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Magenkrämpfe

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 29. August 2014
Symptomat.deSymptome Magenkrämpfe

Magenkrämpfe oder Bauchkrämpfe sind starke, sich in der Intensität ändernde, Magenschmerzen. Sie treten zumeist plötzlich und unerwartet auf und können jedoch auch schnell wieder aufhören. Magenkrämpfe können aus den unterschiedlichsten Ursachen resultieren. Daher sollten auftretende Magenkrämpfe eingehend untersucht werden.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Magenkrämpfe?

Zumeist krampfartig und plötzlich auftretende starke Magenschmerzen werden auch als Magenkrämpfe bezeichnet. In den meisten Fällen sind die Krampfanfälle zwar sehr kurz, wiederholen sich jedoch in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen.

Die Intensität der Schmerzen bei Magenkrämpfen wird somit auch als an- und abschwellend beschrieben. Gelegentlich können die Magenkrämpfe auch zu einem ausstrahlenden Schmerz im Brust- und Rückenbereich führen.

Magenkrämpfe treten häufig in Verbindung mit Erbrechen und Durchfall auf. Sie können jedoch auch nur zu Appetitlosigkeit, Magendrücken oder einem Beklemmungsgefühl führen.

Ursachen für Magenkrämpfe

Die Ursachen für Magenkrämpfe können sehr unterschiedlich sein. Oft ist eine Magenverstimmung oder eine Infektion des Magen-Darm-Trakts die Ursache.

Aber auch eine Entzündung der Magenschleimhaut, die sogenannte Gastritis, kann für Magenkrämpfe ursächlich sein. Diese kann entweder durch Bakterien oder Medikamente verursacht werden oder aufgrund einer Autoimmunkrankheit entstehen.

Gelegentlich kommt es auch durch einen gestörten Bewegungsablauf der Magenmuskulatur zu Magenkrämpfen, da die Verdauung nicht richtig durchgeführt werden kann.

Eine bestehende Nahrungsmittelallergie oder Unverträglich bestimmter Nahrungsmittel kann sich jedoch auch in starken Magenkrämpfen äußern.

In schlimmen Fällen können die Krämpfe im Magen auch durch ein Magengeschwür oder Magenkrebs verursacht werden.

Aber nicht nur physische, sondern auch psychische Probleme können ursächlich sein. Starker Stress oder Unzufriedenheit und Probleme mit dem sozialen Umfeld können Magenkrämpfe verursachen.

Verlauf Magenkrämpfe

Magenkrämpfe

Magenkrämpfe führen oft zu einer stark gespannten Bauchdecke. Zumeist ist der Bauch eingezogen, in seltenen Fällen jedoch auch ballonartig aufgebläht. Auf die krampfartigen Schmerzen folgt häufig eine starke Erschöpfung des Betroffenen.

Je nach Ursache der Magenkrämpfe kann der Verlauf sehr unterschiedlich sein. Eine Infektion oder Magenverstimmung gibt sich meist von alleine wieder. Insbesondere, wenn es zu Erbrechen oder Durchfall kam.

Bei einer Nahrungsmittelallergie treten die Magenkrämpfe immer wieder auf, sobald das unverträgliche Nahrungsmittel konsumiert wird. Die Stärke der Schmerzen kann im Verlauf der Allergie sogar noch zunehmen.

Bei einer Gastritis sollte die Ursache schleunigst bekämpft werden. Ansonsten droht eine Verschlimmerung der Magenkrämpfe oder sogar eine chronische Magenschleimhautentzündung. Eine unbehandelte Entzündung der Magenschleimhaut kann jedoch auch in ein Magengeschwür ausarten oder Magenkrebs verursachen.

Diagnosedaten & Häufigkeit

Relative Häufigkeit je 100.000 Einwohner pro Bundesland (ICD-10: R10.1 Schmerzen im Bereich des Oberbauches) (2012)
Quelle: GBE des Bundes (Diagnosedaten der Krankenhäuser)

Behandlung und Therapie von Magenkrämpfe

Die Behandlung von Magenkrämpfen muss selbstverständlich in Abhängigkeit von der Ursache durchgeführt werden. Zuvor sollte jedoch eine anderweitige Baucherkrankung wie Nierensteine oder Darmverschluss ausgeschlossen werden, da diese auch ähnliche Symptome zeigen können.

In einfachen Fällen von Magenkrämpfen kann zunächst versucht werden, diese durch Zuführung von äußerlicher Wärme zu bekämpfen. Auch das Trinken von Kamillen- oder Pfefferminztee kann Erleichterung bringen. Kommt es regelmäßig zu Magenkrämpfen aufgrund einer Reizung der Magenschleimhaut oder Verdauungsproblemen, kann die regelmäßige Einnahme von Sanddornöl, Kümmel, Fenchel, Ingwer oder Koriander hilfreich sein. Diese Hausmittel führen bekanntlich zu einer Beruhigung des Magens.

Bei einer bakteriellen Infektion der Magenschleimhaut ist eine antibiotische Behandlung dieser Infektion notwendig. Die übermäßige Magensäureproduktion wird währenddessen durch einen Protonenpumpenhemmer gemäßigt.

Hat die bakterielle Infektion bereits zu einem Magengeschwür geführt, muss auch hier eine Behandlung mit Antibiotika und Protonenpumpenhemmer durchgeführt werden. Dies reicht zumeist schon, um ein Abheilen des Geschwürs zu ermöglichen. Aber auch ein Magengeschwür, welches nicht aufgrund einer bakteriellen Infektion entstanden ist, kann durch die Hemmung der Magensäureproduktion geheilt werden.

