Magenkrämpfe
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Magenkrämpfe oder Bauchkrämpfe sind starke, sich in der Intensität ändernde, Magenschmerzen. Sie treten zumeist plötzlich und unerwartet auf und können jedoch auch schnell wieder aufhören. Magenkrämpfe können aus den unterschiedlichsten Ursachen resultieren. Daher sollten auftretende Magenkrämpfe eingehend untersucht werden.
Inhaltsverzeichnis |
Definition Magenkrämpfe
Die Intensität der Schmerzen bei Magenkrämpfen wird somit auch als an- und abschwellend beschrieben. Gelegentlich können die Magenkrämpfe auch zu einem ausstrahlenden Schmerz im Brust- und Rückenbereich führen.
Magenkrämpfe treten häufig in Verbindung mit Erbrechen und Durchfall auf. Sie können jedoch auch nur zu Appetitlosigkeit, Magendrücken oder einem Beklemmungsgefühl führen.
Ursachen für Magenkrämpfe
Aber auch eine Entzündung der Magenschleimhaut, die sogenannte Gastritis, kann für Magenkrämpfe ursächlich sein. Diese kann entweder durch Bakterien oder Medikamente verursacht werden oder aufgrund einer Autoimmunkrankheit entstehen.
Gelegentlich kommt es auch durch einen gestörten Bewegungsablauf der Magenmuskulatur zu Magenkrämpfen, da die Verdauung nicht richtig durchgeführt werden kann.
Eine bestehende Nahrungsmittelallergie oder Unverträglich bestimmter Nahrungsmittel kann sich jedoch auch in starken Magenkrämpfen äußern.
In schlimmen Fällen können die Krämpfe im Magen auch durch ein Magengeschwür oder Magenkrebs verursacht werden.
Aber nicht nur physische, sondern auch psychische Probleme können ursächlich sein. Starker Stress oder Unzufriedenheit und Probleme mit dem sozialen Umfeld können Magenkrämpfe verursachen.
Verlauf Magenkrämpfe
Magenkrämpfe führen oft zu einer stark gespannten Bauchdecke. Zumeist ist der Bauch eingezogen, in seltenen Fällen jedoch auch ballonartig aufgebläht. Auf die krampfartigen Schmerzen folgt häufig eine starke Erschöpfung des Betroffenen.
Je nach Ursache der Magenkrämpfe kann der Verlauf sehr unterschiedlich sein. Eine Infektion oder Magenverstimmung gibt sich meist von alleine wieder. Insbesondere, wenn es zu Erbrechen oder Durchfall kam.
Bei einer Nahrungsmittelallergie treten die Magenkrämpfe immer wieder auf, sobald das unverträgliche Nahrungsmittel konsumiert wird. Die Stärke der Schmerzen kann im Verlauf der Allergie sogar noch zunehmen.
Bei einer Gastritis sollte die Ursache schleunigst bekämpft werden. Ansonsten droht eine Verschlimmerung der Magenkrämpfe oder sogar eine chronische Magenschleimhautentzündung. Eine unbehandelte Entzündung der Magenschleimhaut kann jedoch auch in ein Magengeschwür ausarten oder Magenkrebs verursachen.
Behandlung von Magenkrämpfe
In einfachen Fällen von Magenkrämpfen kann zunächst versucht werden, diese durch Zuführung von äußerlicher Wärme zu bekämpfen. Auch das Trinken von Kamillen- oder Pfefferminztee kann Erleichterung bringen. Kommt es regelmäßig zu Magenkrämpfen aufgrund einer Reizung der Magenschleimhaut oder Verdauungsproblemen, kann die regelmäßige Einnahme von Sanddornöl, Kümmel, Fenchel, Ingwer oder Koriander hilfreich sein. Diese Hausmittel führen bekanntlich zu einer Beruhigung des Magens.
Bei einer bakteriellen Infektion der Magenschleimhaut ist eine antibiotische Behandlung dieser Infektion notwendig. Die übermäßige Magensäureproduktion wird währenddessen durch einen Protonenpumpenhemmer gemäßigt.
Hat die bakterielle Infektion bereits zu einem Magengeschwür geführt, muss auch hier eine Behandlung mit Antibiotika und Protonenpumpenhemmer durchgeführt werden. Dies reicht zumeist schon, um ein Abheilen des Geschwürs zu ermöglichen. Aber auch ein Magengeschwür, welches nicht aufgrund einer bakteriellen Infektion entstanden ist, kann durch die Hemmung der Magensäureproduktion geheilt werden.
Werden die Magenkrämpfe durch ein Krebsgeschwür verursacht, muss dieses operativ entfernt werden. Nach dem Verheilen des Magens ist mit einem Abklingen der Magenkrämpfe zu rechnen.
Rezeptfreie Medikamente gegen Magenkrämpfe
Hier Informieren:
Vorbeugung von Magenkrämpfe
Um Magenkrämpfen vorzubeugen, sollte eine Reizung des Magens möglichst verhindert werden. Übermäßiger Konsum von Alkohol, Medikamente (meist Tabletten), Koffein, Tein oder Nikotin sollte daher verhindert werden.
Aber auch zu großer Stress und unangenehme Gesellschaft, welche einem auf den Magen schlägt, sollte möglichst vermieden werden. Des Weiteren können zur Beruhigung des Magens regelmäßig die genannten Hausmittel eingenommen werden, um Magenkrämpfe zu vermeiden.
Bücher über Magenkrämpfe
Weitere Infos
