Eiter

Eiter oder Pus (daher auch der Begriff Pusteln) entsteht durch Gewebeeinschmelzung durch Leukozyten in einen Entzündungsbereich. Damit ist der Eiter als ein biologisches Abbauprodukt des Körper zu begreifen. Hauptsächlich findet sich Eiter in Entzündungen der Haut, des Zahnfleisches und an Entzündungen von Haarwurzeln.

Inhaltsverzeichnis

Definition Eiter

Eiter ist eine meist gelbliche Absonderung, die durch eine Entzündungsreaktion innerhalb der Zellen von Wirbeltieren, also auch dem Menschen, auftritt. Basis der zugrundeliegenden Entzündung, durch die Eiter bedingt durch die körpereigene Abwehr durch Leukozyten, Bakterien und Gewebeabbau entsteht, ist meist eine bakterielle Infektion.

Im Grunde genommen ist Eiter eine Abwehrreaktion des Körpers auf eine Infektion und zeigt, dass er gegen diese ankämpft. Eiter kann dabei in seiner Konsistenz sehr unterschiedlich beschaffen sein (dick- oder dünnflüssig), auch die Farbe kann von gelb bis blaugrün variieren. Der Geruch unterscheidet sich je nach Bakterienart ebenfalls. Trocknet der Eiter aus, dann bedeutet dies, dass der Heilungsvorgang im Gange ist.

In seltenen Fällen ist Eiter nicht-infektiös bedingt. Dies kann beispielsweise bei der Psoriasis pustulosa (Schuppenflechte) der Fall sein.

Ursachen für Eiter

Eiter ist im Grunde auf eine Abwehrfunktion des Körpers als Antwort auf eindringende Bakterien zu verstehen. Die meist gelbliche Flüssigkeit entsteht durch den Einsatz von Leukozyten im Körper, Helferzellen, die sich beim Absterben zusammen mit Gewebe und Bakterien in Eiter auflösen. Häufig entsteht Eiter auch ohne ersichtlichen Grund, das heißt, ohne dass eine Infektion erkennbar ist.

Eiter kann sich im Grunde im ganzen Körper bilden. Eine abgekapselte Eiteransammlung im Gewebe wird Abszess genannt. In Körperhöhlen spricht man von Empyem. Eine Eiterbeule - ein entzündetes Haar - nennt sich Furunkel.

Eiterblasen werden als Pusteln (von lat. pus = Eiter) bezeichnet. Daneben kann es auch bei den Zähnen oder Augen zu Eiterungen kommen. Bekannt sind auch die altersbedingten eitergefüllten Pickel in der Pubertät, die aber zur normalen Hormonumstellung gehören.

Behandlung von Eiter

Eiter wird grundsätzlich zuerst dadurch behandelt, dass er aufgebrochen, also zum Abfluss gebracht wird. Die septische Chirurgie arbeitet mit dem Aufschneiden von Abszessen und der Einlegung von Drainagen. Spül-Saug-Drainagen sind ebenfalls üblich, um eine Wunde sauber zu halten. Antibiotika hingegen sind nur in bestimmten Fällen (wie zum Beispiel Leberabszessen) wirksam, in anderen hingegen gar nicht, da sie gar nicht bis zum konzentrierten Kern des Eiters vordringen.

Den Eiter zum Abfluss bringen, das ist deswegen notwendig, um eine mögliche Blutvergiftung zu vermeiden. Auch soll eine Streuung im Körper dadurch verhindert werden. Dieses Wissen stammt bereits aus der Antike.

Als Hausmittel ist Honig schon lange bekannt. Bei eitrigen Entzündungen auf der Haut wird er einfach aufgetragen, verschließt die Wunde und schädigt die Bakterien. Der Honig darf allerdings nicht erhitzt worden sein. Auch Kamillentee oder Johanniskrautöl wirken entzündungshemmend. Selbstverständlich muss bei Bildung von ernsthaften Infektionen oder inneren Abszessen ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursachen zu klären und eine Behandlung einzuleiten.

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Vorbeugung von Eiter

Eiter in einer bereits gereinigten Wunde kann nur ferngehalten werden, indem die Wunde sauber bleibt und keine neuen Keime eindringen. Bei Behandlung mit Antibiotika müssen diese über den Zeitraum des Abklingens der Symptome hinaus eingenommen werden, um auch schwächere Bakterien abzutöten, die sich andernfalls wieder vermehren könnten.

Ansonsten heisst Eiterbildungen vorbeugen: einer bakteriellen Infektion vorzubeugen. Je nachdem, welche Bakterien die Verursacher sind, kommen hier verschiedene Vorbeugemaßnahmen in Frage.

Eiterpickel und Eiter im Rhamen einer ausgeprägten Akne sollte durch einen Hautarzt zunächst untersucht werden und mit geeigneten Mitteln behandelt und vorgebeugt werden. Weitere Informationen zu diesen Theman finden Sie in unseren Artikeln: Akne und Pickel.

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