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Entzündung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 18. März 2014
Symptomat.deSymptome Entzündung

Eine Entzündung ist, neben den Infektionen, eine der häufigsten Krankheitsbilder beim Menschen. Praktisch jedes Körperteil oder inneres Organ kann von einer Entzündung befallen werden. Bekannte Entzündungen sind Sehnenscheidenentzündung, Hirnhautentzündung, Blinddarmentzündung und Lungenentzündung. Da Entzündungen schwere Krankheiten auslösen können oder gar selbst lebensbedrohliche Zustände verursachen, ist der Besuch bei einem Arzt immer ratsam.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Entzündung?

Eine Entzündung (medizinisch auch Inflammation) bezeichnet im Prinzip eine Reaktion des Körpers auf schädigende Einflüsse. Die Entzündung dient der Beseitigung der ursächlichen Schädigung, der Verhinderung einer Ausbreitung im Körper und auch den ersten Reparaturvorgängen.

Die klassischen Symptome werden dabei durch eine ausgeprägte Aktivierung des Immunsystems verursacht. Es werden Botenstoffe (Zytokine) ausgeschüttet, welche die Abwehrzellen über das Blutsystem zu dem Ort des Geschehens locken. Durch die Weitstellung der Gefäße gelangen Flüssigkeit, Abwehrzellen und Abwehrstoffe direkt in das entzündete Gewebe.

Je nach Ausprägung werden lokale und systemische (also den ganzen Körper betreffende) Entzündungen unterschieden, die Übergänge sind dabei fließend.

Ursachen für Entzündungen

Die häufigste Ursache für eine Entzündung ist eine nicht selten banale Verletzung, durch die Krankheitserreger in die Weichteile eindringen. Gefürchtet sind ebenfalls Entzündungen nach Operationen, wobei Bakterien durch die Wunde oder schon während der Operation in das Operationsgebiet gelangen können. Meist sind die Erreger Bakterien (z.B. eiterbildende Bakterien wie Staphylokokken oder Streptokokken), deutlich seltener entsteht eine Entzündung durch Viren oder Pilze.

Aber auch andere Barriereverletzungen, mechanische, chemische oder physikalische Einflüsse können zu Entzündungen führen. Typische Beispiele sind der Sonnenbrand (Hautentzündung durch UV-Strahlen), Verätzungen, Darmentzündungen (vor allem Blinddarm- oder Divertikelentzündungen, wenn Kotballen oder Fremdkörper zu einer Reizung führen und so das Gebiet sekundär bakteriell besiedelt werden kann) oder Lungenentzündungen (durch Inhalation von krankheitsauslösenden Erregern).

Wird nun die Abwehrreaktion in Gang gesetzt, resultieren daraus die typischen Entzündungszeichen: Rötung (Rubor), Schwellung (Tumor), Schmerzen (Dolor), Überwärmung (Calor) und Bewegungseinschränkung (functio laesa), welche besonders stark bei Haut- oder Weichteilentzündungen sichtbar werden. Deutlich häufiger treten jegliche Art von Entzündungen auf, wenn das Immunsystem geschwächt ist, z.B. im Rahmen von Diabetes mellitus oder AIDS.

Häufige Entzündungserkrankungen

Behandlung und Therapie von Entzündungen

Die Therapie und Behandlung ist bei kleinen lokalen Entzündungen in der Regel konservativ. Desinfizierende Umschläge (z.B. mit getränkten Kompressen) sind dabei sehr effektiv. Schmerzmittel aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antiphlogistika (z.B. Diclofenac oder Ibuprofen) haben neben dem schmerzstillenden Effekt auch eine leichte entzündungshemmende Komponente und können gut ergänzend eingesetzt werden. Lindernd wirkt ebenfalls eine konsequente Kälteanwendung, z.B. durch Coolpacks.

Um eine Ausbreitung zu Verhindern, sollte der betroffene Körperteil wenn möglich ruhig gestellt werden. Ist es jedoch zu einem Ausbruch bzw. Bildung von Eiter (z.B. einem Abszess) gekommen, sollte dieser aufgeschnitten werden, damit der Eiter abfließen kann. Liegt eine ausgeprägte lokale Entzündung vor, ist die Lokalisation innerlich (z.B. Blinddarmentzündung) oder ist es bereits zu einer systemischen Infektion (als Maximalvariante gilt hierbei die Blutvergiftung, medizinisch auch Sepsis) gekommen, ist die Gabe von Antibiotika in der Regel unvermeidbar. Diese sollte nach vermutetem Erreger auf Verdacht begonnen werden, um keine Zeit zu verlieren.

