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Blutungen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. März 2014
Symptomat.deSymptome Blutungen

Tritt Blut aus dem menschlichen Gewebe oder den Gefäßen, so spricht man von einer Blutung. Eine Blutung ist in der Regel ein ernstzunehmendes Warnzeichnen für diverse Krankheiten oder Verletzungen. Daher sollte in Zweifelsfall immer ein Arzt aufgesucht werden. Kleinere Blutungen werden jedoch vom Körper durch die Blutgerinnung gestoppt und im Verlauf auch selbst geheilt.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Blutungen?

Als Blutung wird der Austritt von Blut aus dem Blutkreislauf des Menschen bezeichnet, der manchmal harmlos ist, in anderen Fällen zu schwerwiegenden Folgen führen kann. Es kann sich dabei um eine äußere Blutung handeln, die sich auf der Haut befindet und sichtbar ist, aber auch um unsichtbare innere Blutungen, die sich erst durch andere Symptome als solche herausstellen.

Durch manche innere Blutungen entstehen charakteristische blaue Flecken auf der Haut, organische Blutungen bleiben manchmal hingegen lange unentdeckt und richten Schaden an.

Ursachen für Blutungen

Die Ursachen für Blutungen können vielfältig sein. Ungefährliche Blutungen sind der Regel kleinere Verletzungen, wie Nadelstiche oder kleine Schnittwunden. Krankheitsbedinge Blutungen sollten immer vom Arzt untersucht werden, auch bei eher harmloseren Krankheiten, wie Blutungen an den Hämorrhoiden.

Die häufigste Ursache für Blutungen sind, wie bereits angemerkt, Verletzungen, die durch äußere Einflüsse entstehen. Äußere Blutungen an der Haut durch Schnitte, Schürfungen oder andere schädliche Einflüsse lösen einen sofortigen Austritt von Blut an die Oberfläche der Haut aus. Blaue Flecken, Kapselrisse oder Prellungen entstehen durch Blutungen, die unter der Haut oder im Bereich der Gelenke passieren. Das ausgetretene Blut gerinnt im Inneren des Körpers und ist meist als blau-grünliche Verfärbung sichtbar, die nach und nach abgebaut wird. Solche Blutungen entstehen durch die Einwirkungen von Schlägen oder Stößen.

Innere Blutungen betreffen die inneren Organe des menschlichen Körpers. Sie können an jeder Stelle des Blut- und Lungenkreislaufs auftreten und bleiben oft unbemerkt, wenn nur wenig Blut austritt. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn sich an einem inneren Organ ein Geschwür bildet. An der betroffenen Stelle treten langfristig kleinere Mengen Blut aus, die sich mit der Zeit summieren und unter anderem zur Blutarmut führen können. Zu lebensbedrohlichen inneren Blutungen kann es beispielsweise bei Verkehrsunfällen kommen. Bei größeren Verletzungen besteht die Gefahr des Verblutens.

Bei Frauen tritt eine Sonderform der Blutung auf: Die Menstruation. Diese ist völlig normal und kein Grund zur Beunruhigung. Auch während der Schwangerschaft kann es zu leichten Blutungen in der ersten Zeit kommen, die ebenfalls unbedenklich sind.

Krankheiten mit Blutungen

Behandlung und Therapie von Blutungen

Bei Blutungen durch äußere Verletzungen wird zunächst die Blutung selbst gestillt, wenn nötig. Anschließend wird die Wunde desinfiziert und keimfrei gehalten. Prellungen oder andere blutungsbedingte Verletzungen machen es erforderlich, die betroffenen Gliedmaßen ruhig zu stellen, bis das geronnene Blut vollständig abgebaut werden konnte.

Bei leichten inneren Blutungen gilt es, die Ursache zu klären. Dazu sind weitere Untersuchungen nötig, um beispielsweise einen Tumorherd ausmachen zu können. Um den Symptomen einer Anämie vorzubeugen, sind oft Eiseninfusionen erforderlich. Schwere Blutungen müssen operativ gestillt werden, um zu verhindern, dass zu viel Blut austritt. Unter Umständen sind Bluttransfusionen erforderlich.

Die Regelblutungen der Frau lösen gelegentlich Schmerzen aus, die mit Schmerzmitteln behandelt werden. Bei zu starken Beschwerden wird die Blutung hormonell abgestellt.

Bei kleinen Blutungen reicht in der Regel ein Pflaster oder kleiner Verband. Diese sollte dennoch steril sein. Bei stärkeren Blutungen sollte unbedingt ein Verband angelegt werden, um die Blutung zu stoppen. Dabei sollte folgende Punkte beachtet werden:

  • Verbinden im Sitzen oder Liegen, um den Kreislauf zu schonen
  • Bewusstsein des aufrechterhalten, nicht aus den Augen lassen
  • Wunde möglichst keimfrei halten (Handschuhe tragen)
  • Wunde nicht mit Wasser reinigen (nur bei Bisswunden, Verätzungen oder Verbrennungen)
  • Keine Fremdkörper aus der Wunde entfernenm, um weitere Infektionsgefahr oder stärkere Blutung auszuschliessen
  • Keine Fremdstoff in die Wunde geben (auch keine Hausmittel)

Jede Blutung bzw. Wunde sollte so schnell wie möglich (nicht mehr als sechs Stunden) von einem Arzt untersucht werden. Eventuell muss auch eine Impfung in Betracht gezogen werden.

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Hier Informieren:


Vorbeugung gegen Blutungen

Äußeren Blutungen und damit verbundenen Verletzungen kann man vorbeugen, indem man in Alltag und Beruf gewisse Sicherheitsvorkehrungen einhält.

Diese schützen auch vor Unfällen, die schwerwiegendere innere Blutungen nach sich ziehen können.

Die Menstruationsblutung der Frau lässt sich mit verschiedenen Schmerzmitteln behandeln.

Vorbeugen kann man, indem man sich zu Beginn der Blutung schont und eigene Methoden findet, die sich gegen Regelschmerzen auswirken.

Unter Umständen kann man mit dem Gynäkologen über einen Langzeitzyklus sprechen, um schmerzhafte Blutungen möglichst zu vermeiden und die Regel nur gelegentlich zu bekommen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

rita kommentierte am 01.04.2013 um 12:07 Uhr

Millimetergroße, blutige Tupfen auf der Haut, haupsächlich auf dem Schulterblatt, unregelmäßig verteilt, machen mir seit ca. zwei Jahren zu schaffen. Wenn ich die erhöhte Kruste abkratze, bluten sie stark. Ich spüre sie jedoch nicht und sie jucken auch nicht.

Lieselotte kommentierte am 10.08.2014 um 07:23 Uhr

Ich habe am rechten Bein viele rote Flecken und an den Armen auch einige. Ist das schlimm?