Werden die Magenkrämpfe durch ein Krebsgeschwür verursacht, muss dieses operativ entfernt werden. Nach dem Verheilen des Magens ist mit einem Abklingen der Magenkrämpfe zu rechnen.

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Vorbeugung von Magenkrämpfe

Um Magenkrämpfen vorzubeugen, sollte eine Reizung des Magens möglichst verhindert werden. Übermäßiger Konsum von Alkohol, Medikamente (meist Tabletten), Koffein, Tein oder Nikotin sollte daher verhindert werden.

Aber auch zu großer Stress und unangenehme Gesellschaft, welche einem auf den Magen schlägt, sollte möglichst vermieden werden. Des Weiteren können zur Beruhigung des Magens regelmäßig die genannten Hausmittel eingenommen werden, um Magenkrämpfe zu vermeiden.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Ismajli kommentierte am 18.10.2012 um 22:16 Uhr

Hallo, meiner Mutter wurde vor Jahren aufgrund eines Geschwürs ein Teil vom Darm rausopperiert. Dies hat zur Folge, dass sie bei der Nahrungsaufnahme sehr vorsichtig sein muss. In letzter Zeit aber hat sie immer wieder "Magenkrampfattacken", die bei ihr sehr schmerzhaft ist und bis zur Bewusstlosigkeit führen kann. Weitere Anzeichen für ein solchen Anfall sind starke Schweißausbrüche, Schüttelfrost und absolute Kraftlosigkeit. Diese Art von Anfall hatte sie schon zum zweiten Mal innerhalb von zwei Monaten. Gibt es jemanden der ähnliche oder gar gleiche Erfahrungen gemacht hat und kann mir jemand einen Rat geben an wenn ich mich wenden soll? Bin über jede Antwort dankbar.

Piikatchuu_:3 kommentierte am 07.05.2013 um 07:42 Uhr

Ich hatte in letzter Zeit oft Magenkrämpfe bis ich dann mal beim Arzt war. Der meinte, dass es mit einer Laktoseintolleranz zu tun hat, aber das glaube ich nicht ganz, da ich manche Milchprodukte essen kann, ohne irgendwelche Schmerzen zu haben! Was koennte das noch sein?

nanny kommentierte am 01.07.2013 um 21:30 Uhr

Ich habe regelmäßig sehr starke Magenschmerzen und Krämpfe mit Schweißausbrüchen und Schüttelfrost. Die Schmerzen beginnen schlagartig, dauern leider öfters ziemlich lange (manchmal eine Stunde, mal länger, mal kürzer) und/oder hören auf und kommen kurze Zeit später wieder. Hat sonst noch jemand solche Beschwerden und hat da vielleicht schon jemand eine Lösung was es sein könnte? Ich wäre für jede Hilfe und jeden Tipp sehr dankbar!

Annika kommentierte am 01.05.2014 um 08:59 Uhr

Ich hatte auch wiederholt Magenkrämpfe, die aus dem Nichts kamen. Oft waren diese mit Schüttelfrost, Schweißausbrüchen und Durchfall verbunden. Anschließend wurde mir schwarz vor Augen und ich wurde bewusstlos. Ich rannte von einem Arzt zum anderen und keiner fand heraus was es sein könnte. Nach einem "Anfall", bei welchem ich im Krankenhaus landete und sogar Morphium benötigte, um die Schmerzen aushalten zu können, musste ich eine Magen- und Darmspiegelung durchführen lassen. Es stellte sich eine Glutenintoleranz und Laktoseintoleranz heraus. Dies wird Zöliakie genannt. Anders als bei einer Nussallergie trägt hier nur der Darm Schäden davon. Die Darmzotten bilden sich zurück. Dies löst Schmerzen und Krämpfe aus. Die einzige Therapie dagegen ist es, Gluten- und Laktosefrei zu essen. Ich gewöhnte mich schnell daran, mein Magen und Darm hingegen brauchten sehr lange, bis eine Besserung zu merken war. Auch heute habe ich häufig noch solche Anfälle. Sobald ich Unterleibsschmerzen oder Margenkrämpfe spüre, nehme ich sofort eine Bruscopan Plus und Kohletabletten. Wenn es zu Schweißausbrüchen kommt, weiß ich sofort, dass es zur Ohnmacht kommen wird. Ich lege mich dann hin und lasse mir die Beine hochhalten. Nur wenn man ruhig bleibt, können die Krämpfe verschwinden.

Maurice kommentierte am 30.06.2014 um 13:00 Uhr

Ich habe jetzt seit drei Tagen starke Magenkrämpfe und mir ist oft übel. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Hat jemand einen Rat, was ich dagegen machen kann? Ich freue mich über jede Hilfe.

itzibitze kommentierte am 30.07.2014 um 14:59 Uhr

Ich hatte innerhalb von zwei Monaten sehr starke Bauchschmerzen in der Nacht. An einem Tag wurden sie so schlimm, dass mein Hausarzt den Krankenwagen rief, nachdem sie nach einer Spritze immer schlimmer wurden. Im Krankenhaus wurde ein Ilius diagnostiziert. Der Übeltäter war eine sehr alte Bauchdeckennarbe. Eine sofortige Operation rettete mir das Leben.