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Arteriosklerose

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Peter Hoffmann (Facharzt für Allgemeinmedizin)

Eine Arteriosklerose, Atherosklerose wird zumeist auch als Arterienverkalkung bezeichnet. Dabei kommt es im Verlauf eines ungesunden Lebenswandels zumeist zu Ablagerungen von Cholesterin, Fett und Kalk (Plaque) in den Arterien, die dann durch eine Arterienverengung nicht genügen Blut bzw. Sauerstoff hindurchlassen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Arteriosklerose?

Die im Volksmund bekannte Krankheit Arterienverkalkung wird in der Medizin als Arteriosklerose oder Atherosklerose bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Erkrankung von Blutgefäßen, die sauerstoffhaltiges Blut vom Herzen weg befördert, um andere Organe mit Sauerstoff zu versorgen. Hierbei kommt es dann zu einer Gefäßverengung. Ausgelöst wird die Arteriosklerose durch den sogenannten Plaque, der wiederum aus Fetten, Kalk, Blutegrinnseln und Beindegewebe bestehen kann. Er setzt sich im Laufe von Jahren an den Gefäßwänden fest und lässt damit immer weniger Blut hindurchfließen.

Diese Prozess beginnt kann schon in der Jugend einsetzen, wenn der Betroffene viel fett- und zuckerreiche Mahlzeiten konsumiert und wenig Sport treibt. In der Folge kommt es dann durch die Arteriosklerose zu Herz-Kreislauf-Krankheiten (z.B. Koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Schlaganfall und stellen damit einen der häufigsten Todesursachen (ca. 10%) in Deutschland dar. Weitere Folgen können Krankheiten der Herzkranzgefäße, periphere arterielle Verschlusskrankheit, Verengung der Beinarterien und damit Verlust der Extremitäten sein.

Ursachen für Arteriosklerose

Leider sind bisher noch nicht alle Ursachen für Arteriosklerose geklärt. Dennoch gibt es zahlreiche Theorien, die diese Krankheiten zu erklären ermöglichen. Eine Theorie ist die Lipidtheorie. Lipid, welches auch als Fett bekannt ist, soll hierbei maßgleblich zur Bildung von Arteriosklerose beitragen. Vor allem durch Cholesterin (LDL-Cholesterin) ist das Risiko eine Gefäßverengung zu bekommen stark erhöht.

Dabei wird das Cholerstin in fetthaltige Schaumzellen umgewandelt, die dann im Laufe der Zeit für Plaques (Ablagerungen) an den Gefäßwänden sorgen. Zusätzlich gehören weitere Faktoren zu den Risikogruppen für Arteriosklerose. Vor allem Rauchen, Bluthochdruck, erhöhte Cholerstinwerte, Diabetes mellitus, mangelnde Bewegung und Übergewicht können diese Form der Gefäßverkalung (Arterienverkalkung) auslösen.

Typische Symptome und Anzeichen bei Arteriosklerose

Krankheitsverlauf Arteriosklerose

Arteriosklerose mit verstopfter Arterie und einem Blutgerinnsel (Thrombus).

Der Verlauf von Arteriosklerose beginnt zumeist schom im Jugendalter. Es kommt hier bereits zu Fettansammlungen, sie die Arterien und deren Innenwände schädigen. Mit den Jahren verengen sich die Gefäße mehr und mehr. Weitere Blutplättchen und Plaque setzen sich fest. Welche Herz-Kranz.Erkrankung dann die Folge sein kann, hängt davon ab, welche Arterien in welchen Organen betroffen sind. Weiterhin sind Vorerkrankungen (z.B. Herzfehler) und die Intensität der Arterienverkalkung von Bedeutung.

Menschen die Rauchen oder an Übergewicht leiden können schneller und schwerer an Folgekrankheiten der Arteriosklerose erkranken. Wird eine Arteriosklerose jedoch frühzeitig erkannt können die meisten Schäden rückgängig gemacht werden. Dazu gehört meist eine radikale Diät und zukündtige Ernährungsumstellung sowie ein Leben voller Bewegung bzw. Sport.

Wird eine Arteriosklerose nicht rechtzeitig erkannt oder nicht behandelt, so können vielerlei Komplikationen auftreten. Zum einen können, wie bereits erwähnt, Herz-Kreislauf-Erkrankungen eintreten. Typisch hierbei sind die Koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt und Schlaganfall. Es kann in der Folge aber auch zum Verlust der Beine oder Hände kommen, da diese nicht mehr ausreichend durchblutet werden und absterben. Um eine Blutvergiftung dann vorzubeugen, müssen diese Extremitäten amputiert werden. Im schlimmsten Fall kann es auch zu einem plötzlichem Herztod kommen.

Behandlung und Therapie von Arteriosklerose

Die Therapie bzw. Behandlung einer Arteriosklerose im Frühstadium kann zumeist geheilt werden, wenn es zu einer Ernährungs- und Bewegungsumstellung kommt. Dabei sollte vor allem eine gesunde Lebensweise, ohne Rauchen und fettem Essen, ohne Alkohol aber mit viel Bewegung und Sport bevorzugt werden.

Weiterhin besteht auch die Möglichkeite, die Arteriosklerose durch Medikamente einzudämmen. Diese Methode sollte jedoch nicht eine gesunde Lebensweise ersetzen, da sie die Krankheit nicht heilt, sondern nur stärkere Komplikationen hinauszögert. Dabei kommen bei diese konservativen Therapie oftmals die selben Meidkamente zu Einsatz, die auch bei anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen erfolgreich angewandt werden.

Sind bereits Nebenerkrankungen, wie Diabetes mellitus oder einer erhöhter Blutdruck vorhanden, so sind diese Krankheiten mit zu behandeln. Bei einer starken Arteriosklerose kann es auch notwendig werden, die Gefäßverengung durch eine Operation zu weiten. Hierbei wird heute die Ballonangioplastie eingesetzt. Der behandelnde Arzt schiebt hierzu einen Ballon mittels Katheder in die betroffenen Arterie und dehnt diese dann auf. Zumeist werden dann Stents (Gefäßstütze) eingesetzt, um eine erneute Gefäßverengung auszuschließen.

Wenn diese Therapie nicht mehr hilft, kann nur noch ein Bypass die Arterie und deren Durchblutung retten.

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Weitere Infos

Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2013; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2013, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Reinhard kommentierte am 15.04.2012 um 12:33 Uhr

Mit Hilfe welcher Diät können Plaques in den Herzkranzgefäßen reduziert bzw. beseitigt werden? Bei mir sind es weiche, fetthaltige Ablagerungen. Medikamente gegen Plaques gibt es ja nicht!

Dieter kommentierte am 21.07.2012 um 12:52 Uhr

Hallo Reinhard. Plaques können entstehen, wenn drei Faktoren zusammen
kommen. Als Hauptursache ist ein erhöhter Colesterinwert dazu zuviel Calzium im Blut und Bewegungsmangel. Also wäre eine Nahrungsumstellung und ein wenig Sport schon die halbe Miete. Falls noch zu viel Calzium im
Blut ist (Test) kann man "EDTA" als Nahrungsergänzung eine Zeit lang einnehmen. "EDTA" ist ein Metallchelator, welcher in erster Linie Calzium eliminiert.