Kreislaufkollaps

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 18. März 2014
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Der Begriff Synkope stammt aus dem Griechischen, Synonyme sind beispielsweise Kreislaufkollaps und Blackout. Ähnliche Beschwerdebilder zeigen sich in Bewusstlosigkeit, Schwindel und Kreislaufproblemen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Kreislaufkollaps?

Bei einem akuten Kreislaufkollaps, in Fachkreisen auch als Synkope bezeichnet, handelt es sich um einen spontanen und von kurzer Dauer anhaltenden Bewusstseinsverlust, welcher reversibel ist. Die Begleiterscheinung eines Kreislaufkollapses besteht zudem aus dem zusätzlichen Verlust der so genannten Haltungskontrolle.

Häufig werden Synkpen mit Bewusstseinsstörungen oder neurologischen Krampfanfällen verwechselt. Auch eine Hypoglykämie (Unterzuckerung) gehört nicht zur Gruppe der Synkopen.

Ursachen für Kreislaufkollaps

Die Ursache der Synkope ist zum einen die Folge einer das Gehirn betreffenden gestörten Durchblutung. Bei häufiger auftretenden Kreislaufkollaps können mehrere Ursachen zugrunde liegen, welche durch entsprechende und ausführliche Anamnese abzuklären sind.

Ursachen können beispielsweise Hinweise auf einen Herzinfarkt sein, ein Schrittmachersyndrom, Herzklappenfehler, Psychogene Synkopen, viszerale Reflexsynkope, Synkopen medikamentöser Ursachen, Herzrhythmusstörungen, Hirnarterien betreffende Stenosen, Antiarrhythmika, bei vorliegender Aortenstenose Reflexsynkope, Vorhofmyxom und Antihypertensiva, Karotissinussynkope.

Eine Abgrenzung von den rein durchblutungsbedingten Synkopen erfolgt ein vorliegender, auf anderen Ursachen bestehender Bewusstseinsverlust, wie beispielsweise: bei einem Krampfanfall, Hypoglykämie, Narkolepsie, einem zerebral verursachten oder auch metabolisch bedingten Verlust des Bewusstseins.

Diagnose und Verlauf bei Kreislaufkollaps

Bei den aufgeführten Synkopen ist eine von den „echten“ vorliegenden Synkopen klinische Differentialdiagnose äußerst schwer zu unterscheiden, da es, um einer grundlegenden Diagnostik grundsätzlich weiterer Untersuchungen bedarf.

Für die exakte Diagnostik von vorliegenden Synkopen nimmt die Anamnese eine entscheidende Rolle ein. Hierbei soll unter anderem folgendes abgeklärt werden: der allgemein gesundheitliche Hintergrund des Patienten, die der Synkope eventuell zugrunde liegenden Umstände sowie die Abklärung der Frage, ob möglicherweise eine Stoffwechselerkrankung vorliegt beziehungsweise eine Herzerkrankung. Ferner sollen Vorerkrankungen im neurologischen Bereich untersucht werden und letztlich spielt die Medikamenteneinnahme eine entscheidende Rolle.

Die Diagnostik ist oft erschwert aufgrund des vorübergehenden und sporadischen Auftretens, also der Kurzfristigkeit der Synkopen. Die angewandten Untersuchungsverfahren sind unter anderem ein Langzeit-EKG, Elektrokardiogramm (EEG), Bildgebende Verfahren, Doppelsonografie, die Durchführung klinischer Testverfahren, MRT, Schellong Test, CT u.a.

Behandlung und Therapie von Kreislaufkollaps

Eine Therapie der Synkope erfolgt nach den diagnostizierten Ursachen. So stehen beispielsweise, je nach vorliegender Diagnose Herzmedikamente, ein individuelles Herz-Kreislauf-Training und Mittel zur Blutdrucksteigerung zur Verfügung.

Tritt ein unerwarteter und unangekündigter Ohnmachtsanfall auf, sind Erstmaßnahmen hilfreich wie die Beine des Betroffenen etwas anzuheben und ihn eventuell zuzudecken. Ein Patientt sollte nach dem überstandenen Ohnmachtsanfall keinesfalls sofort wieder aufstehen. Einige Minuten des Ausruhens und Liegens begünstigen hier die Kreislaufstabilität. Sollte der Patient trotz der durchgeführten Maßnahmen nicht sofort wieder zum Bewusstsein erlangen, ist ein Notarzt zu verständigen.