Nach den entsprechenden Untersuchungsergebnissen muss das Antibiotikum ggf. im Verlauf gewechselt oder angepasst werden. Ergänzend werden Allgemeinmaßnahmen (z.B. Schonung, Fiebersenkung, Schmerzmedikation, Kühlung) eingesetzt. Eine größere operative Therapie von Entzündungen ist meist nur bei Komplikationen nötig.

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Vorbeugung von Entzündungen

Die wichtigste Vorbeugung gegen Entzündungen ist ein hygienischer Umgang, vor allem nach kleinen Hautverletzungen. Diese sollten mit klarem Wasser ausgespült und ggf. desinfiziert werden. Ein sauberer Pflasterverband kann das nachträgliche Eindringen von Krankheitserreger vermindern. Nach Operationen ist ein regelmäßiger und vor allem steriler Verbandswechsel unabdingbar, nicht selten werden bereits prophylaktisch Antibiotika während der Operation verabreicht.

Sinnvoll ist es ebenfalls, den Kontakt mit infizierten Menschen, Tieren oder Gegenständen zu meiden. Auch durch eine Stärkung des Immunsystems, z.B. durch viel Obst und Gemüse, frische Luft, Sport und kalte Bäder können Entzündungen vermindert werden.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Erna kommentierte am 22.09.2013 um 23:18 Uhr

Am 26. August ist mein Mann an der Wirbelsäule operiert worden, im unteren Bereich, ab dem 4 wirbel. Sie wurde versteift. Am 11. September ist er entlassen worden. Er sollte aber im Oktober eine weitere Operation bekommen, um diese ganze Sache zu befestigen. Das weiß ich aber nur von einem Mitpatienten, der vor drei Jahren die gleiche O.P. bekam. Mein Mann war zwei Tage zu Hause, da klagte er über sehr schlimme Schmerzen. Er konnte nicht sitzen oder laufen, selbst das Liegen hat sehr geschmerzt. Am 15. Sept. haben mein Sohn und ich die 112 gewählt, weil wir keinen Rat mehr wußten. Er ist wieder ins Krankenhaus gekommen. Nachdem er untersucht wurde, haben sie im Krankenhaus die Narbe wieder geöffnet. Uns wurde gesagt, er hat unter dem Fettgewebe eine Entzündung. Mindestens einmal in der Woche wird die Wunde, die er ja am Rücken offen hat, gespült. Einen Apparat haben sie an seinem Bett angebracht, der das Wundwasser absaugt und das Blut, was er wahrscheinlich verliert, reinigt und wieder dem Körper zuführt. Am 23. September wollen sie wieder eine Spülung machen, immer mit einer leichten Narkose. Mein Mann ist 76 Jahre, er verträgt die Narkose nicht so richtig. Er isst kaum noch was und er trinkt auch zu wenig. Bitte, können wir da an Entzündung glauben? Die Wunde ist offen und er kann sich kaum bewegen, weil ihm jede Bewegung weh tut. Wir möchten dem Krankenhaus nichts unterstellen, aber ist es wirklich nur eine Entzündung? Meine Söhne und ich machen uns große Sorgen. Vielleicht haben Sie eine Antwort für uns, das wäre sehr nett von Ihnen. Freundliche Grüße sendet Ihnen Erna.

doncamillo kommentierte am 25.10.2014 um 19:02 Uhr

Bei Knochenentzündungen wird viel zu wenig Penicillin
verschrieben. Patienten leiden unter den Schmerzen! Ich hatte das etwa ein Jahr lang. Bei Erkältungen oder anderen Kleinigkeiten wird es sofort verschrieben. Warum lässt man den Patienten unnötig leiden? Patienten sollen Ärzte nur noch reich machen. Ihr habt einen Eid geschworen, laut dem ihr uns Patienten helfen und nicht schaden sollt. Ärzte haben keine Lust mehr vernünftig zu arbeiten, so sehe ich das. Ich war bei vier Ärzten, bis mir einer helfen konnte. Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner. Gott vielleicht, aber nicht die Ärzte. Der vierte Arzt meinte, nachdem ich das dritte Mal in der Röhre war, dass das von alleine weggeht. Ich bekam dann Zahnschmerzen und Penicillin. Dadurch gingen auch meine Schmerzen von der Knochentzündung weg. Ich bekam etwa drei Monate Penicillin, dann ware die schwere Knochentzündung weg.