Muskelkater

Als Muskelkater wird umgangssprachlich jener Schmerz im Muskel bezeichnet, der gemeinhin besonders nach körperlichen Überlastungen auftreten kann. Allgemein bekannt sind hierbei der Muskelschmerz nach Sport oder ungwohnt anstrengender Arbeit.

Inhaltsverzeichnis

Definition Muskelkater

Muskelkater gehört wohl zu den bekanntesten Symptomen überhaupt. Fast jeder Mensch hat diese Art des Muskelschmerzes bereit verspürt. Besonders häufig tritt der Muskelkater nach körperlich ungewohnter Belastung auf.

Häufig tritt er somit nach sportlichen Belastungen auf, wenn der Körper zuvor eher untrainiert war. Dabei schmerzen dann insbesondere die Muskelgruppen, die besonders ungewohnt stark gefordert waren.

Der Muskelkater selbst tritt jedoch nicht während der Belastung, sondern erst einige Stunden nach der Belastung auf. Dabei ist der Muskelkater an die sogenannte Superkompensation gekoppelt, die für die Leistungssteigerung nach einem Training verantwortlich ist. Die schmerzhaften Muskeln sind dann bei einem Muskelkater in ihrer Dehnung und Bewegung sehr empfindlich und können manchmal so sehr schmerzen, dass eine Bewegung dieser Partien unmöglich erscheint. Weiterhin ist die Leistungsfähigkeit der betroffenen Muskeln dann stark reduziert.

Ein Muskelkater kann mehrere Stunden bis hin zu einer Woche bestehen bleiben. Der Begriff Muskelkater wurde wahrscheinlich im Mittelalter von Katarrh abgeleitet, was so viel wie Entzündung der Muskeln bedeutet. Der Muskelkater selbst ist absolut harmlos, auch wenn die Schmerzen teilweise sehr stark sein können. Ein Muskelkater sollte aber nicht mit Muskelzerrungen, Muskelprellungen und Muskelrissen verwechselt werden, die wiederum nicht ungefährlich sein können.

Ursachen für Muskelkater

Die Ursachen für Muskelkater sind fast immer gleich. Werden untrainierte oder kaum beanspruchte Muskeln stark gefordert, so kommt es zu kleinen Rissen und Mikroverletzungen in den Muskelfasern. Die Übersäuerung der Muskeln durch Laktatbildung ist zwar korrekt, hat aber auf die Bildung von Muskelkater keinerlei Einfluss.

Der Schmerz in den Muskeln entsteht dann durch kleine Wassereinlagerungen in den Muskelrissen, da das Wasser die Muskelafsern anschwillen lässt. Vom Prinzip her ist also der Muskelkater nichts anderes als Dehnungsschmerz.

Besonders wenn das Training übertrieben wird, also die eigenen Kräfte überansprucht werden, kommt es zum Muskelkater. Auch abrupte Bewegungsmuster unterstützen den Muskelkater. Sehr selten kommt es auch nach Krämpfen zu Muskelkater, die auch hier die Muskeln ungewohnt überanstrengt werden können.

Krankheiten mit Muskelschmerzen

Behandlung von Muskelkater

So harmlos ein Muskelkater ist, umso schwerer ist es einen Muskelkater zu behandeln. Prinzipiell kann ein Muskelkater nicht schnell geheilt bzw. behandelt werden, denn er verschwindet von ganz allein nach 1-7 Tagen. Darüber hinaus sollte bei weiteren Schmerzen ein Arzt aufgesucht werden, um eventuelle Muskelverletzungen auszuschließen.

Der Muskelkater kann aber durch Hausmittel bzw. in Eigenregie gut unterstützend behandelt werden. Hilfreich sind dabei vor allem, heisse Bäder mit Rosmarin oder Fichtennadel, Saunagänge, leichte und warme Massagen sowie Schonung und Ruhe der betroffenen Muskelpartien.

Eine andere Theorie besagt den Muskelkater mit einem leichten Training am zweiten Tag "weg zu trainieren". Diese Theorie ist aber in der Medizin umstritten.

Schmerzmittel sollten wenn möglich nicht eingenommen werden.

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Vorbeugung von Muskelkater

Muskelkater

Muskelkater kann man gut vorbeugen. Vor dem Training oder ungewohnt starken Belastungen sollte sich gründlichst aufgewärmt werden. Zu dieser Erwärmung zählt vor allem das Aufwärmen der Muskeln, Bänder und Sehnen. Dies kann durch leichtes Traben oder Laufen geschehen.

Weiterhin sollten die Bewegungsabläufe mit leichten Gewichten ausgeführt werden, die dann später unter höherer Beanspruchung trainiert werden. Auch die Bänder und Sehnen sollten durch diese Art der Erwärmung mit bedacht werden, denn kalte Sehnen und Bänder können eventuell zu Zerrungen oder Rissen führen.

Weiterhin empfehlen sich Massagen und Saunagänge sowie eine mineralienreiche und vitaminreiche Ernährung.

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