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Magengeschwür

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Peter Hoffmann (Facharzt für Allgemeinmedizin)

Ein Magengeschwür bzw. Ulcus ventriculi ist eine entzündliche Erkrankung des Magens und im Besonderen der Magenschleimhaut. Magengeschwüre zählen zu den häufigsten Magenerkrankungen in Deutschland. Vor allem ältere Menschen sind davon betroffen. Die Hauptursachen sind eine erhöhte Magensäurebildung und eine gestörte Magenbewegung bzw. Verdauung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Magengeschwür?

Bei einem Magengeschwür bzw. Ulcus ventriculi sind die Schleimhäute im Magen entzündet. Es handelt sich aber nicht um ein bösartiges Geschwür, wie es z.B. bei Magenkrebs der Fall ist. Vor allem die tiefer gelegenen Schichten der Magenwand sind durch Entzündungen hierbei geschädigt.

Hauptsächlich kommt ein Magengeschwür im Bereich der kleinen Innenkrümmung im Magen vor, der auch als kleiner Kurvatur in der Medizin bekannt ist. Neben der Magenschleimhautentzündung und dem Reizmagen, gehört ein Magengeschwür zu den häufigsten Krankheiten des Magens. Jedoch tritt die Erkrankung meist im höheren Lebensalter auf, d.h. in etwa zwischen dem 50. und 70. Lebensjar.

Bei den meisten Patienten kommt es immer wieder zu Magengeschwüren, sodass man in diesen Fällen fast von einer chronischen Entzündung des Magens sprechen kann. Die Krankheit kann erblich sein und tritt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch im Alter von Nachfahren eines an Magengeschwür-Leidenden auf. Eine besondere Form dieser Erkrankung stellt das Zwölffingerdarmgeschwür dar.

Ursachen für Magengeschwür

Die Ursachen für ein Magengeschwür können vielfältiger Natur sein. Alle Ursachen haben jedoch gemeinsam, dass das schützende Gleichgewicht der Magenschleimhaut im Magen gestört ist. Vor allem die von der Magenschleimhaut produzierten Magensäfte werden nicht mehr in einem normalen Maß hergestellt. Damit kommt es in der Folge zu Verdauungsstörungen innerhalb des Magens. Im Besonderen sind es die stark ätzenden Magensäuren, die entzündlich auf die Magenschleimhaut einwirken können.

Im Groben lassen sich daher innere und äußere Ursachen für ein Magengeschwür finden. Zu den inneren Ursachen gehören: Erhöhte Produktion von Magensäure, Störungen der Magenfunktion beim Verdauungsprozess, Gestörte an bestimmten Eiweißen zur Reparatur der Magenschleimhaut und der Magenwand, Zollinger-Ellison-Syndrom und Nebenschilddrüsen-Überfunktion mit einer Überproduktion an Kalzium, die eine starke Magensäure fördert.

Äußere Faktoren sind vor allem: Starker Alkoholkonsum und Rauchen, das Bakterium Helicobacter pylori, Medikamente, die den Magen stark belasten und angreifen, wie z.B. Kortison und wohl am häufigsten Stress, psychische Belastungen und hastiges Essen.

Typische Symptome und Anzeichen bei Magengeschwüren

Krankheitsverlauf Magengeschwür

Infogramm zur Anatomie und Aufbau des Magens mit Magengeschwür. Klicken, um zu vergrößern.

Wird ein Magengeschwür nicht ärztlich behandelt so kann es im Verlauf zu lebensgefährlichen Komplikationen kommen. Vor allem starke Blutungen können zu einem Durchbruch der Magenwand führen. Diese Umstand muss auf jeden Fall rechtzeitig vermieden werden. Besonders sind hierbei Menschen gefährdet, die öfter zu Magengeschwüren neigen.

Je älter der Betroffene ist, je größer das Geschwür ist und je häufiger beim Patienten Magengeschwüre auftreten, desto größer ist die Chance weitere Komplikationen zu bekommen. Weitere Komplikationen können sein: Verkleinerung der Magenwand, Magenverengung und Magenkrebs. Zu den Risikogruppen gehören auch mehr Männer als Frauen. Ebenso sind Menschen mit Nierenschwäche und Leberzirrhose eher gefärdet.

Obwohl es immer ratsam ist bei dieser Erkrankung medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, heilen bei ca. 40 Prozent der Betroffenen die Geschwüre von selbst wieder ab. Durch moderne Medizin wird die Wahrscheinlichkeit auf über 90 Prozent erhöht.

Behandlung und Therapie von Magengeschwür

Zunächst sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden, wenn der Verdacht auf ein Magengeschwür besteht. Je nach der diagnostizierten Ursache wird dann eine individuelle Behandlung eingeleitet. Daneben sollten sogleich alle Nahrunsgmittel und Medikamente sowie Rauchen und der Alkoholkonsum eingestellt werden.

Ebenso enfpiehlt es sich keine fettreichen Lebensmittel und Kaffee zu sich zu nehmen.

Zur Hemmung der Säurebildung können vom Arzt passende Medikamente verschrieben werden. Durch die damit eingeleitete verminderte Magensäureproduktion werden vor allem die Magenschleimhäute der Magenwand geschont und schmerzhafte Beschwerden gelindert.

Zu den typischen Medikamenten, die bei einem Magengeschwür verordnet werden gehören Säureblocker, Protonenpumpenhemmer (Pantoprazol, Omeprazol), Histamin-Rezeptorenblocker und Antazida.

Für eine bessere Magenbewegung und zur besseren Verdauung kommen Prokinetika in Frage, die vor allem bei stark verkrampften Mägen für Entspannung sorgen können. Bei einer Infektion durch Bakterien werden auch die Antibiotika Clarithromycin, Metronidazol oder Amoxicillin verabreicht.

Heilt das Magengeschwür trotz der Therapie durch oben aufgeführte Medikamente nicht ab, sollte über eine Operation nachgedacht werden. Auf jeden Fall ist eine Operation des Magengeschwürs angebracht, wenn Komplikationen, wie Magendurchbruch, Magenkrebs, Blutungen oder Magenverengung auftreten.

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Vorbeugung von Magengeschwüren

Der beste Schutz vor einem Magengeschwür ist wie immer ein gesunder Lebenswandel. Dazu gehört vor allem ausreichend Bewegung und Sport in der Natur, eine gesunde und ballastreiche Ernährung, der Verzicht auf Alkohol, Rauchen und zu viel Kaffee. Ebenso sollte man versuchen ein leben ohne Stress und psychische Belastungen zu leben, so weit dies möglich ist.

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Weitere Infos

Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2013; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2013, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.

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