig erkannt wird, lassen sich gravierende Komplikationen vermeiden. Sind die Schäden jedoch erst einmal irreversibel vorhanden, so ist eine vollständige Genesung nicht mehr möglich.

Bleibt die Leberzirrhose ohne Behandlung, so wird ihre Funktion mit hoher Wahrscheinlichkeit immer weiter verringert, was zu einem Verlust von Lebensqualität oder gar zum Tod führen kann. Hierbei können dann folgende Komplikationen und Schädigungen auftreten: Wasseransammlung im Bauch, Stoffwechselstörungen, innere Blutung im Magen, Speiseröhre oder Darm, sowie Hirnerkrankungen aufgrund von mangelnder Entgiftung des Körpers durch die Leber.

Behandlung und Therapie von Leberzirrhose

Zunächst wird die Ursache für eine Leberzirrhose beim Arzt untersucht. Zumeist sind diese ein erhöhter Alkohlkonsum oder eine Hepatitis-Infektion. Daher sind hier zuerst diese Ursachen zu bekämpfen. Alkohol oder andere giftige Stoffe sind sofort zu meiden. Bei Hepatitis ist diese zuerst zu behandeln. Die Schäden, die durch eine Leberzirrhose entstanden sind, sind nicht mehr zu heilen.

Dennoch kann eine rechtzeitige Behandlung weitere Komplikationen und Beschwerden lindern. Je nach Ursache kann eine medikamentöse Therapie, z.B. durch harntreibende Medikamente oder eine Transplantation der Leber bei alkoholkranken Patienten erfolgreich sein.

Vorbeugung von Leberzirrhose

Der Verzicht auf Alkohol ist bisher die beste Vorbeugung gegen Leberzirrhose. Weiterhin kann eine Impfung gegen Hepatitis vorbeugend wirken. Auch der Schutz vor diversen Giften, wie Lösungsmitteln, sollte primär Gegenstand jeder Verbeugungsmaßnamhem sein. Allgemeine Hygieneregeln können ebenso vor Ursachen einer Leberzirrhose schützen.

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Weitere Infos

Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2013; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2013, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.

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