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Krämpfe

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. März 2014
Symptomat.deSymptome Krämpfe

Krämpfe, Krampf (Muskelkrämpfe, Wadenkrampf oder Spasmus) sind in der Regel starke Anspannungen der Muskeln, die oft ohne den Willen des Menschen auftreten. Dabei kommt es ebenso häufig zu begleitenden Schmerzen. Krämpfe können lokal aber auch über den ganzen Körper spürbar werden. Krämpfe können auch in den inneren Organen auftreten, so zum Beispiel Magenkrämpfe bei einer chronischen Darmentzündung.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Krämpfe?

Krämpfe können in verschiedenen Formen vorkommen. Häufig sind rhytmische Zuckungen, die schnell und aufeinanderfolgend wirken. Diese sind oft begleitet von langanhaltenden Schmerzen in den Muskeln. Typische Beispiele für diese Krämpfe sind Krämpfe beim Sport oder Wadenkrämpfe beim Schlafen.

Daneben gibt es auch Krämpfe der glatten Muskeln, die zumeist in den Organen vorkommen können. Als Beispiel seien hier Krämpfe der Harn- oder Gallenblase genannt.

Zusammenfassend treten also Krämpfe besonders deutlich bei Wadenkrämpfen auf. Dennoch sollten auch Krämpfe bei Nierenkoliken, Krämpfe der Bronchien und Blutgefäße erwähnt werden. Bei den sogenannten Krampfanfällen kommt es zu krampfartigen Zuckungen des ganzen Körpers.

Ursachen für Krämpfe

Die häufigsten Ursachen für Krämpfe der Muskulatur sind Störungen des Elektrolythaushaltes. Vor allem der Mangel an Magnesium und Natriumchlorid lösen sehr oft Krämpfe aus. Ein Mangel dieser Elektrolyte wiederum ist häufig durch starkes Schwitzen (z.B. bei Sport und körperlicher Arbeit) begründet, bei dem diese Stoffe aus dem Körper durch den Schweiß ausgeschieden werden. Ebenso könnte die Ursache auch in einem Flüssigkeitsmangel begründet sein, da Wasser oft wichtige Elektrolyte, wie Salze und andere Mineralien, für den Körper verfügbar macht. Diesen Effekt der auftretenden Krämpfe bei Flüssigkeitsmangel merkt man oft nach dem Konsum von zu viel Alkohol, bei dem der Körper viel Flüssigkeit durch Urin und Atmung verliert. Krämpfe der Muskeln können jedoch im Rahmen einer Polyneuropathie auftreten.

Länger auftretende Krämpfe kommen nicht selten im Zuge von Krankheiten vor. Wichtige erwähnenswerte Erkrankungen hierbei sind Wundstarrkrampf (Tetanus), Gesichtskrampf (Faszialiskrampf) und Schiefhals (Torticollis).

Krankhafte organisch-bedingte Krämpfe kommen unter anderem bei Nierensteinen, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Bauchhöhlenschwangerschaft, Blinddarmentzündung und Morbus Crohn vor.

Die Ursachen für Krämpfe, die den ganzen Körper befallen sind zumeist die bekannten Krampferscheinungen der Epilepsie, Meningitis (Gehirnhautentzündung), Fieber aber auch Alkohol- und Drogenentzug. Auch bei Asthma bronchiale können Krämpfe in Form von Bronchospasmen vorkommen.

Krankheiten mit Krämpfen

Krämpfe

Behandlung und Therapie von Krämpfen

Die Behandlung von Krämpfen ist abhängig von der Form der auftretenden Krämpfe. Dabei ist wichtig, wo die Krämpfe auftreten. Wird bei diesen Beschwerden ein Arzt aufgesucht, sollten die genauen Krampfmerkmale und Schmerzen geschildert werden. Besonders der Verlauf und die Intensität spielen zur Ursachenfindung eine elementare Rolle.

In der Regel wird dann der Arzt eine allgemeine Untersuchung des Körpers einleiten. Bei starken Krämpfen der Muskulatur kann Blut abgenommen werden, um die Elektrolytwerte zu ermitteln.

Treten die Krämpfe eher im organischen Bereich auf, wird der Bauch abgetastet und gegebenenfalls Ultraschalluntersuchungen durchgeführt. Stellen sich dabei weitere Auffälligkeiten ein, kann die Untersuchung auch mittels Computertomographie (CT), Elektroenzephalographie (EEG), Hirnwasserpunktion (Liquorpunktion) oder Röntgenuntersuchung des Bauchraums fortgeführt werden.

Ist die abschliessende Ursache der Krämpfe sodann eindeutig, sollte die Behandlung durchgeführt werden. Krämpfe der Muskeln (z.B. Wadenkrämpfe) können durch Dehnungsübungen und der Einnahme von Elekrolyten, wie Magnesium behandelt und vorgebeugt werden.

Krämpfe, die im Zusammenhang mit organischen Erkrankungen stehen, sind zumeist nur durch eine Operation der krankhaften Ursache (z.B. Nierensteine oder Blinddarmentzündung) geheilt werden. Bei Nierensteinen kann auch die Stoßwellentherapie eingesetzt werden.

Ebenso sind Krämpfe, die ihre Ursache in anderen Erkrankungen haben, zunächst durch eine Behandlung dieser Krankheiten zu behandeln. Beipsielhaft wären hier die Epilepsie oder die Bauchspeicheldrüsenentzündung.

Vorbeugung von Krämpfen

Krämpfe der Muskulatur kann man durch eine gesunde Ernährung und Zufuhr von ausreichend Flüssigkeit gut vorbeugen, da hierbei genügend Elektrolyte für den Körper aufgenommen werden. Ausserdem helfen Dehnübungen und ein gesundes Maß an Sport, um die Muskulatur geschmeidig zu halten. Weiterhin sollte der Alkoholkonsum gedrosselt werden.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Rebekka kommentierte am 24.11.2011 um 15:54 Uhr

Ich leide seit 5 Jahren an starken Krämpfen in beiden Fußsohlen (gelegentlich auch an Beiden gleichzeitig) sowie in den Waden und in den Fingern, die bis zu 15 Minuten lang anhalten. Es ist dann unerträglich. Wenn der Krampf anfängt sich zu lösen, dann reicht die kleinste Bewegung und schon folgt der nächste Krampf an der selben Stelle wieder. Wenn der Krampf dann ganz weg ist, habe ich noch 2 Tage danach, genau der Stelle, wo der Krampf war, Schmerzen. Ich nehme dagegen Magnesium, die vom Arzt verschrieben wurden. (Ideos. In Italien erhältlich. Ich lebe in Italien.) Mir wurde vor 7 Jahren die Krankheit Takayasu-Arteriitis diagnostiziert, die ich mit Kortison im Griff habe. Ich wollte fragen, ob die Krämpfe etwas mit der Arterien-Verschließung zu tun haben? Meine Arterien sind bis zu 70% zu. Ich bin weiblich und 50 Jahre alt. Auf eine Antwort von Jemandem, würde ich mich sehr freuen. Lieber Gruß Rebekka.

Ina kommentierte am 14.10.2013 um 10:49 Uhr

Ich habe Nachts Oberschenkelkrämpfe und dazu Kreislaufbeschwerden. Es schmerzt sehr und ich kann nicht mehr gehen. Was kann das sein?