Herzinsuffizienz
Eine Herzinsuffizienz, Herzmuskelschwäche oder Herzschwäche ist eine zumeist irreversible Störung und Erkrankung des Herzens. Vor allem leidet der Blutkreislauf unter einer Herzinsuffizienz. Als Folge kann nicht mehr ausreichen Blut für die Organe bereit gestellt werden. Atemnot, Müdigkeit und allgemeine Schwäche, sowie Wassereinlagerungen sind typische Anzeichen einer Herzinsuffizienz.
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Definition Herzinsuffizienz
Daher kann die vom Organismus geforderte Blutmenge zur optimalen Durchblutung des Gewebes nicht gewährleistet werden. Es wird zwischen einer Linksherz- und einer Rechtsherzinsuffizienz unterschieden, die unterschiedliche und für die Erkrankung typische Symptome aufweisen. Sind beide Herzhälften betroffen, spricht man von einer Globalinsuffizienz.
Das häufigste Symptom einer Linksherzinsuffizienz ist Atemnot (Dyspnoe). Im Anfangsstadium tritt sie nur bei körperlicher Belastung auf, bei fortschreitender Erkrankung dann aber auch in Ruhe. Diese Luftnot kann sich beim Hinlegen zusätzlich intensivieren und zu nächtlichen Attacken führen, was der Volksmund als „Herzasthma“ bezeichnet. Ein weiteres Symptom einer Linksherzinsuffizienz sind Wassereinlagerungen in der Lunge, die zu gurgelartigen Nebengeräuschen beim Atmen führen.
Es wird grundsätzlich zwischen einer chronischen und einer akuten Form der Herzinsuffizienz unterschieden. Die akute Form tritt binnen weniger Stunden oder Tage auf. Die chronische Form benötigt dagegen Monate oder Jahre. Links- und Rechtsherzinsuffizienz können akut oder chronisch verlaufen.
Ursachen für Herzinsuffizienz
Die Liste der Ursachen für das Auftreten von Herzinsuffizienz ist recht umfangreich: Arteriosklerose der Herzkranzgefäße ist die häufigste aller Ursachen, gefolgt von Bluthochdruck, Herzmuskelerkrankungen, Herzmuskelentzündungen, Herzrhythmusstörungen, Herzklappenanomalien, Perikarderguss und damit verbundener Einengung des Herzbeutels und Stoffwechselerkrankungen. Tachykardien und Bradykardien (zu schnelle und zu langsame Herzfrequenz) sind oft Ursache der akuten Herzinsuffizienz.
Symptome
- Atemnot
- Beklemmung
- Geringe Belastbarkeit
- Hyperventilation
- Husten
- Innere Unruhe
- Krankhafte Atemgeräusche
- Häufiges Wasserlassen
- Wassereinlagerungen
- Appetitlosigkeit
- Schwellungen
Krankheitsverlauf Herzinsuffizienz
Der Krankheitsverlauf einer Herzinsuffizienz wird entscheidend bedingt durch die ihr zugrundeliegende Ursache und dem Schweregrad.
Bei fast allen weiter oben genannten Ursachen muss mit einer fortschreitenden Verschlechterung gerechnet werden. Eine notwendig werdende medikamentöse Therapie kann diesen Prozess verlangsamen, aber nicht revidieren.
Bei hohem Schweregrad leidet der Patient zudem unter einer einschneidenden Beeinträchtigung der Lebensqualität und reduzierter Lebenserwartung, da die Mortalitätsrate (Sterblichkeitsrate) bei Herzinsuffizienz hoch ist.
In diesem Zusammenhang ist eine ausreichende medikamentöse Kompensierung einer Herzinsuffizienz eine lebensverlängernde Maßnahme. Die Prognose kann sich weiterhin vergünstigen bei einer gesunden Lebensweise und regelmäßiger ärztlicher Kontrolle.
Behandlung von Herzinsuffizienz
Patienten mit einer koronaren Herzerkrankung werden chirurgisch (z. B. Bypass Operation) und medikamentös (Nitrate, Betablocker, ACE-Blocker) behandelt. Bei Wassereinlagerungen werden Diuretika verordnet, ebenso Digitalisglykoside bei Vorhofflimmern und Antiarrhythmika bei Herzrhythmusstörungen.
Begleitend zur Therapie sind für die meisten Patienten moderate Belastung und körperliche Bewegung zur Stärkung des angeschlagenen Herzmuskels gefordert. Bei schwerster Herzinsuffizienz bleibt als letzter Weg nur noch eine Herztransplantation übrig.
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