Wassereinlagerungen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 31. August 2014
Symptomat.deSymptome Wassereinlagerungen

Bei Wassereinlagerungen, Wasseransammlungen oder Ödemen schwellen zumeist Beine, Füße, Arme oder Hände durch Flüssigkeit an. Ödeme sind zumeist Folge von Krankheiten, wie herzerkrankungen oder Lebererkrankungen. Normalerweise schmerzen diese Ödeme nicht, sollten jedoch auf Grund ihrer Ursachen hin vom Arzt untersucht werden.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Wassereinlagerungen?

Wassereinlagerungen bzw. Ödeme zeigen sich als Schwellungen im Körpergewebe. Bei Druck entstehen Dellen, die sichtbar bleiben. Wassereinlagerungen zeigen oft auf Erkrankungen und gehören in ärztliche Behandlung zur Abklärung der zugrundeliegenden Ursachen.

Kurzfristige Wassereinlagerungen, wie nach Insektenstichen oder bei allergischen Reaktionen, sind schnell zu beheben. Schwieriger zu behandeln sind Wassereinlagerungen, die größere Körperpartien einnehmen oder den ganzen Körper betreffen. Ihre Ursachenklärung ist oft schwierig.

Ursachen für Wassereinlagerung

Liegt eine rechtsseitige Herzmuskelschwäche vor, so treten Wassereinlagerungen oder Ödeme vor allem an den Unterschenkeln und an den Knöcheln auf. Bei linksseitiger Herzinsuffizienz sammelt sich das Wasser in der Lunge.

Nierenschwäche kann zu Wassereinlagerungen am gesamten Körper führen. Besonders häufig sind geschwollene Augenlider. Bei Leberentzündungen, Lebererkrankungen und bei Leberzirrhose treten Wassereinlagerungen im Bauchraum auf.

Wird aus den Venen Flüssigkeit in das umliegende Bein-Gewebe gepresst, so handelt es sich um Wassereinlagerungen in den Beinen. Verantwortlich für die Ödeme in den Beinen können tiefliegende Bein- und Beckenvenenthrombosen sein.

Medikamente können als Nebenwirkung Wassereinlagerungen auslösen. Wird bei Diäten mit der Nahrung zu wenig Eiweiß aufgenommen, so können ebenso Wassereinlagerungen entstehen. Bei Hormonumstellungen, wie sie in den Wechseljahren und vor der Menstruation stattfindet, können ebenso Einlagerungen im Wasser eintreten.

Bei allergischen Entzündungsreaktionen können lokal an der Haut oder an der Bindehaut, im Nasen-, Rachen- und Bronchialbereich Wassereinlagerungen auftreten. Weitere Ursachen können in Bluthochdruck und einer Schilddrüsenunterfunktion, in Venenerkrankungen oder in der Schwangerschaft zu finden sein.

Krankheiten mit Ödemen

Diagnosedaten & Häufigkeit

Relative Häufigkeit je 100.000 Einwohner pro Bundesland (ICD-10: R60 Ödem, anderenorts nicht klassifiziert) (2012)
Quelle: GBE des Bundes (Diagnosedaten der Krankenhäuser)

Behandlung und Therapie von Wassereinlagerung

Grundsätzlich gehören anhaltende und größere Wassereinlagerung in ärztliche Obhut. Unterstützend wirkt dabei die Kühlung durch Umschläge, wenn Entzündungen verantwortlich sind. Das Hochlagern der Beine zum Wasserabtransport ist an den Beinen hilfreich. Stammen die Wassereinlagerungen aus einer Venenschwäche, so ist mit Kompressionsstrümpfen und Lymphdrainagen zu helfen.

Bei leichter Herzmuskelschwäche, in der Schwangerschaft und bei Eiweißmangel helfen physikalische und medikamentöse Behandlungen. Liegen die Ursachen in einer Herzmuskelschwäche, in Nierenversagen oder in einer Leberfunktionsschwäche, so sind Medikamente in der Regel die erste Wahl. Pflanzliche Mittel können dabei helfen. Bei Venenschwäche helfen Rosskastaniensamen, roter Weinlaub, Aescin, Mäusedornwurzel und Rutosid. Brennessel und Zinnkraut (Schachtelhalm), Birkenblätter, Hauhechelwurzel, Bohnenhülsen und Wacholderbeeren entwässern auch als Tee.

Zu den rezeptfreie Medikamente gehört Aescin, welches abschwellend nach Operationen und Sportverletzungen wirkt. Bromelain, Papain und Rutosid helfen generell und in Kombination. Das natürliche Heparin hilft bei Prellungen und Blutergüssen. Rote Weinlaubblätter wirken bei Krampfadern und Schwellungen in den Beinen. Hydroxyethylrutoside werden bei Venenschwäche eingesetzt. Troxerutin verhindert Ödeme und verringert Schwellungen an den Beinen. Außerdem sollen auch Schüssler Salze helfen.

Für die medikamentöse Therapie können Thiazide und thiazidartige Entwässerungsmittel als rezeptpflichtige Medikamente verschrieben werden. Auch Schleifendiuretika und osmotische Diuretika finden Anwendung. Ein Lungenödem bei Herz- oder Niereninsuffizienz und Ödeme infolge von Leberzirrhose sind medizinische Notfälle und müssen anders behandelt werden.

Rezeptfreie Medikamente gegen Wassereinlagerung

Hier Informieren:



Vorbeugen von Wassereinlagerungen

Einfache Hausmittel wie Wassertreten, ansteigende Fußbäder, Franzbranntweinabreibungen und das Hochlagern der Beine an einer Wand bieten Abhilfe. Früchte wie Ananas, Mango, Kiwi, Zitrusfrüchte liefern Mineralstoffe und Vitamine, Enzyme und Spurenelemente. Erdbeeren, Spargel, Petersilie und Salat haben eine entwässernde Wirkung. Viel Wasser trinken, eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung und alles, was gut für den Körper und den kreislauf ist, stimuliert den Stoffwechsel.

Bücher über Ödeme und Wassereinlagerung

Weitere Infos

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Wassereinlagerungen?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?

Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Ratz kommentierte am 26.10.2012 um 20:43 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, bei einer MRT-Untersuchung in Sachen LWS-Problem wurde festgestellt, dass sich in der Nähe meiner Leber Wasser befindet. Was hab ich da möglicherweise für ein Problem?

Jessy kommentierte am 20.06.2013 um 16:41 Uhr

Seit einer Medikamentenunverträglichkeit vor ca. 3 Monaten habe ich Wasseransammlungen in den Füßen, am meisten um die Knöchel! Das Medikament habe ich natürlich sofort abgesetzt. Das Wasser blieb! Ich habe mich bis heute gewehrt, Entwässerungstabletten zu nehmen. Ich bekomme das Wasser aber trotz vieler guter Ratschläge nicht weg. Beim Arzt war ich auch schon. Meine Nieren funktionieren gut. Was soll ich tun?