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Angststörung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. März 2014
Symptomat.deKrankheiten Angststörung

Eine Angststörung, Angstneurose ist eine psychosomatische Erkrankung, bei der Betroffene vor allem von Angstattacken oder Panikattacken betroffen sind. Zumeist begleiten körperliche Symptome eine Angststörung, ohne das tatsächlich eine physische Erkrankung vorliegt.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Angststörung?

Angst ist ein natürliches Gefühl für Gefahr. Ist die Bedrohung vorbei, verschwindet auch die Angst. Als eine Störung wird der Zustand erst bezeichnet, wenn der Betroffene eine übermäßige Angstreaktion zeigt, ohne dafür einen objektiven Grund zu haben, die fast immer mit körperlichen Symptomen einhergehen. Früher auch Angstneurose genannt, gibt es unterschiedliche Formen der Angststörung.

Am bekanntesten sind so genannte Phobien, die sich auf bestimmte Objekte oder Situationen beziehen. Des Weiteren gibt es die Panikstörung, die sich in plötzlich auftretenden Angst- und Panikattacken äußert, ohne erkennbaren Grund. Bei der generalisierten Angststörung steht eher das Gefühl einer ständigen Bedrohung im Vordergrund. Die Betroffenen können nicht lokalisieren, woher die Angst kommt.

Ursachen für Angststörungen

Die Ursachen der Angststörung sind bis heute noch nicht eindeutig geklärt. Viele Faktoren kommen zusammen, die erst gemeinsam und in Wechselwirkung die Krankheit auslösen. Es wird angenommen, dass eine der Ursachen innere Konflikte sind. Besonders in der Psychoanalyse konzentriert man sich darauf. Der Betroffene hat nicht gelernt, mit normaler Angst umzugehen. Experten verschiedener Fachrichtungen suchen und erforschen andere Ursachen.

Angststörungen und Depressionen können sich gegenseitig fördern. Ein depressiver Mensch, der sich über alles Sorgen macht, wird schnell an Zukunftsängsten leiden. Andererseits kann die Beeinträchtigung der Lebensqualität zu einer Angststörung führen.

Andere Ursachen können bestimmte Krankheiten sein, wie zum Beispiel eine Schilddrüsenfehlfunktion. Man geht auch davon aus, dass im Gehirn bestimmte Botenstoffe, so genannte Neurotransmitter, aus dem Gleichgewicht geraten sind. Angststörungen treten oft nach extremen Belastungen oder nach dem Genuss bestimmter Substanzen auf, wie Drogen, Koffein oder Alkohol.

Typische Symptome und Anzeichen bei Angststörungen

Krankheitsverlauf Angststörung

Der Krankheitsverlauf hängt davon ab, um welche Form der Angststörung es sich handelt. Unbehandelt besteht die Erkrankung oft über Jahre oder Jahrzehnte, wobei sich Phasen mit heftigen und weniger starken Symptomen abwechseln. Nur in seltenen Fällen kommt es zu einer „spontanen Heilung“ der Angststörung (bei Panikstörungen betrifft dies ca. 10 - 30% der Betroffenen).

Wo es möglich ist, meidet der Betroffene die angstauslösende Situation. Bei der generalisierten Angststörung ist dies natürlich nicht möglich. Solche Patienten entwickeln oft Begleiterkrankungen, die psychosomatisch bedingt sind. Häufig gehören Magen-Darm-Erkrankung dazu.

Behandlung und Therapie von Angststörungen

Die Behandlung der Angststörung beruht auf zwei Säulen. Zum einen werden Medikamente eingesetzt, die eine sofortige Linderung verschaffen. Das können Antidepressiva sein, die die Botenstoffe im Gehirn wieder ins Gleichgewicht bringen sollen und angstlösend wirken. Benzodiazepine sind Psychopharmaka, die bei Spannungs-und Angstzuständen eingesetzt werden. Sie wirken dämpfend, entspannend und krampflösend und weitaus schneller als Antidepressiva.

Jedoch kann es schnell zu einer Abhängigkeit kommen, weshalb sie nur vorsichtig verschrieben werden. Andere Medikamente für die Behandlung von Angststörungen können Johanniskrautpräparate, Neuroleptika oder Betablocker sein. Um längerfristig eine Verbesserung zu erzielen, werden psychotherapeutische Maßnahmen durchgeführt, da die Angststörung häufig psychische Ursachen hat. Für spezielle Phobien bietet sich eine Konfrontationstherapie an, in der der Betroffene mit Hilfe des Therapeuten lernt, die Situation auszuhalten.

Bei einer generalisierten Angststörung wird häufig eine kognitive Therapie angewandt. Der Patient soll lernen, seine Denkmuster, die zu der Angststörung führen, zu erkennen und zu korrigieren. Dazu gehört noch das Erlernen von Entspannungstechniken als Hilfe zur Selbsthilfe.

Vorbeugung von Angststörungen

Angststörungen lassen sich nicht direkt vorbeugen. Allerdings helfen Entspannungstechniken, wie Autogenes Training, viele Alltagsprobleme besser zu meistern und somit weniger Angst vor Situationen zu entfalten. Ebenso helfen Kräuterextrakte, wie Johanniskraut, Baldrian und Melisse.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Dolor 13 kommentierte am 12.09.2013 um 13:58 Uhr

ich habe nach einigen Fußoperationen im Zeitraum von 2006 bis heute mit zunehmenden Einschränkungen und sich steigernden Schmerzen ab ca. April 2013 eine Angststörung entwickelt. Ich war immer ein Mensch, der sich gerne bewegt hat und darüber auch Stress abbauen konnte. Seit mir diese Möglichkeit genommen ist, leide ich unter permanenter Unruhe. Obwohl ich ein starkes Schmerzmedikament einnehme, kann ich die Schmerzen allenfalls lindern. Das ist ein Teifelskreis.