Krämpfe
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Friedrich (Facharzt für Innere Medizin)Anzeige
Krämpfe, Krampf (Muskelkrämpfe, Wadenkrampf oder Spasmus) sind in der Regel starke Anspannungen der Muskeln, die oft ohne den Willen des Menschen auftreten. Dabei kommt es ebenso häufig zu begleitenden Schmerzen. Krämpfe können lokal aber auch über den ganzen Körper spürbar werden. Krämpfe können auch in den inneren Organen auftreten, so zum Beispiel Magenkrämpfe bei einer chronischen Darmentzündung.
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Was sind Krämpfe?
Daneben gibt es auch Krämpfe der glatten Muskeln, die zumeist in den Organen vorkommen können. Als Beispiel seien hier Krämpfe der Harn- oder Gallenblase genannt.
Zusammenfassend treten also Krämpfe besonders deutlich bei Wadenkrämpfen auf. Dennoch sollten auch Krämpfe bei Nierenkoliken, Krämpfe der Bronchien und Blutgefäße erwähnt werden. Bei den sogenannten Krampfanfällen kommt es zu krampfartigen Zuckungen des ganzen Körpers.
Ursachen für Krämpfe
Länger auftretende Krämpfe kommen nicht selten im Zuge von Krankheiten vor. Wichtige erwähnenswerte Erkrankungen hierbei sind Wundstarrkrampf (Tetanus), Gesichtskrampf (Faszialiskrampf) und Schiefhals (Torticollis).
Krankhafte organisch-bedingte Krämpfe kommen unter anderem bei Nierensteinen, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Bauchhöhlenschwangerschaft, Blinddarmentzündung und Morbus Crohn vor.
Die Ursachen für Krämpfe, die den ganzen Körper befallen sind zumeist die bekannten Krampferscheinungen der Epilepsie, Meningitis (Gehirnhautentzündung), Fieber aber auch Alkohol- und Drogenentzug. Auch bei Asthma bronchiale können Krämpfe in Form von Bronchospasmen vorkommen.
Krankheiten mit Krämpfen
- Gehirnhautentzündung
- Wundstarrkrampf
- Diabetes mellitus
- Cholera
- Schilddrüsenunterfunktion
- Epilepsie
- Gehirntumor
- Tollwut
- Blasenentzündung
- Morbus Crohn (chronische Darmentzündung)
- Lebensmittelvergiftung
- Wadenkrämpfe
- Muskelverhärtung
- Muskelzerrung
- Leistenzerrung
Behandlung und Therapie von Krämpfen
Die Behandlung von Krämpfen ist abhängig von der Form der auftretenden Krämpfe. Dabei ist wichtig, wo die Krämpfe auftreten. Wird bei diesen Beschwerden ein Arzt aufgesucht, sollten die genauen Krampfmerkmale und Schmerzen geschildert werden. Besonders der Verlauf und die Intensität spielen zur Ursachenfindung eine elementare Rolle.
In der Regel wird dann der Arzt eine allgemeine Untersuchung des Körpers einleiten. Bei starken Krämpfen der Muskulatur kann Blut abgenommen werden, um die Elektrolytwerte zu ermitteln.
Treten die Krämpfe eher im organischen Bereich auf, wird der Bauch abgetastet und gegebenenfalls Ultraschalluntersuchungen durchgeführt. Stellen sich dabei weitere Auffälligkeiten ein, kann die Untersuchung auch mittels Computertomographie (CT), Elektroenzephalographie (EEG), Hirnwasserpunktion (Liquorpunktion) oder Röntgenuntersuchung des Bauchraums fortgeführt werden.
Krämpfe, die im Zusammenhang mit organischen Erkrankungen stehen, sind zumeist nur durch eine Operation der krankhaften Ursache (z.B. Nierensteine oder Blinddarmentzündung) geheilt werden. Bei Nierensteinen kann auch die Stoßwellentherapie eingesetzt werden.
Ebenso sind Krämpfe, die ihre Ursache in anderen Erkrankungen haben, zunächst durch eine Behandlung dieser Krankheiten zu behandeln. Beipsielhaft wären hier die Epilepsie oder die Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Vorbeugung von Krämpfen
Krämpfe der Muskulatur kann man durch eine gesunde Ernährung und Zufuhr von ausreichend Flüssigkeit gut vorbeugen, da hierbei genügend Elektrolyte für den Körper aufgenommen werden. Ausserdem helfen Dehnübungen und ein gesundes Maß an Sport, um die Muskulatur geschmeidig zu halten. Weiterhin sollte der Alkoholkonsum gedrosselt werden.
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Weitere Infos
Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2012; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2012, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.
Von Dr. med. Albrecht Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin).
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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern
Rebekka kommentierte am 24.11.2011 um 15:54 Uhr
Ich leide seit 5 Jahren an starken Krämpfen in beiden Fußsohlen (gelegentlich auch an Beiden gleichzeitig) sowie in den Waden und in den Fingern, die bis zu 15 Minuten lang anhalten. Es ist dann unerträglich. Wenn der Krampf anfängt sich zu lösen, dann reicht die kleinste Bewegung und schon folgt der nächste Krampf an der selben Stelle wieder. Wenn der Krampf dann ganz weg ist, habe ich noch 2 Tage danach, genau der Stelle, wo der Krampf war, Schmerzen. Ich nehme dagegen Magnesium, die vom Arzt verschrieben wurden. (Ideos. In Italien erhältlich. Ich lebe in Italien.) Mir wurde vor 7 Jahren die Krankheit Takayasu-Arteriitis diagnostiziert, die ich mit Kortison im Griff habe. Ich wollte fragen, ob die Krämpfe etwas mit der Arterien-Verschließung zu tun haben? Meine Arterien sind bis zu 70% zu. Ich bin weiblich und 50 Jahre alt. Auf eine Antwort von Jemandem, würde ich mich sehr freuen. Lieber Gruß Rebekka.

