Bewusstlosigkeit

Unter einer Bewusstlosigkeit oder Ohnmacht ist eine starke Störung des Bewusstseins eines Menschen zu verstehen, bei welcher dieser nicht mehr zur Kommunikation fähig ist und auch in keiner anderen Weise Reaktionen auf seine unmittelbare Umwelt zeigt.

Inhaltsverzeichnis

Definition Bewusstlosigkeit

Bewusstlosigkeit ist ein weit verbreitetes Phänomen. Täglich wachen Menschen plötzlich auf dem Boden auf und können sich weder an den Sturz, noch an den Aufprall erinnern. Bewusstlosigkeit tritt meist sehr plötzlich auf und kann Männer sowie Frauen treffen – sogar vor Kindern macht sie keinen Halt.

Bewusstlosigkeit, die in der Fachsprache auch Synkope genannt wird, hinterlässt Betroffene, sowie Beobachter und Ersthelfer meist mit einem großen Schock, da der plötzliche „Blackout“ nicht richtig eingeordnet werden kann. Ungefähr 20% aller Menschen erleben mindestens einmal in ihrem Leben eine Bewusstlosigkeit. Umso besser ist es deswegen zu wissen, wie man sich in solch einem Fall zu verhalten hat und wie man eine Ohnmacht vorbeugen kann. Achten Sie auf sich nach einer Bewusstlosigkeit. Wie erkennt man aber eine Bewusstlosigkeit?

Hierunter fällt zum Beispiel, dass der bewusstlose Mensch nicht auf das Ansprechen eines anderen Menschen reagiert, weil er keine Orientierung mehr über den Raum und die Zeit aufzuweisen vermag. Aber nicht nur die kommunikative Fähigkeit des Bewusstlosen ist massiv eingeschränkt, sondern er zeigt ebenso keine Reaktionen auf Reize, sodass weder Gefühle oder Schmerzen zu erwarten sind.

In der Medizin werden bezüglich der Bewusstlosigkeit unterschiedliche Grade der Schwere unterschieden. Diese erstrecken sich von der leichten Ohnmacht bis hin zum Scheintod.

Ursachen für Bewusstlosigkeit

Einer Bewusstlosigkeit können unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen. Nicht selten handelt es sich auch um Ursachenkomplexe, was bedeutet, dass mehrere Ursachen zusammen wirken und zu einer Bewusstseinsstörung führen. Bewusstlosigkeit tritt auf, sobald das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Blut versorgt wird. Dabei kann sie sehr plötzlich und unvorbereitet auftreten, in vielen Fällen kündigt sie sich jedoch bereits durch Orientierungsverlust oder Schwindelgefühle an.

Auch die Häufigkeit der Bewusstlosigkeit ist von Mensch zu Mensch verschieden. Die Gründe, wieso das Gehirn nicht mehr ausreichend versorgt werden kann, sind zahlreich. In ungefähr 10% der Fälle sind neurologische Störungen, wie eine Erkrankung des Nervensystems, der Auslöser. Bei 20% hat es körperliche Ursachen, wie Sauerstoffmangel oder Unterzucker. 30% werden durch Störungen des Herz-Kreislauf-Systems ausgelöst. In fast 40% der Fälle kann die Ursache jedoch nicht geklärt werden. Im Falle einer Ohnmacht sollte deswegen sofort ein Arzt konsultiert werden. Zwar ist die Bewusstlosigkeit meist ungefährlich, kann jedoch in einigen Fällen auch lebensbedrohlich sein. Unterschätzen Sie nie eine Bewusstlosigkeit.

Fakt ist jedoch, dass die Hauptursache auf eine Störung des Zentralnervensystems zurück zu führen ist. Dafür können sowohl Durchblutungsstörungen oder auch Blutungen innerhalb des Gehirns verantwortlich sein. Das letzt genannte tritt in der Regel bei einem Schlaganfall auf.

Weitere Ursachen können aber auch Entzündungen oder Tumore des Gehirns sein. Hierbei muss allerdings auch das Gehirn nicht immer die tragende Ursache der Bewusstlosigkeit sein, da auch Vergiftungen, einschneidende Erlebnisse oder auch der Stoffwechsel die Bewusstlosigkeit hervorrufen können.

Krankheiten mit Bewusstlosigkeit

Behandlung bei Bewusstlosigkeit

Bewusstlosigkeit sollte immer von einem Arzt untersucht werden. Dieser wird einige diagnostische Schritte mit Ihnen durchführen, um Ihre Ohnmachtsanfälle besser einsortieren zu können. Bei einer genauen Diagnose wird er Sie an einen speziellen Facharzt überweisen. Herzrhythmusstörungen führen sehr häufig zu Bewusstlosigkeit, können jedoch nur in seltenen Fällen chirurgisch gelindert werden.

Bei neurologischen Erkrankungen, wie beispielsweise Stress, kann ein veränderter Lebensstil die Anfälle lindern. In den meisten Fällen sind die Ursachen für die Bewusstlosigkeit jedoch nicht ermittelbar oder selbst bei einer Diagnose oft nicht medizinisch heilbar. Die größten Risiken der Bewusstlosigkeit sind Verletzungen bei Stürzen oder ähnlichen Unfällen. Viele Betroffene werden zudem wegen häufiger Bewusstlosigkeit sozial isoliert, verlieren ihre Arbeitsstelle oder leiden unter Depressionen. Deswegen lassen Sie sich immer untersuchen bei einer Bewusstlosigkeit.

Die erste Maßnahme die ein Helfer im Falle einer Bewusstseinsstörung ergreifen sollte, nachdem er die Bewusstlosigkeit diagnostiziert hat, ist das direkte Anfassen des Patienten. Denn wenn der Betroffene auch nach kräftigem Anfassen reaktionslos bleibt, ist diese zweifelsohne eingetreten. Weiter führende Maßnahmen sind unter anderem den Betroffenen in eine stabile Seitenlage zu legen, beengende Kleidungsstücke zu lockern und auch den Kopf seitlich zu drehen. Weiterhin sollte sofort der Notdienst gerufen werden.

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Vorbeugung von Bewusstlosigkeit

Bewusstlosigkeit erfordert eine schnelle Reaktion. Wenn eine Bewusstlosigkeit unverhofft kommt, bleibt keine Zeit zu reagieren. Leiden Sie jedoch zuvor unter eindeutigen Anzeichen, können Sie noch probieren, eine Bewusstlosigkeit zu verhindern. Legen Sie sich dazu direkt hin und legen Sie Ihre Beine so hoch wie möglich. Dadurch verhindern Sie zum einen, dass Sie im Falle einer Bewusstlosigkeit stürzen und sich schwerere Verletzungen zuziehen.

Versuchen Sie nicht, aus Scham in öffentlichen Situationen die Symptome zu ignorieren und nicht direkt zu handeln. Zu gefährlich ist eine nahende Bewusstlosigkeit am Steuer eines Autos oder beim Führen von großen Maschinen wie beispielsweise bei der Arbeit. Zum anderen stabilisieren Sie mit dieser Haltung auch Ihren Kreislauf, da das Blut aus den Beinen zu Ihrem Herz zurück fließt und somit den Blutdruck verbessern kann.

Sauerstoff wird somit schneller und besser in Ihr Gehirn befördert. Auch als Helfer sollten Sie einen Bewusstlosen umgehend in diese Position bringen und unverzüglich einen Notarzt alarmieren, sollte der Betroffene nicht innerhalb von 30 Sekunden wieder erwachen. Das körperliche Risiko ist groß bei einer Bewusstlosigkeit.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

vanessa kommentierte am 15.10.2011 um 16:17 Uhr

Bitte schreibt mir eine Antwort, danke. Also, es ist mal meine Freundin bewusstlos geworden. Ich sah, wie sie immer Tabletten genommen hatte. Bitte schreibt mir, welche Medikamente sie genommen haben könnte. Liebe Grüße Vanessa.

Bewusstlosigkeit