Fieber
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Friedrich (Facharzt für Innere Medizin)Anzeige
Das Fieber, auch die Pyrexie, ist ein Zustand erhöhter Körpertemperatur, der meistens als Begleiterscheinung der Abwehr gegen eindringende lebende Mikroorganismen oder andere als fremd erkannte Stoffe auftritt, sowie seltener im Rahmen anders verursachter Entzündungsvorgänge, Traumata oder als Begleiterscheinung bei manchen Tumoren vorkommt. Fieber ist zu unterscheiden von der erhöhten Temperatur.
Inhaltsverzeichnis |
Was ist Fieber?
Die hiermit verbundenen Vorgänge beruhen auf komplexen physiologischen Reaktionen, zu denen unter anderem eine, vom Organismus aktiv herbeigeführte, geregelte und begrenzte Erhöhung der Körpertemperatur gehört. Letztere entsteht infolge einer Temperatursollwertänderung im hypothalamischen Wärmeregulationszentrum. Fieber ist damit ein Beispiel für eine regulierte Änderung der Homöostase.
Entgegen einem häufig vorkommenden Missverständnis ist Fieber damit in den meisten Fällen nicht Ursache von Krankheit, sondern Teil der Antwort des Organismus auf Krankheit. Entsprechend ist es zwar eine häufige Praxis, Fieber ab einer bestimmten Höhe symptomatisch zu senken, um vermeintlichen Schaden vom Kranken abzuwenden; diese häufige Praxis entspricht aber oft nicht dem Forschungsstand der Fieberphysiologie. Anstelle einer routinemäßigen Senkung des Fiebers ab einer bestimmten Temperatur sollte sich eine symptomatische Therapie an der Befindlichkeit und an sekundären Risiken des Fiebers für bestimmte Patientengruppen orientieren.
Ursachen für Fieber
Allerdings können sie nur bei bestimmten Temperaturen überleben, ansonsten werden sie irreversibel zerstört - dieses Temperaturoptimum ist bei jedem Lebewesen unterschiedlich. Die so genannte Denaturierung der Enzyme zeigt sich beispielsweise am Spiegelei: Wenn es erhitzt wird, färben sich die Proteine weiß und kehren nicht wieder in ihren Ausgangszustand zurück. Passiert das im Lebewesen, stirbt es - auf diese Weise tötet der Körper unter anderem Bakterien ab.
Bei Verletzungen oder offenen Wunden erhöht der Körper oft präventiv die Temperatur im entsprechenden Bereich. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass eindringende Bakterien dort einen angenehmen Lebensraum vorfinden. Auch bei Prellungen oder anderen Verletzungen kann der Körper mit Fieber reagieren. Einige Tumoren lösen ebenfalls Fieber im Körper aus. Das Fieber entsteht in diesen Fällen durch komplexe Verkettungen von Reaktionen und tritt nicht immer auf. Es ist meist von anderen Symptomen begleitet, die ebenfalls durch die Neubildung entstanden sind.
Krankheiten mit Fieber
- Erkältung
- Bronchitis
- Angina tonsillaris
- Grippe
- Scharlach
- Masern
- Röteln
- Windpocken
- Typhus
- Syphilis
- Magen Darm Grippe
- Pfeiffersches Drüsenfieber
- Gelbfieber
- Fleckfieber
Behandlung und Therapie von Fieber
Unabhängig von der Ursache, wird Fieber zunächst mit antipyretischen Mitteln behandelt, die das Fieber senken sollen. Bekannte Mittel sind beispielsweise Paracetamol oder Ibuprofen. Wenn die Ursache des Fiebers medizinisch behandelt werden kann, ist es eine unerwünschte, unnötige Reaktion, die den Menschen nur in Gefahr bringt. Steigt seine Körpertemperatur höher als 40°C, denaturieren seine eigenen Enzyme und er tötet sich mit dem Fieber selbst.
Bei Fieber ist der Flüssigkeitsbedarf gesteigert, deshalb ist hier besonders auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. In der ersten Phase, in der vielfach auch Schüttelfrost empfunden wird, sollte Wärmeverlust des Körpers vermieden werden. Kühlende Maßnahmen sind sinnvoll bei extrem hohen Temperaturen, dann werden z. B. Eisbeutel in den Leisten platziert.
Körperliche Schonung, also Vermeidung von körperlichen und geistigen Überanstrengungen, ist empfehlenswert. Fieber über 40 °C muss durch fiebersenkende Therapie behandelt werden. Speziell Kinder und ältere Menschen sind empfindlich gegenüber hohem Fieber. Bei Kleinkindern können Fieberkrämpfe insbesondere nach schnellem Fieberanstieg auftreten.
Rezeptfreie Medikamente gegen Fieber
Hier Informieren:
➔ Medikamente gegen Fieber günstig und kompetent bei mycare Versandapotheke
Vorbeugung von Fieber
Fieber durch Infektionen ist die einzige Form, der man wirksam vorbeugen kann. Vor Erkältungen kann man sich beispielsweise durch warme Kleidung schützen, gegen Grippe kann man sich impfen lassen. Wenn man doch erkrankt, ist Schonung wichtig - außerdem sollte man den Arzt aufsuchen, um die Erkrankung rechtzeitig behandeln zu lassen.
Bei offenen Wunden ist Hygiene das oberste Gebot zur Verhinderung von Fieber. Die Wunde muss nach ärztlicher Anweisung gereinigt, desinfiziert und keimfrei gehalten werden. Präventives Fieber des Körpers kann man mit fiebersenkenden Mitteln behandeln, sollte allerdings den Rat des Arztes dazu einholen.
Bücher über Fieber
Weitere Infos
Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2012; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2012, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.
Von Dr. med. Albrecht Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin).
Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Fieber?
Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern
inrat@gmx.de kommentierte am 24.02.2013 um 15:54 Uhr
Ist es richtig, dass es Patienten gibt, die selbst bei schwerem Krankheitsverlauf kein Fieber bekommen?

