Johanniskraut

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 2. Dezember 2016
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Die gelb blühende Heilpflanze Johanniskraut wächst in ganz Europa, aber auch in Teilen von Amerika, Asien und Nordafrika. Der lateinische Name lautet Hypericum Perforatum.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau von Johanniskraut

Johanniskraut wird inzwischen auch für medizinische und kosmetische Zwecke systematisch angebaut.

Johanniskraut beruhigt normalerweise die Nerven, die der Landwirte allerdings nicht. Denn im Ackerbau kann es zu einer regelrechten Plage werden, da es den Anbau anderer Kulturpflanzen erschweren kann.

Bauern bekämpfen das Johanniskraut deshalb systematisch mit Unkrautvernichtungsmitteln.

Seinen Namen verdankt das Johanniskraut der Tatsache, dass es um den 24. Juni, also zum Johannisfest, zu blühen beginnt. Die Blüten können den ganzen Sommer über geerntet werden.

Wirkung & Anwendung

Johanniskraut hat als Heilpflanze eine lange Tradition und wurde schon in der Antike sowohl innerlich als auch äußerlich zur Behandlung von Hauterkrankungen, Brandverletzungen und Fieber angewandt. Seine vielfältige Wirkung verdankt es seinem hauptsächlichen Inhaltsstoff, dem Hypericin.

Zur Behandlung von leichten Verletzungen, Entzündungen und Verbrennungen ersten Grades verwendet man Johanniskraut-Öl. Aber auch bei Zerrungen und Muskelkrämpfen und zur Verbesserung der Durchblutung bei langer Bettlägerigkeit soll es helfen. Dieses rote Öl wird von vielen pharmazeutischen Firmen auf dem Markt angeboten. Hergestellt wird es durch einen Ansatz aus Öl und den Blüten und Knospen der Pflanze.

Seinen Namen verdankt das Johanniskraut der Tatsache, dass es um den 24. Juni, also zum Johannisfest, zu blühen beginnt.

Für die innerliche Anwendung gibt es verschiedene Darreichungsformen. Allerdings sollte man bei der innerlichen Anwendung einiges beachten. Johanniskraut ist eine so genannte lichtsensibilisierende Pflanze und kann bei längerfristiger Verwendung unter starker Sonneneinstrahlung Nebenwirkungen wie erhöhte Sonnenbrandgefahr hervorrufen; und das nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Tieren.

Vor der innerlichen, aber auch der äußerlichen Anwendung sollte man grundsätzlich einen Arzt um Rat fragen. Johanniskraut kann auch die Wirkung von anderen Arzneimitteln verringern, verändern oder verstärken. Die Abschwächung der empfängnisverhütenden Wirkung von Anti-Baby-Pillen unter Einnahme von Johanniskraut ist nicht erwiesen.

Johanniskrauttee gibt es lose oder in fertigen Teebeuteln zu kaufen. Auch ist es vielen Beruhigungstees beigemischt. Drogerien und Apotheken bieten fertige Präparate wie Dragees, Tabletten oder Kapseln an.

Bedeutung für die Gesundheit

Johanniskraut wird bei leichten Depressionen und Verstimmungen eingesetzt, wobei auch hier wieder unbedingt ein Arzt konsultiert werden sollte. Seit dem Jahr 2009 dürfen Mediziner Johanniskrautpräparate grundsätzlich nur für ganz bestimmte Schweregrade depressiver Erkrankungen auf Rezept verordnen.

Gynäkologen verschreiben zur Behandlung der vielfältigen Beschwerden in den Wechseljahren oftmals Präparate, die neben denen des Johanniskrauts auch die Wirkstoffe der Traubensilberkerze enthalten. Diese Medikamente bieten eine hormonfreie Alternative zur Hormonersatztherapie im Klimakterium. Auch beim prämenstruellen Syndrom und pubertären Beschwerden zeigt das Johanniskraut seine wohltuende Wirkung.

"Mannsblut" nannten die alten Griechen und Römer die Pflanze. Ob das Johanniskraut bei Potenzproblemen tatsächlich hilft, ist wohl noch nicht erforscht.

Johanniskraut wird auch seit Jahrhunderten zur Behandlung von Magen- und Darmerkrankungen eingesetzt. Allerdings ist seine Wirksamkeit in diesem Bereich nicht ganz unumstritten und manche Menschen reagieren mit Magenverstimmungen und Übelkeit auf das Kraut.

Traditionell verwendete man Johanniskraut in der Volkskunde auch bei Bettnässen, Blasenschwäche und der Reizblase. In den Hausapotheken vergangener Zeiten war es auch als Mittel gegen Asthma, Gicht und zur Linderung rheumatischer Beschwerden zu finden.

Die Wirksamkeit des Johanniskrauts ist bis heute nicht abschließend erforscht und es gibt immer wieder neue Studien, die sich teilweise sogar widersprechen.

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