Epilepsie

Epilepsie bzw. wiederkehrende epileptische Anfälle sind eine neurologische Erkrankung des Gehirns. Besonders die krampfartigen und zuckenden Anfälle sind ein deutliches Zeichen für eine Epilepsie.

Inhaltsverzeichnis

Definition Epilepsie

Epilepsie ist eine neurologische und chronische Krankheit, bei der es zu den typischen epileptischen Anfällen kommen kann. Diese Anfälle werden zumeist von Krämpfen begleitet. Eine Epilepsie liegt dann vor, wenn es regelmäßig zu solchen Krampfanfällen kommt.

Biologisch betrachtet sind epileptische Anfälle akute Funktionsstörungen im Bereich des zentralen Nervensystems im Gehirn. In der Regel halten die Krampfanfälle bis zu zwei Minuten an. Weiterhin kommt es bei der Epilepsie zu Zittern bzw. Zuckungen und Bewusstseinsstörungen sowie Gedächtnislücken. In Deutschland leiden in etwa ein Prozent der Bevölkerung (vor allem Kinder und Jugendliche) an Epilepsie bzw. epileptischen Anfällen.

Ursachen für Epilepsie

Die Ursachen für eine Epilepsie können sehr unterschiedlich sein. Am häufigsten gelten jedoch Depolarisationen, also krankhafte Entladungen, in den Nervenzellen des Gehirns, was zu einer hohen Erregbarkeit führen kann.

Weitere Ursachen sind Hyperventilation, Schlafmangel, psychische und seelische Belastungen, Drogenkonsum (auch Alkohol) und Sauerstoffmangel.

Epilepsie kann erbliche bzw. familiäre Ursachen haben. Vor allem wenn bei den direkten Vorfahren Veranlagungen in Bezug auf Stoffwechselstörungen, Gehirnerkrankungen und psychosomatische Erkrankungen vorlagen. Die Epilepsie selbst, kann man in idiopathische und symptomatische Epilepsie untergliedern.

Symptome

Krankheitsverlauf Epilepsie

Die Epilepsie weist einen chronischen Krankheitsverlauf auf. Das heist, dass die Krankheit immer wiederkehrend ist und die Krampfanfälle bzw. epileptischen Anfälle immer wieder auftreten können. Wird die Epilepsie behandelt, so ist ihre Prognose zur Genesung recht günstig. Dennoch kann von einer ganzheitlichen Heilung solange nicht gesprochen werden, so lange der Betroffene auf Medikamente gegen die Epilepsie angweisen ist.

Dennoch liegt die Chance auf ein Leben ohne epileptische Anfälle bei erfolgreicher Behandlung in etwa bei 60 bis 80 Prozent. Komplikationen treten in der Regel nur auf, wenn es zu generalisierten Anfällen kommt. Bei dieser Form der Epilepsie (Status epilepticus) wird von den Betroffenen das Bewusstsein zwischen den Anfällen nicht zurück gewonnen. Hier kann es dann zu einem lebensbedrohlichen Verlauf kommen.

Behandlung von Epilepsie

Die Therapie bzw. Behandlung einer Epilepsie sollte unbedingt von einem Facharzt durchgeführt werden. Dabei ist es wichtig auch Zeugen eines epileptischen Anfalls mitzubringen, um die genaue Symptomatik besser beschreiben zu können. Danach wird zumeist das Gehirn des Patienten mit Magnetresonanztomographie (MRT) untersucht. Hierbei sollen vor allem strukturelle Störungen und Anomalien festgestellt werden. Danach können dann ungewöhnliche neuronale Entladungen mit Hilfe einer Elektroenzephalographie (EEG) diagnostiziert werden.

Sofortmaßnahmen bei einem plötzlich auftretendem epileptischen Anfall sind vor allem Verletzungen durch Stürze zu verhinden. Ebenso sollten in einem Haushalt, in dem ein Epileptiker wohnt, gefährliche und spitze Gegenstände vermieden werden. Günstig sind ebenso ein weicher Fußboden. Daneben sollten Familienmitglieder oder andere Begleitpersonen den Krampfanfall genau dokumentieren. Dies hilft dem Arzt dann später bei einer individuellen Behandlung. Hält der akute Anfall länger als zwei Minuten an, so ist der Notarzt bzw. die dringende medizinische Hilfe anzufordern.

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