Hausarzt

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Bei einem Hausarzt handelt es sich um einen Mediziner, der freiberuflich in seiner eigenen Praxis tätig oder in einem medizinischen Versorgungszentrum angestellt ist. Er gilt gemeinhin als erste Kontaktstelle bei physischen und auch psychischen Beschwerden oder Fragen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Hausarzt?

Hausärzte können praktische Ärzte ohne Facharztausbildung, Allgemeinärzte, Kinder- und Jugendärzte, sowie teilweise auch Fachärzte für Innere Medizin mit hausärztlicher Niederlassung sein.

Der Hausarzt ist jener Mediziner, der im Gesundheitssystem als erste medizinische Kontaktstelle wahrgenommen wird und der einen sehr personenbezogenen Ansatz verfolgt. In Deutschland kann man als Hausarzt praktizieren, wenn man nach dem Staatsexamen oder dem medizinischen Diplom eine medizinische Promotion absolviert. Diese beinhaltet die Famulatur – die praktische Patientenversorgung – und das praktische Jahr, in dem die Ausbildung direkt am Patienten im Zentrum steht.

In Österreich muss man, um als Hausarzt zugelassen zu werden, nach der Sponsion zum „Doktor der gesamten Heilkunde“ ein Doktoratsstudium, sowie einen dreijährigen Turnus durchlaufen. Beim Turnus geht es darum, praktische Erfahrungen in verschiedenen Bereichen der Medizin, die vorher festgelegt werden, zu sammeln.

Behandlungen

Der Hausarzt bietet ein breites Behandlungsspektrum, seine Kernaufgaben sind beratende Gespräche, Grund- und Vorsorgeuntersuchungen und Langzeitkontrolle und –behandlung chronischer Erkrankungen. Er erfüllt alle Primärversorgungsaufgaben und ist für die Wundversorgung kleinerer Verletzungen, wie Schnitte oder kleine Platzwunden, verantwortlich.

Zu den Aufgaben des Hausarztes gehören zusätzlich auch die Durchführung von EKGs, Lungenfunktionstests, Infusionstherapien und Impfungen. Er hat darüber hinaus auch eine konsultierende Funktion, wie beispielsweise im Bereich der Ernährungsberatung, der Raucherentwöhnung oder in reisemedizinischen Fragen. Außerdem sind Hausärzte berechtigt Tauglichkeitsprüfungen für den Erhalt des Führerscheins und Operationsvorbereitungen durchzuführen.

Hausärzte können auch bei psychischen Beschwerden konsultiert werden. Da er die persönlichen Umstände des Patienten meist besser kennt als die meisten Spezialisten, kann der Hausarzt beratend zur Seite stehen und erkennen, wo die Probleme liegen. Des Weiteren kann ein Hausarzt auch über Zusatzausbildungen verfügen. Zu diesen zählen unter anderem Ausbildungen auf den Gebieten Akupunktur, Diabetes, Notfallmedizin, Ultraschall oder Hautkrebsscreening. Bei pflegebedürftigen Personen oder schwerwiegenden Erkrankungen führt der Hausarzt auch Hausbesuche durch.

Diagnose- & Untersuchungsmethoden

Der Hausarzt ist jener Mediziner, der im Gesundheitssystem als erste medizinische Kontaktstelle wahrgenommen wird und der einen sehr personenbezogenen Ansatz verfolgt.

Der erste Besuch beim Hausarzt beginnt damit, dass dieser die Krankengeschichte des neuen Patienten aufnimmt und sich ein Bild vom Leben und Umfeld der Person macht. Im Zuge dieses Erstgespräches erkundigt sich der Hausarzt nach der Entwicklung in Kindheit und Pubertätsalter, frühere Erkrankungen, Allergien, bereits durchgeführten Operationen und vergangenen Unfällen.

Außerdem erkundigt er sich über die Krankheitsgeschichte der Familie und legt fest, ob der Patient ein erhöhtes Krankheits- oder Unfallrisiko – eventuell durch den ausgeübten Beruf – aufweist. Zur Einordnung der unterschiedlichsten Symptome bedient sich der Hausarzt Methoden wie Puls- und Blutdruckmessungen, Tastuntersuchungen und Untersuchungen von Herz und Lunge durch Abhören mit einem Stethoskop.

Hausärzte führen auch Blutabnahmen durch, die zur Analyse in ein Labor geschickt werden, und dürfen Impfungen verabreichen. Zur Feststellung eines Harnleiterinfekts oder einer Blasenentzündung werden vom Hausarzt auch Harnschnelltests gemacht. Der Hausarzt ist berechtigt Rezepte für Medikamente auszustellen und Überweisungen an Fachärzte und Krankenhäuser zu schreiben.

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Worauf sollte der Patient achten?

Bei der Wahl des passenden Hausarztes sollte man bedenken, dass man diesen in der nahen Zukunft nicht mehr so schnell wechseln wird. Daher ist es essentiell, dass eine gewisse Sympathie zwischen Patient und Hausarzt herrscht und dass Vertrauen aufgebaut werden kann.

Somit sollte man sich, wenn man sich bei seinem Hausarzt unwohl fühlt oder ihm in irgendeiner Hinsicht nicht vertrauen kann, an einen anderen Mediziner wenden. Da ein Hausarzt auch in psychischen Belangen berät, sollte man beim ausgewählten Hausarzt bereit sein, die eigenen Probleme und Konflikte ohne Bedenken zu äußern – ohne Vertrauen ist dies nicht denkbar.

Empfehlungen von Freunden, Familienmitgliedern oder Nachbarn sollten aufgrund von Erfahrungswerten ebenso bei der Auswahl berücksichtigt werden. Darüber hinaus sollte zum Hausarzt ein kurzer Anfahrtsweg bestehen, damit man ihn auch dann gut erreichen kann, wenn es sich um ernste Beschwerden handelt oder damit Hausbesuche möglich sind.

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