Blutungen
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Friedrich (Facharzt für Innere Medizin)Anzeige
Tritt Blut aus dem menschlichen Gewebe oder den Gefäßen, so spricht man von einer Blutung. Eine Blutung ist in der Regel ein ernstzunehmendes Warnzeichnen für diverse Krankheiten oder Verletzungen. Daher sollte in Zweifelsfall immer ein Arzt aufgesucht werden. Kleinere Blutungen werden jedoch vom Körper durch die Blutgerinnung gestoppt und im Verlauf auch selbst geheilt.
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Was sind Blutungen?
Durch manche innere Blutungen entstehen charakteristische blaue Flecken auf der Haut, organische Blutungen bleiben manchmal hingegen lange unentdeckt und richten Schaden an.
Ursachen für Blutungen
Die häufigste Ursache für Blutungen sind, wie bereits angemerkt, Verletzungen, die durch äußere Einflüsse entstehen. Äußere Blutungen an der Haut durch Schnitte, Schürfungen oder andere schädliche Einflüsse lösen einen sofortigen Austritt von Blut an die Oberfläche der Haut aus. Blaue Flecken, Kapselrisse oder Prellungen entstehen durch Blutungen, die unter der Haut oder im Bereich der Gelenke passieren. Das ausgetretene Blut gerinnt im Inneren des Körpers und ist meist als blau-grünliche Verfärbung sichtbar, die nach und nach abgebaut wird. Solche Blutungen entstehen durch die Einwirkungen von Schlägen oder Stößen.
Innere Blutungen betreffen die inneren Organe des menschlichen Körpers. Sie können an jeder Stelle des Blut- und Lungenkreislaufs auftreten und bleiben oft unbemerkt, wenn nur wenig Blut austritt. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn sich an einem inneren Organ ein Geschwür bildet. An der betroffenen Stelle treten langfristig kleinere Mengen Blut aus, die sich mit der Zeit summieren und unter anderem zur Blutarmut führen können. Zu lebensbedrohlichen inneren Blutungen kann es beispielsweise bei Verkehrsunfällen kommen. Bei größeren Verletzungen besteht die Gefahr des Verblutens.
Bei Frauen tritt eine Sonderform der Blutung auf: Die Menstruation. Diese ist völlig normal und kein Grund zur Beunruhigung. Auch während der Schwangerschaft kann es zu leichten Blutungen in der ersten Zeit kommen, die ebenfalls unbedenklich sind.
Krankheiten mit Blutungen
Behandlung und Therapie von Blutungen
Bei Blutungen durch äußere Verletzungen wird zunächst die Blutung selbst gestillt, wenn nötig. Anschließend wird die Wunde desinfiziert und keimfrei gehalten. Prellungen oder andere blutungsbedingte Verletzungen machen es erforderlich, die betroffenen Gliedmaßen ruhig zu stellen, bis das geronnene Blut vollständig abgebaut werden konnte.
Bei leichten inneren Blutungen gilt es, die Ursache zu klären. Dazu sind weitere Untersuchungen nötig, um beispielsweise einen Tumorherd ausmachen zu können. Um den Symptomen einer Anämie vorzubeugen, sind oft Eiseninfusionen erforderlich. Schwere Blutungen müssen operativ gestillt werden, um zu verhindern, dass zu viel Blut austritt. Unter Umständen sind Bluttransfusionen erforderlich.
Die Regelblutungen der Frau lösen gelegentlich Schmerzen aus, die mit Schmerzmitteln behandelt werden. Bei zu starken Beschwerden wird die Blutung hormonell abgestellt.
Bei kleinen Blutungen reicht in der Regel ein Pflaster oder kleiner Verband. Diese sollte dennoch steril sein. Bei stärkeren Blutungen sollte unbedingt ein Verband angelegt werden, um die Blutung zu stoppen. Dabei sollte folgende Punkte beachtet werden:
- Verbinden im Sitzen oder Liegen, um den Kreislauf zu schonen
- Bewusstsein des aufrechterhalten, nicht aus den Augen lassen
- Wunde möglichst keimfrei halten (Handschuhe tragen)
- Wunde nicht mit Wasser reinigen (nur bei Bisswunden, Verätzungen oder Verbrennungen)
- Keine Fremdkörper aus der Wunde entfernenm, um weitere Infektionsgefahr oder stärkere Blutung auszuschliessen
- Keine Fremdstoff in die Wunde geben (auch keine Hausmittel)
Jede Blutung bzw. Wunde sollte so schnell wie möglich (nicht mehr als sechs Stunden) von einem Arzt untersucht werden. Eventuell muss auch eine Impfung in Betracht gezogen werden.
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Vorbeugung gegen Blutungen
Diese schützen auch vor Unfällen, die schwerwiegendere innere Blutungen nach sich ziehen können.
Die Menstruationsblutung der Frau lässt sich mit verschiedenen Schmerzmitteln behandeln.
Vorbeugen kann man, indem man sich zu Beginn der Blutung schont und eigene Methoden findet, die sich gegen Regelschmerzen auswirken.
Unter Umständen kann man mit dem Gynäkologen über einen Langzeitzyklus sprechen, um schmerzhafte Blutungen möglichst zu vermeiden und die Regel nur gelegentlich zu bekommen.
Bücher über Blutungen
Weitere Infos
Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2012; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2012, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.
Von Dr. med. Albrecht Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin).
Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Blutungen?
Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern
rita kommentierte am 01.04.2013 um 12:07 Uhr
Millimetergroße, blutige Tupfen auf der Haut, haupsächlich auf dem Schulterblatt, unregelmäßig verteilt, machen mir seit ca. zwei Jahren zu schaffen. Wenn ich die erhöhte Kruste abkratze, bluten sie stark. Ich spüre sie jedoch nicht und sie jucken auch nicht.