Durch Vorbeugung mit Training sind Synkopen oft zu verhindern. Zwar kommen die meisten Arten von Synkopen nicht häufig vor, treffen sie jedoch Menschen, so ist dieses nicht nur unangenehm, sondern kann, je nach vorliegender Situation, sowohl für den Betroffenen als auch für andere gefährlich werden. Dieses betrifft zum Beispiel das Autofahren.

Hierbei ist der Betroffene äußerst gefährdet, jedoch auch andere Verkehrsteilnehmer durch eine plötzlich auftretende Ohnmacht, Schwächezustände aufgrund eines zu niedrigen Blutdrucks oder auch kurze Bewusstseinsstörungen, welche den Betroffenen eventuell die Kontrolle über sein Fahrzeug verlieren lassen und somit zu Verkehrsunfällen teilweise schwerwiegenden Ausgangs führen können.

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Vorbeugung von Kreislaufkollaps

Zur Vorbeugung eines Kreislaufkollaps haben an der Universität Amsterdam Forscher eine für alle Betroffene einfach durchführbare Methode entwickelt und mittels einer entsprechenden Studie einer Überprüfung unterzogen. Diese Methode wurde „Counterpressure Maneuvre (Kurzform: PCM) benannt. Zu Deutsch bedeutet dieses so viel wie körperliche Gegendruckmassagen.

Wie erwähnt, sind diese Übungen einfach und für jeden Betroffenen durchführbar. Sie sind erwiesenermaßen auch gut zur Vorbeugung. Die Durchführung der PCM-Methode erfolgt durch das Überkreuzen der Beine, wobei die Muskeln angespannt werden. Alternativ sollten die Armmuskeln angespannt werden oder ein Verhaken und Auseinanderziehen beider Hände erfolgen.

Da die PCM-Übungen einfach durchführbar sind, sollten Betroffene immer dann sofort, wenn sie spüren, dass eine Synkope bevorsteht, die erwähnten Übungen durchführen, welche auch an das sogenannte isometrische Training erinnern. Die Folge des durchgeführten Trainings sollte in einer Blutdrucksteigerung bestehen.

Da derzeit weltweit keine bessere Therapie beziehungsweise Vorbeugung besteht, ist die erste Wahl das PCM. Die Wissenschaftler haben mit einer grundlegen Studie an Patienten zwischen 16 und 70 Jahren überprüft, ob mit dieser Methode im Alltag vorkommende Synkopen verhindert werden können.

Da derzeit keine besseren Therapien und Maßnahmen existieren, ist PCM erste Wahl.

Ob damit im Alltag vasovagale Synkopen zu verhindern sind, haben die Mediziner mit 223 Patienten im Alter zwischen 16 und 70 Jahren überprüft, die unter wiederkehrenden Synkopen leiden und vorausgehende Symptome spüren. Um die Genauigkeit zu validieren teilte man die Probanden in zwei Gruppen ein. Alle Patienten wurden über Synkopen aufgeklärt, und es wurden Ratschläge für eine Änderung des Lebensstils gegeben. In einer Gruppe jedoch wurden den Patienten zusätzlich PCM-Übungen beigebracht.

Die Studie kam nach einer Dauer von 14 Monaten zu dem Ergebnis, dass bei Patienten ohne Training etwa 50,9 Prozent Synkopen aufgetaucht seien, während der Prozentsatz in der Gruppe, mit welcher das Training regemäßig durchgeführt wurde, lediglich bei 31,6 Prozent lag.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Anton kommentierte am 17.11.2013 um 12:00 Uhr

Im laufenden Jahr erlebte ich dreimal eine Synkope. Alle möglichen med. Maßnahmen wie EKG, CT, MRT, Herzkartheder, Blutuntersuchungen sind erfolgt ohne einen med. Befund. Jetzt wurde mir ein Eventrekorder eingesetzt. Ich frage mich, was der bringen soll, wenn ich nicht rechtzeitig reagieren kann. Bei den Blutuntersuchungen wurde ein Kalium- und Magnesiummangel festgestellt. Kann dies die Ursache sein?