Syphilis
Syphilis bzw. Lues ist eine bekannte und weit verbreitete Geschlechtskrankheit. Zumeist tritt sie chronisch auf. Die Heilung bzw. Behandlung ist seit der Erfindung des Penicillins bei rechtzeitiger Diagnose günstig. Syphilis ist meldungspflichtig und sollte umgehend vom Arzt behandelt werden.
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Definition Syphilis
Seit der erfolgreichen Behandlung der Syphilis durch Penicillin, ist die Geschlechtskrankheit in Deutschland und Europa seltener geworden. Dennoch besteht seit 2001 ärztliche Meldepflicht, auch wenn nur ein Verdacht auf Syphilis besteht. Syphilis tritt in Deutschland vermehrt in Großstädten auf. Etwa 3% der deutschen Bevölkerung sind an Syphilis infiziert und waren bereits daran erkrankt. Dabei sind Männer statistisch gesehen eher von der Syphilis betroffen, als Frauen und jüngere Menschen eher als Ältere.
Ursachen für Syphilis
Die Syphilis Bakterien breiten sich unbehandelt im gesamten Körper aus und können auch weitere Organe befallen. Außerhalb eines Wirtes können die Syphilis Erreger nur kurz überleben. Da bis zu zwei oder drei Wochen vergehen kann, bis die ersten Symptome auftreten, können in dieser Zeit durch ungeschützen Geschlechtsverkehr weitere Menschen angesteckt werden. Dabei ist die Chance sich an eninem Syphilis-Erkrankten zu infizieren im Schnitt bei 30 Prozent.
Symptome
- Ausschlag
- Geschwüre
- Lymphknotenschwellung
- Haarausfall
- Fieber
- Appetitlosigkeit
- Gewichtsabnahme
- Halsschmerzen
- Gliederschmerzen
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Sehstörungen
Krankheitsverlauf Syphilis
Den Verlauf von Syphilis kann man in vier Stadien unterteilen. In den ersten drei Wochen nach einer Infektion bilden sich an der Infketionsstelle (zumeist Penis oder Vagina) harte aber schmerzlose Geschwüre. Dieser sogenannte Ulcus durum (harter Schanker) fällt dem Betroffenen zumeist nicht auf.
Im zweiten Teil der Syphiliserkrankung kommt es zu massiven Ausschlägen, Hautrötungen und Schleimhautveränderungen. Spätestens hier sollte der Betroffene einen Arzt aufsuchen. Oftmals verschwinden die Symptome auch wieder für einige Jahre, brechen dann aber erneut besonders stark und gefährlich aus. Dies nennt man auch latente Syphilis. Dabei können dann die inneren Organe, wie das Herz, besonders geschädigt werden. Ebenso sind neurologische Störungen und Knochenveränderungen möglich.
Wird die Syphilis rechtzeitig behandelt sind die Prognosen zur Heilung heutzutage sehr günstig. Vor allem beim Einsatz von Antibiotika (Penicillin) stehen die Chancen zur Genesung gut. Ist die Syphilis jedoch schon weiter fortgeschritten und das Stadium einer Neurosyphilis erreicht, so kann die Krankheit mit hoher Wahrscheinlichkeit tötlich enden. Aber auch bleibende Schäden wie lebenslange Lähmungen können den Betroffenen zu einem Pflegefall werden lassen. Nur selten kommt es zur Spontanheilung.
Behandlung und Vorbeugung von Syphilis
Die Behandlungsdauer richtet sich nach der Schwere und fortgeschrittenem Stadium der Syphilis. In der Regel reichen zwei bis drei Wochen für die Therapie aus. Nebenwirkungen sind zu meist Kopfschmerzen, Muskelschmerzen (ähnlich Muskelkater) und Fieber. Eine Imfpung gegen Syphilis gibt es bisland noch nicht. Daher sollten zur Vorbeugung der geschützte Geschlechtsverkehr, z.B. durch Kondome, bevorzugt werden. Ebenso sollte beim Blutspenden auf Syphilis-Errger geachtet werden.
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