Natrium

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 21. November 2016
Startseite » Laborwerte » Natrium

Sir Humphry Davy, Wegbereiter der modernen Elektrochemie, hatte 1807 durch die Elektrolyse geschmolzener Alkalien Natrium erstmals darstellen können. Mittels der Voltaschen Säule hatte er Natriumhydroxid zerlegt und das atomare Natrium rein dargestellt.

Inhaltsverzeichnis

Wirkungsweise von Natrium

Natrium kommt auf der Welt sehr häufig vor. Das Alkalimetall hat einem prozentualen Anteil von 2,64 an unserer Erdkruste, im Licht der Sonne und der meisten anderen Himmelskörper ist die Natrium-D-Linie gut nachweisbar.

Seiner heftigen Reaktivität wegen kommt Natrium nicht elementar, sondern stets in Verbindungen vor. Größtes Reservoir der gebundenen Natriumsalze ist das Wasser der Weltmeere mit einer Konzentration von 11 g Natriumionen auf einen Liter Meerwasser. Demzufolge sind ausgetrocknete Meeresareale profunde Lagerstäten des Natriumchlorids (NaCl) und wertvolle Salzförderstätten. Natriumchlorid ist Kochsalz.

Oligoklas, das auch bei der Schmuckherstellung verwendet wird, sowie Albit, auch Natronfeldspat genannt, sind Natriumminerale. Andere natürliche Natriumminerale werden zu Düngemitteln oder Glas verarbeitet.

Bedeutung

Eine Blutuntersuchung der Natriumwerte dient dem Arzt zur weiteren Diagnose von verschiedenen Krankheiten.

Natrium als Grundelement hat elementare Bedeutung für die menschliche Gesundheit. Der Organismus kann Natrium aus den aufgenommenen Nahrungsmitteln nicht selbst synthetisieren. Zirka 2 Gramm essentielles Natrium müssen dem Körper täglich zugeführt werden. Das entspricht einer Menge von ungefähr 5 Gramm Kochsalz. Genauer: 1 Gramm Kochsalz enthält zirka 0,4 Gramm Natrium.

Die Einhaltung der natürliche Balance des Natriumhaushalts ist enorm wichtig und eng verbunden mit der Regulation des körpereigenen Flüssigkeitshaushalts sowie der Nerven- und Muskelfunktionen, der Verdauung, der Weiterleitung von Erregungspotentialen und des Säure-Basen-Haushalts.

Druck und Volumen aller Körperflüssigkeiten innerhalb und außerhalb der Zellen und der Wasserhaushalt des Organismus werden vom Natrium geregelt. 70 Gramm Natrium enthält der menschliche Körper, davon sind zirka 35 Prozent in den Knochen gespeichert. Dieses Reservoir kann bei Unterversorgung angegriffen werden, um Mangelzustände auszugleichen. Gemeinsam mit Kalium reguliert das Natrium den Wasserhaushalt sowie Druck und Volumen des Blutes und anderer Körperflüssigkeiten außerhalb der Zellen.

Deshalb treibt zu viel Salz den Blutdruck in die Höhe. Die Körperzellen schrumpfen. Die tägliche Überdosis Kochsalz muss durch zusätzliche Arbeit der Nieren ausgeglichen werden. Gemeinsam mit dem überschüssigen Salz wird auch wertvolles Calcium ausgespült. Auch zur Ausbildung von Ödemen kann die erhöhte Aufnahme von Natrium führen.

Starkes Schwitzen beim Sport oder krankhafte Durchfälle generieren einen Natriummangel. Der Körper verliert zu viel Wasser. Diese Dehydration stört die Muskelfunktion und schädigt die Nieren eminent. Salzfreie Diäten können so zu hohen Gesundheitsschäden, zu Blutdruckabfall und Schwächezuständen führen.

Erste Signale für einen Natriummangel sind Muskelkrämpfe. Inzwischen ist erwiesen, dass neben Magnesium- auch Natriummangel für 80 Prozent der Krämpfe verantwortlich ist.

Vorkommen in Lebensmitteln

Der ausgewogenen Kochsalz- bzw. Natriumzufuhr kommt also eine wichtige Bedeutung zu.

Dabei sind die hohen Salzgehalte diverser Lebensmittel immer zu kalkulieren. Salz fungiert hier auch als Konservierungsmittel und Geschmacksverstärker. Und so sollen natriumarmes Gemüse und Obst sowie die sparsame Verwendung des Kochsalzes in der Küche die bedenkliche Wirkung opulenter Kochsalzbomben ausgleichen.

Genauer:

Fleisch, Fisch und bestimmte Milchprodukte beinhalten viel Natrium, Fischstäbchen, Matjes, Blauschimmelkäse oder gekörnte Brühe sind fast schon Salzkonzentrate, von denen man wenig essen sollte.

Frische Kräuter und verschiedene Gewürze machen den Griff zum Salzstreuer oft überflüssig. Dabei sind sie gesund und liefern die raffiniertere Würze. Strikt meiden soll man Geschmacksverstärker, beispielsweise Natriumglutamat, natriumarmes Trinkwasser allerdings immer bevorzugen.

Hier finden Sie Ihre Medikamente:

Bücher über Natrium

Diese Seite teilen:

Das könnte Sie auch interessieren:

Bekannt aus: