Schwindel
Schwindel, schwindelig, schwindlig oder Vertigo sind gemeinhin bekannte Ausdrücke für das gestörte Gefühl des Gleichgewichtes oder der räumlichen Orientierung. Oftmal haben die Betroffenen dabei den Eindrück, als würde der Raum um sie herum schwanken oder drehen.
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Definition Schwindel
Schwindel ist zumeist, wenn nicht z.B. durch künstlich hervorgerufene Rotation, ein Symptom einer Krankheit und beruht fast immer auf eine Störung des Nervensystems. Das Gefühl schwindelig bzw. schwindlig zu sein, hat fast jeder Mensch bereits einmal erlebt und ist neben den Kopfschmerzen eines der häufigstens Beschwerdebilder in deutschen Allgemeinarztpraxen. Je älter die Patienten sind, desto häufiger kann Schwindel auftreten.
Ursachen für Schwindel
Die Ursachen für Schwindel sind sehr vielfältig. Zusätzlich gibt es verschiedene Formen von Schwindel, sodass eine genaue Diagnose nicht leicht ist. Vor allem in der Art und Weise kann sich der Schwindel unterscheiden.
Jedoch haben alle Formen des Schwindels ihre Ursache in den Sinnesorganen, die bei Bewegung beeinträchtigt werden. Hierzu zählen die taktilen Sinne, wie somatorische Sensoren in den Muskeln, die Augen und natürlich das Gleichgewichtsorgan im Ohr, das sogenannte vestibuläre System.
Der Schwindel wird nun durch eine ungenaue oder gestörte Synkronität bzw. fehlender Übereinstimmung der aufgenommen Informationen ausgelöst.
Normaler Schwindel, der nicht krankhaft ist und zumeist durch äußere Reize (z.B. schnelles Drehen in einem Karussell) verursacht wird, dient als Schutzmechanismus des Körper und soll auf eine potentielle Gefahr hindeuten. Zu diesem Schwindel kann somit auch die Höhenangst gezählt werden oder die bekannte Seekrankheit.
Die dritte Form von Schwindel ist die wohl am gefährlichste, da sie zumeist als Leitsymptom einer schweren Krankheit auftritt. Vor allem Krankheiten, die sich direkt auf das Gleichgewichtsorgan auswirken, verursachen massive Schwindelanfälle. Typische Erkrankungen hierbei können sein: Neuritis vestibularis (Entzündung des Gleichgewichtsnervs), Migräne und Tumoren. Ebenso können auch Medikamente bei ihren Nebenwirkungen Schwindel erzeugen.
Weitere Krankheiten, die Schwindel als Symptom haben, finden sie im Folgenden.
Krankheiten mit Schwindel
- Bluthochdruck
- Diabetes mellitus
- Syphilis
- Magen Darm Grippe
- Wundstarrkrampf
- Angststörung
- Leukämie
- Herzinfarkt
- Pilzvergiftung
- Gehirnerschütterung
- Schlaganfall
- Sonnenstich
- Gehirntumor
- Hitzschlag
- Mittelohrentzündung
- Wechseljahre
- Milzbrand
- Hörsturz
- Anämie (Blutarmut), Eisenmangelanämie
- Burnout-Syndrom
- Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
- Insektengiftallergie
- Darmentzündung (Enteritis)
Behandlung von Schwindel
Zunächst sollte bei Schwindel, der nicht durch Eigenverschulden auftritt, ein Arzt aufgesucht werden. Der Arzt wird sodann eine Befragung vornehmen, bei der die Stärke und die zeitliche Erscheinung des Schwindels von Bedeutung ist.
Im Anschluss wird der Arzt unterschiedliche Tests in Bezug auf das Gleichgewicht durchführen. Diese haben das Ziel die Form und die Ursache der Schwindelanfälle genau zu diagnostizieren. Vor allem Drehschwindel, Lagerungsschwindel und Benommenheitsschwindel sind hier zu unterscheiden.
Ist die Ursache dann gefunden, kann die passende und individuelle Behandlung bzw. Therapie beginnen. Bei harmlosem Schwindel der ersten Form sind zumeist keine grösseren Behandlungsmethoden erforderlich. Bei Reisekrankheiten können passende Medikamente (Antivertiginosa) helfen.
Ist der Schwindel ein Symptom einer diagnostierzierten Krankheit, so ist diese primär zu behandeln.
Zusätzliche Möglichkeiten, wie Physiotherapie, Haltungsübungen, Krankengymnastik, Gleichgewichtsübungen können ebenso unterstützend helfen.
In seltenen Fällen, bei denen der Schwindel über viele Jahre hinweg auftritt, kann auch eine Operation des Gleichgewichtsorgans in Betracht kommen. Bei Schwindelattacken in Bezug auf psychosomatische Störungen, wie Angststörung oder Panikattacken, sollte auf die Behandlung durch einen Psychologen oder Psychotherapeuten zurück gegriffen werden. Vor allem Autogenes Training hat hier bereits vielen Betroffenen nachhaltig geholfen.
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