Blutdruck

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. November 2016
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Der medizinische Begriff Blutdruck wird immer wieder verwendet, ohne dass die meisten Menschen wissen, welche Vorgänge sich genau dahinter verbergen. Im Folgenden erfahren Sie mehr über einen gesunden Blutdruck und über Krankheiten, die durch einen erhöhten oder niedrigen Blutdruck entstehen können.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Blutdruck?

Das Blut zirkuliert innerhalb der Blutgefäße im Körper und unterliegt dabei verschiedenen Prozessen. Ein sehr bedeutsamer Faktor, welcher in diesem Zusammenhang beobachtet werden kann, ist der Blutdruck.

Der Blutdruck ist ein Parameter, der sich durch eine Kraft (Druck) ergibt, mit dem das Blut durch die Gefäße und die Organe fließt. Diese Kraft stellt sich als die physikalische Größe Druck dar und ist mit entsprechenden medizinischen Instrumenten messbar.

Beim Blutdruck wird in Abhängigkeit von den physiologischen Vorgängen zwischen dem systolischen und dem diastolischen Wert unterschieden. Weniger geläufig sind der mittlere Blutdruck und der sogenannte Pulsdruck. Alle Faktoren unterliegen speziellen altersabhängigen Normalbereichen.

Blutdruck untersuchen & messen (Normalwert & gesunder Blutdruck)

Die Normalwerte beim Blutdruck liegen bei erwachsenen Menschen um 120 mmHg systolischer und um die 80 mmHg beim diastolischen Blutdruck. Von einem überhöhten oder zu hohen, krankhaften Blutdruck ist auszugehen, wenn die Messungen Werte von mehr als 140/90 mmHg ergeben. Diese Überschreitung wird als Hypertonie oder Bluthochdruck bezeichnet. Beträgt das Messresultat weniger als 100/60 mmHg, liegt eine Hypotonie oder ein zu niedriger Blutdruck vor.

Bei Menschen, welche ein fortgeschrittenes Lebensalter erreich haben, gilt ein Blutdruck um die 140/90 mmHg als normal. Bei Kindern bewegt sich der akzeptable Blutdruck meist etwas unter 100/60 mmHg oder um die 110/70 mmHg. Außerdem unterliegt der Blutdruck natürlichen Schwankungen.

Über die Messung des Blutdrucks mit einem Stethoskop inl. Sphygmomanometer weiß die Mehrheit der Patientinnen und Patienten aus eigener Erfahrung Bescheid. Mediziner unterscheiden bei der Bestimmung des Blutdruckes noch zwischen einer direkten, einer palpatorischen und einer indirekten Methode.

Die üblichste Vorgehensweise ist die Messung vom Blutdruck auf der Grundlage der durch ein Stethoskop hörbaren Geräusche, welche das Blut beim Durchwandern der Gefäße erzeugt. Erfasst werden mit diesem Prinzip der systolische Blutdruck, bei dem das Blut ungehindert fließt, weil der Druck durch die Manschette nachlässt, und der diastolische Blutdruck.

Dieser baut sich auf, wenn der Blutfluss im Gefäß durch eine Druckmanschette unterbrochen ist. Der Blutdruck wird immer an einer Arterie gemessen, weil diese vom Herzen weg führt. Neben der herznahen oberen Armarterie kann auch eine Beinartierie gesucht werden. Darüber hinaus gibt es körperliche Einschränkungen des Blutdruckmessens.

Funktion, Wirkung & Aufgaben

Der Blutdruck ist die Grundlage dafür, dass das Blut auch in die kleinsten Kapillargefäße gepresst werden kann und bei einem aufrechten Gang des Menschen auch das Gehirn erreicht.

Aus diesem unterliegen die Arterien, welche das vom Herzen herausgedrückte Blut führen, einem sogenannten arteriellen Druck. Dieser wird nicht willkürlich und unabhängig vom gesamten Organsystem aufrechterhalten, sondern wird gezielt reguliert. Unter diesen Gegebenheiten reagiert der arterielle Blutdruck auf eine körperliche Belastung oder eine zusätzliche Beanspruchung und kann in Ruhephasen wieder abnehmen.

Die Regulation des Blutdruckes basiert auf einem komplizierten Mechanismus, welcher von einer Vielzahl hormoneller, enzymatischer, nervaler und gefäßtypischer anatomischer Komponenten beeinflusst wird.

Krankheiten

Im Zusammenhang mit den pathologischen (krankhaften) Auffälligkeiten, welche beim Blutdruck zu untersuchen sind, gibt es neben der arteriellen Hypertonie und der peripheren venösen Hypertonie die Hypotonie und die portale Hypertension. In der Kardiologie und der Allgemeinmedizin werden zudem krankhafte Zustände des Blutdrucks wie die pulmonale Hypertonie und der zu hohe venöse Blutdruck in den großen Zentralvenen unterschieden.

Diese Erkrankungen sind eher nicht so geläufig. Es sind mehr oder weniger die Folgeerscheinungen an anderen Organen und am gesamten Herz-Kreislauf-System, welche die Menschen im Zusammenhang mit dem Blutdruck beunruhigen. Erfahrene Ärzte und Mediziner sehen nicht den zu niedrigen Blutdruck als besonderen Risikofaktor, sondern eher den zu hohen Blutdruck.

Die Hypertonie verläuft in der Regel über mehrere Stadien und weist ebenfalls variierende Diagnosen auf. Bei unbehandeltem Verlauf führt ein permanent zu hoher Blutdruck zu einem Funktionsverlust des Herzens (Herzinsuffizienz) und anderen massiven Folgeschäden für die Betroffenen.

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