Krampfadern
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Friedrich (Facharzt für Innere Medizin)Anzeige
Der Name Krampfadern ist wie so manches in der medizinischen Bezeichnung unzutreffend. Die sogenannten Krampfadern sind erweiterte Venenstränge infolge erschlafften Bindegewebes. Meistens sind sie äußerlich sichtbar, sie können aber auch dem Auge verborgen mehr in der Tiefe sitzen. Dieser Ratgeber hilft ihnen die Ursachen für Krampfadern zu erkennen und zu behandeln.
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Ursachen für Krampfadern
Ursache von Krampfzuständen in den Beinen dürften die sogenannten Krampfadern in den meisten Fällen nicht sein. Jedenfalls ist die Zahl der von Wadenkrämpfen Befallenen bei Menschen mit Krampfadern nicht größer als die bei diesbezüglich Gesunden.
Krampfadern sind keine lebensbedrohliche Krankheit, denn man kann alt damit werden. Manche Menschen haben bereits in jungen Jahren mit Krampfadern zu tun. Dennoch können sie sehr alt werden, ohne merkliche Behinderung durch die Krampfadern.
Dennoch können in vielen Fällen die Begleitumstände sehr unangenehm werden. Manche Frau leidet psychisch darunter, wenn die Beine von aufliegenden Venensträngen durchzogen sind oder, wie es häufig auftritt, Verfärbungen sich zeigen, die von roter bis blauer und bräunlicher Farbe, sogenannter Pigmentierung, sein können. Da bei Krampfadern der Rückfluß des venösen Blutes zum Herzen gestört werden kann, kommt es unter gewissen Einflüssen leicht zu Anschwellungen der Füße und Beine.
Diese auslösenden Momente können sein: viel und langes Stehen, anstrengende Reisen im Zug, Auto oder Flugzeug, heißes Wetter. Die Beine empfindet man als bleiern und schwer, oft auch als schmerzhaft. Nachts in horizontaler Lage oder nach Hochlagern der Beine schwellen diese schnell wieder ab. Durch mangelhafte Stoffwechselversorgung kann es in schweren Fällen auch zu Krampfadergeschwüren, sogenannten offenen Beinen, kommen. Die Folgen sind meistens langwierig und unangenehmer Art.
Krankheiten mit Krampfadern
Behandlung und Therapie von Krampfadern
Wird ein Mensch mit Krampfadern ans Bett gefesselt, sei es durch Unfall oder Krankheit, so ist er in Bezug auf Venenentzündung bzw. Thrombose mehr anfällig als ein anderer Mensch. Vorbeugende Verhaltensweise sind daher hier sehr angezeigt. Dazu folgende Empfehlungen:
- Übergewicht vermeiden, gegebenenfalls vermindern.
- Viel Bewegung in frischer Luft und Schwimmen in kühlem Wasser, keine Thermalbäder.
- Stets für eine gute Verdauung sorgen.
- Wo es eben geht, Stehen vermeiden.
- Keine engen Strumpfbänder oder Gummibände, keine engen Hüfthalter, Hosenbünde und Leibriemen tragen, die den Rückfluß des venösen Blutes behindern und zu Stauungen in den Beinen führen.
- Keine Wärmeanwendungen für Beine wie Heizkissen, Wärmeflaschen oder heiße Bäder, dagegen kalte Güsse (Kneippgüsse) von den Füßen bis über die Oberschenkel.
- Öfter die Beine hochlagern und ausschütteln.
- Nachts das Fußende des Bettes höher stellen bzw. Kopfkeil ans Fußende.
- Möglichst nicht in tiefe, weiche Sessel setzen, besser auf harte Stühle.
- Eventuell Beine wickeln oder Stützstrümpfe tragen.
- Einreibungen mit Spezialgels zur Entstauung.
- Bei allen Entzündungszuständen sofort den Arzt aufsuchen, der gegebenenfalls die Entscheidung treffen muß, ob eine Verödung oder operative Krampfaderentfernung vorzunehmen ist. Wir hoffen ihnen hat dieser kleine Ratgeber für die Ursachen und die Bandlung von Krampadern geholfen.
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Weitere Infos
Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2012; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2012, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.
Von Dr. med. Albrecht Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin).
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