Durchblutungsstörungen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 1. September 2014
Symptomat.deKrankheiten Durchblutungsstörungen

Bei Durchblutungsstörungen leiden viele Menschen an kalten Händen und Füßen. Dass sich dahinter allerdings ernsthafte Erkrankungen verbergen können, ist den Betroffenen oftmals nicht bewusst. Ein Arztbesuch zur Klärung der Ursache ist daher sinnvoll und ratsam. Kalte Gliedmassen sind oft ein Anzeichen für arterielle Durchblutungsstörungen, und diese müssen in jedem Fall durch einen Facharzt behandelt werden. Eine gesunde Durchblutung des Organismus ist von Bedeutung, um eine ausreichende Sauerstoffversorgung der Organe zu gewährleisten. Ist das Gewebe nicht mehr genügend durchblutet und bleibt diese Krankheit unbehandelt, kann dies für den Menschen schwerwiegende Folgen haben.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Durchblutungsstörungen?

Medizinisch betrachtet bedeuten Durchblutungsstörungen eine reduzierte Versorgung von verschiedenen Körperteilen und Organen mit nähr- und sauerstoffreichem Blut. Dies meistens als Folge von Verengungen oder Verstopfungen der Arterien. Mit zunehmendem Lebensalter erhöht sich das Risiko, an Durchblutungsstörungen zu erkranken. Neuere Untersuchungen haben allerdings gezeigt, dass zunehmend auch jüngere Patienten von dieser Krankheit betroffen sind.

Bezeichnend für alle Arten von Durchblutungsstörung ist die Tatsache, dass der Betroffene im Anfangsstadium keine oder kaum Beschwerden verspürt. Erst wenn der Blutfluss bereits stärker beeinträchtigt ist, macht sich die Krankheit bemerkbar. Da Durchblutungsstörungen lebensgefährliche Situationen wie einen Schlaganfall oder Herzinfarkt verursachen können, sind vorbeugende Massnahmen von grosser Bedeutung.

Ursachen von Durchblutungsstörungen

Die Ursachen von Durchblutungsstörungen sind vielfältig und können verschiedenen Ursprungs sein. Am häufigsten sind jedoch Arteriosklerosen (Verengung oder Verschluss von Arterien aufgrund von Ablagerungen), Blutgerinnsel im Körper (Thromben oder Embolien) oder Gefässentzündungen. Aber auch ein zu höher Cholesterinspiegel, Übergewicht, Diabetes Mellitus, niedriger Bluttruck, Rauchen oder Bewegungsmangel erhöhen das Risiko, an Durchblutungsstörungen zu erkranken.

Da die Arterienverkalkung (Arteriosklerose) die häufigste Ursache für Durchblutungsstörungen ist, sollte sie kurz näher beschrieben werden. So kommt es bei der Arteriosklerose, aufgrund von Alter und ungesundem Lebenswandel und ungesunder Ernährung, zu Ablagerungen und Abnutzungen der Blutgefäße. In der Folge verengen sich die Arterien so sehr, dass kaum Blut durch sie hindruchfließen kann. Man kann also von einer regelrechten Verstopfung der Blutgefäße oder von Blutstau sprechen. Somit erklärt sich diesbezüglich die Durchblutungsstörung, die dann für die folgenden typischen Beschwerden und Symptome verantwortlich sind.

Typische Symptome und Anzeichen bei Durchblutungsstörungen

Krankheitsverlauf Durchblutungsstörungen

Durchblutungsstörung

Abhängig davon, welche Arterien betroffen sind, können Durchblutungsstörungen in verschiedenen Körperteilen oder Organen auftreten. Am häufigsten tritt die Krankheit im Gehirn, am Herzen oder in den Extremitäten (vor allem in den Beinen, manchmal auch in den Armen) in Erscheinung. Bei Durchblutungsstörungen am Herzen verspürt der Patient Schmerzen und ein Enge-Gefühl im Brustbereich, oft verbunden mit dem Gefühl, nicht richtig durchatmen zu können (Angina pectoris). In leichteren Fällen treten diese Beschwerden nur bei körperlicher Anstrengung zu Tage.

Wenn das Gehirn, oder mindestens Teile davon, nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt werden, kann unter anderem eine Taubheitsgefühl in Armen und Beinen auftreten. Schwierigkeiten beim Sprechen (symptomatisch: plötzliches Herabhängen eines Mundwinkels), Sehstörungen, Ohrgeräusche oder Schwindel können ebenfalls Anzeichen einer Durchblutungsstörung im Gehirn sein, oftmals gekoppelt an Orientierungslosigkeit und Verwirrtheit des Betroffenen.

Kältegefühle in den Füssen, Schmerzen und Kribbeln bis hin zu Taubheitsgefühlen in den Beinen können auf Durchblutungsstörungen in den Beinen deuten. Aber auch Schlafstörungen aufgrund von Schmerzen und Krämpfen oder gar Hautverfärbungen (infolge Absterben des Gewebes) sind ernstzunehmende Hinweise.

Diagnosedaten & Häufigkeit

Relative Häufigkeit je 100.000 Einwohner pro Bundesland
(ICD-10: I95-I99 Sonstige und nicht näher bezeichnete Krankheiten des Kreislaufsystems) (2012)
Quelle: GBE des Bundes (Diagnosedaten der Krankenhäuser)

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Behandlung und Therapie von Durchblutungsstörungen

Grundsätzlich gilt: Durchblutungsstörungen und kardiovaskuläre Erkrankungen können durch einen gesunden Lebenswandel vorgebeugt werden. Dazu gehört eine vollwertige, basische Ernährung, der Verzicht auf Nikotin, Alkohol und Koffein (oder zumindest ein massvoller Konsum dieser Genussmittel), genügend Bewegung an der frischen Luft und die Kontrolle des Gewichts. Aber auch ein ausgeglichener Lebensstil kann als wichtiger Präventionsfaktor betrachtet werden.

Ist die Erkrankung jedoch erst einmal eingetreten, ist Selbsthilfe nicht mehr, oder nur begrenzt unter ärztlicher Aufsicht, möglich. Das Aufsuchen eines Arztes ist somit unumgänglich. Bei der Behandlung von Durchblutungsstörungen wird unterschieden zwischen akuten Beschwerden, die als medizinischen Notfall gelten (Schlaganfall, Herzinfarkt, akuter Verschluss der Beinarterie, usw.), und länger bestehende Beschwerden, die durch Umstellung der Lebensgewohnheiten, durch Medikamente und weitere ärztliche Behandlungen therapiert werden.

Nebst vorbeugenden Massnahmen zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit ist es empfehlenswert, regelmässige Kontrolluntersuchungen beim Arzt durchführen zu lassen. Auf diese Weise können gerade auch Durchblutungsstörungen frühzeitig erkannt und damit schwerwiegenden Folgeerkrankungen vorgebeugt werden.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Samuel kommentierte am 28.10.2013 um 00:44 Uhr

Gerade bei Durchblutungsstörungen im Kopf sollte man nicht zu früh davon ausgehen, dass eine Operation notwendig ist. Oftmals lassen die arteriosklerösen Verdichtungen sich auch mit ASS oder Ähnlichem behandeln. Das hängt aber natürlich von der jeweiligen Situation (Ort und Ausmaß) ab.