Kardiologie

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. September 2017
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Die Kardiologie ist ein Fachgebiet der Medizin, das sich besonders mit der Erforschung, Behandlung und Heilung von Herzkrankheiten befasst. Sie wird daher auch dem Wortsinn nach als „Lehre vom Herzen“ bezeichnet. Um als Kardiologe tätig zu sein, müssen Mediziner in Deutschland eine besondere Ausbildung nachweisen können.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Kardiologie?

Der Begriff der Kardiologie bezeichnet die Fachrichtung der Humanmedizin, die sich mit Erkrankungen und Schädigungen des Herzens beschäftigt. Dabei befasst sie sich nicht nur mit tatsächlichen angeborenen oder später erworbenen Krankheiten des Herzens selber, sondern auch mit denen der umliegenden Blutgefäße und des Blutkreislaufs an sich.

Aus diesem Grund kommt es nicht selten zu Überschneidungen mit anderen medizinischen Fachrichtungen wie der Pneumologie und der Neurologie. Mediziner, die in Deutschland als Kardiologen praktizieren wollen, müssen eine spezielle Weiterbildung absolvieren und die dort erworbenen Kenntnisse nachweisen können.

Die Bezeichnung „Kardiologe“ ist geschützt und darf nur von Personen verwendet werden, die über entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. Die exakte Bezeichnung für diese Ärzte lautet „Facharzt für Innere Medizin Schwerpunkt Kardiologie“.

Behandlungen & Therapien

Der Fachbereich der Kardiologie befasst sich im weitesten Sinne mit Erkrankungen, Schädigungen und Auffälligkeiten im Bereich des Herzens. Es werden nicht nur unmittelbare Krankheiten des Organs selbst, sondern auch solche des Blutkreislaufs bzw. des Herz-Kreislauf-Systems diagnostiziert, erforscht und behandelt.

Dazu zählen beispielsweise der sehr häufig vorkommende Bluthochdruck und Schlaganfälle. Besonders oft werden in der Kardiologie Fälle der koronaren Herzkrankheit therapiert. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung der Herzkranzgefäße, die im Verlauf zu Angina pectoris, Herzrhythmusstörungen und sogar zu Herzinfarkten führen kann. Diese damit verbundenen Symptome gehören genau wie die koronare Herzkrankheit (KHK) selbst zu den sehr häufig auftretenden Erkrankungen im Bereich der Kardiologie.

Die Kardiologie ist ein Fachgebiet der Medizin, das sich besonders mit der Erforschung, Behandlung und Heilung von Herzkrankheiten befasst.

Auch die Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) kommt verhältnismäßig oft vor. Darunter verstehen Mediziner ein Krankheitsbild, bei dem das Herz nicht in der Lage ist, das Blut ohne einen erheblichen Druckanstieg zu befördern. Auch Herzrhythmusstörungen, insbesondere das Vorhofflimmern, tritt in der Kardiologie häufiger auf. Für diese gibt es einen speziellen entsprechenden Teilbereich, die sogenannte Rhythmologie. Zu den selteneren Erkrankungen, die in den Fachbereich der Kardiologie fallen, gehören unter anderem Krankheiten des Herzmuskels oder der Herzklappen.

Auch entzündliche Herzkrankheiten wie Myokarditis und Endokarditis werden behandelt, kommen aber eher selten vor. Herzerkrankungen, die nach Infektionen auftreten, waren in der Vergangenheit ein großes Problem innerhalb der Kardiologie, konnten in Europa aber auf ein Minimum reduziert werden.

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Diagnose & Untersuchungsmethoden

In den Fachbereich der Kardiologie fällt die Erforschung, Erkennung und Behandlung sämtlicher Erkrankungen, die das Herz, die umliegenden Gefäße und den Kreislauf betreffen.

Dazu können unterschiedliche Untersuchungs- und Behandlungsmethoden eingesetzt werden. Grundsätzlich findet meist eine Ultraschalluntersuchung des Herzens statt, um so Auskunft über eventuelle organische Schäden zu geben. Mithilfe eines EKG (Elektrokardiogramm) werden die Aktivitäten der Herzmuskelfasern überprüft, um die Regelmäßigkeit bzw. Unregelmäßigkeit der Herztöne zu überprüfen.

Um sich das Herz und die Umgebung genauer ansehen zu können, kann der Mediziner eine Katheteruntersuchung durchführen. Je nachdem, welche Erkrankungen oder Schädigungen diagnostiziert wurden, können zahlreiche verschiedene Behandlungswege innerhalb der Kardiologie beschritten werden. So können in einigen Fällen Medikamente verabreicht werden (etwa zur Senkung des Blutdrucks), welche die Beschwerden bereits mildern können.

Schlägt das Herz des Patienten zu langsam, kann ein Herzschrittmacher eingesetzt werden, der den Herzschlag reguliert. Nicht nur das Einsetzen desselben, sondern auch die umfassende Nachsorge fällt in den Bereich der Kardiologie. Verschlossene oder verstopfte Arterien werden mittels einer Bypass-Operation überbrückt, sodass die Durchblutung wieder wie gewohnt erfolgen kann.

Durch das Implantieren eines sogenannten Kardioverter/Defibrillators kann das Eintreten des Herztods infolge von Kammerflimmern und einem daraus resultierenden Herzstillstand verhindert werden. Besonders chirurgische, aber auch medikamentöse oder anderweitige Behandlungsmethoden im Bereich der Kardiologie erfordern grundsätzlich eine regelmäßige intensive Nachsorge. Nur so kann die Gesundheit des Patienten trotz einer Herzerkrankung auf Dauer gewährleistet werden.

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Quellen

  • Erdmann, E.: Klinische Kardiologie. Springer, Heidelberg 2011
  • Piper, W.: Innere Medizin. Springer, Berlin 2013
  • Roskamm, H., et al.: Herzkrankheiten. Springer, Heidelberg 2004

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