Notarzt

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Der Notarzt ist derjenige Mediziner, der in Notfallsituationen die medizinische Erstversorgung des Patienten garantiert. Seine Behandlung erfolgt präklinisch, so dass ein Krankenhausaufenthalt erst im Anschluss erwogen wird. Seine Haupttätigkeit liegt darin, dass er akute sowie lebensgefährliche Verletzungen, beispielsweise nach einem Verkehrsunfall, bzw. auch Erkrankungen fachgerecht diagnostiziert und behandelt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Notarzt?

Um als Notarzt tätig werden zu dürfen, müssen die Mediziner eine spezielle Sonderausbildung erfolgreich absolviert haben. Welche konkreten Qualifikationsmaßnahmen der Rettungsarzt belegen muss, richtet sich nach der ärztlichen Weiterbildungsordnung, die von der Bundesärztekammer bestimmt wird.

Die Ausbildung erfolgt in der Regel über einen Zeitraum von zwei Jahren. Während dieser Zeit müssen die Anwärter verschiedene medizinische Facheinrichtungen besuchen. Dazu zählen vor allem die Fachbereiche Anästhesie, die Notfallaufnahme sowie die Intensivstation.

Außerdem müssen Teilnehmer festgelegte Kurse besuchen, durch die sie spezielle Notfallmaßnahmen erlernen. Bevor die Prüfung erfolgreich abgelegt werden kann, müssen Kandidaten zudem einen Nachweis über mindestens 50 Rettungseinsätze unter Aufsicht vorlegen können. Der Notarzt ist berufstechnisch vom Notfallmediziner abzugrenzen, da der Facharzt für Notfallmedizin direkt in der Notaufnahme tätig ist.

Behandlungen

Das Aufgabengebiet des Notarztes ist sehr breit angelegt. Insoweit muss er sämtliche Krankheitsbilder sowie Verletzungsarten unmittelbar erkennen und fachgerecht behandeln können. Daher verfügen die spezialisierten Mediziner über ein grundlegendes Fachwissen.

Sobald der Betroffene die Rettungsstelle alarmiert hat, muss der zuständige Einsatzleiter selbstständig entscheiden, ob ein Notarzteinsatz notwendig ist. Diesbezüglich existiert ein genereller Meldekatalog, der verschiedene Symptome unausweichlich mit einem Einsatz des Notarztes kombiniert. Der Fachmediziner muss nach dem Indikationskatalog jedenfalls dann tätig werden, wenn der Hilfesuchende Beschwerden bei der Atmung, Störungen bei der Bewusstseinslage, Störungen im Herz-Kreislauf-System, starke Schmerzen sowie Lähmungserscheinungen oder schwerwiegende Verätzungen oder Verbrennungen beschreibt.

Des Weiteren wird regelmäßig ein Einsatz verpflichtend sein, wenn sich ein schweres Unfallereignis zugetragen hat, wenn Personen verschüttet oder eingeklemmt sind, wenn sich Menschen selbst etwas antun möchten, wenn es zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen ist, wobei mindestens ein Beteiligter Stich- oder Schussverletzungen davongetragen hat oder wenn eine Geburt bevorsteht bzw. unmittelbar beendet wurde. Es wird mithin deutlich, dass sich das Arbeitsbild der Notärzte keineswegs auf wenige Notfallsituationen beschränkt.

In der Regel wird der Facharzt separat zum Einsatzort befördert, so dass sowohl der Fachmediziner als auch ein technisch ausgerüsteter Rettungswagen bzw. Rettungshubschrauber die Erstbehandlung garantieren. Sobald der Mediziner am Ort des Geschehens eintrifft, wird er sich zunächst einen Überblick über die Situation verschaffen. Insoweit es notwendig ist, leitet er sodann lebensrettende Maßnahmen ein. In den meisten Fällen wird der Arzt einen zusätzlichen Krankenhausaufenthalt einfordern, so dass er den Patienten transportfähig machen muss. Dazu zählt insbesondere, dass er ihn zunächst von Schmerzen befreit und den Betroffenen während der Transportfahrt medizinisch beobachtet.

Diagnose- & Untersuchungsmethoden

Das Aufgabengebiet des Notarztes ist sehr breit angelegt. Insoweit muss er sämtliche Krankheitsbilder sowie Verletzungsarten unmittelbar erkennen und fachgerecht behandeln können.

Die medizinische Grundversorgung kann nur dann erfolgreich verlaufen, wenn dem Notarzt ausreichend medizinische Vorräte zur Verfügung stehen. Da der Notarzt unabhängig vom Rettungswagen am Ort des Geschehens eintrifft, muss sein Notarzteinsatzfahrzeug eine Mindestausstattung mit sich bringen.

Zu den grundlegenden Ausrüstungsgegenständen zählen ein chirurgisches Besteck, Betäubungsmittel, eine Spezialkanüle zur Behandlung des Knochenmarks, ein Koniotomie-Set, einen 12-Kanal-EKG, ein spezielles, um Notamputationen durchführen zu können, sowie lebensrettende Beatmungsgeräte. Der Rettungswagen, der zusätzlich zum Behandlungsort gerufen wird, verfügt derweil über weitergehende medizinische Ausrüstungskomponenten. Der Innenraum gleicht einem kleinen Behandlungszimmer im Krankenhaus. Es werden solche Gerät war und auch Medikamente mitgeführt, die notwendig werden können, um die Vitalfunktionen zu erhalten oder schwere Gesundheitsschäden abzuwenden.

Dem Notarzt steht ein Reservoir an Infusionsmitteln, Sauerstoffflaschen, Beatmungsgeräten, verschiedene medizinische Besteckarten sowie typische Diagnosehilfsmittel. Außerdem ist der Rettungswagen mit verschiedenen Medikamenten ausgestattet, um beispielsweise Vergiftungen oder Verbrennungen wirksam behandeln zu können. Während der Patient zum Krankenhaus befördert wird, kann der Notarzt folglich sämtliche Möglichkeiten ausschöpfen, um die Situation des Betroffenen, insofern dies noch möglich ist, deutlich zu verbessern.

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Wie erreiche ich einen Notarzt bei einem Notfall? Worauf ist zu achten?

Patienten, die sich in einer Notsituation befinden, können sich den Notarzt personell nicht aussuchen. Stattdessen wählen sie die bundesweit gültige Notrufnummer (112), so dass der Anruf direkt an die nächste Rettungsstelle weitergeleitet wird.

Welcher Notarzt tatsächlich am Einsatzort eintrifft, hängt somit in erster Linie von der zuständigen Dienststelle ab. Des Weiteren ist es entscheidend, welcher Arzt sich zum Zeitpunkt der Mitteilung im Dienst befindet. Es ist indes nicht ratsam, dass Betroffene zunächst den telefonischen Kontakt zu ihrem Hausarzt suchen. Vor allem in Notsituationen kann sich der Zeitverlust negativ auswirken.

Außerdem sind Hausärzte im Regelfall technisch und medizinisch nicht hinreichend ausgerüstet. Das bedeutet, dass auch der Hausarzt den qualifizierten Kollegen alarmieren wird. Auch die Nachbehandlung im Krankenhaus wird in der Regel durch ein festgelegtes Fachteam gewährleistet, so dass dem Patienten lediglich ein begrenztes Wahlrecht in Aussicht gestellt wird.

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