Magenkrebs

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 11. Oktober 2017
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Magenkrebs oder medizinisch auch Magenkarzinom ist eine bösartige Tumorerkrankung im Magen. Dabei kommt es oftmals zu starken Veränderungen der Zellen (Zellmutation), wobei vor allem das Wachstum der Magenzellen stark beschleunigt wird. Die häufigsten Ursachen sind Rauchen, Magenschleimhautentzündung, Alkohol und fettreiches und salziges Essen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Magenkrebs?

Der Magenkrebs, auch als Magenkarzinom bezeichnet, ist eine bösartige Krebserkrankung des Magens. Magenkrebs ist eine in Deutschland eher seltene Krebserkrankung; nur etwa 10 von 100.000 Menschen erkranken jährlich an Magenkrebs. Hauptsächlich Personen, die das 50. Lebensalter überschritten haben, erkranken an dieser Krebsart. Bei Personen unter 30 Jahren ist Magenkrebs eher selten.

Bis in die 40er Jahre war Magenkrebs die häufigste Krebserkrankung in Europa - dies hat sich Gott sei Dank aufgrund verbesserter Essgewohnheiten geändert. Bei Magenkrebs teilen sich die Zellen im Magen zu schnell und bösartige Neubildungen, meist in Form eines Tumors, entstehen.

Ursachen

Als Hauptursachen für Magenkrebs gelten im allgemeinen eine ungesunde Ernährung ebenso wie der übermäßige Genuss von Alkohol. Vor allem eine stark salzhaltige Ernährung kann Magenkrebs auslösen. Auf dem Nahrungsplan sollten stattdessen frisches Obst und Gemüse stehen. Gegrillte und geräucherte Speisen sind ebenso nur in Maßen zu genießen.

Auch Raucher sind deutlich häufiger von Magenkrebs betroffen; Schätzungen zufolge erkranken diese etwa dreimal so häufig an Magenkrebs wie Nichtraucher. Die in Zigaretten enthaltenen krebserregenden Stoffe gelangen über den Speichel direkt in den Magen. Ob Magenkrebs vererbbar ist, ist noch nicht eindeutig bewiesen. Jedoch ist das Risiko, an Magenkrebs zu erkranken, deutlich höher, wenn bereits ein Familienmitglied von Magenkrebs betroffen war.

Typische Symptome & Anzeichen

Krankheitsverlauf

Ein Magenkarzinom bzw. Magenkrebs kann sich auf verschiedene Arten bemerkbar machen. Oft kann schon eine Nahrungsmittelunverträglichkeit auf diese Erkrankung hindeuten, auch Appetitlosigkeit sollte in diesem Zusammenhang beobachtet werden. Ebenfalls kann eine plötzliche Gewichtsabnahme auf diese Erkrankung hindeuten. Ein meist eindeutiges Zeichen für Magenkrebs ist Blut im Stuhl. Dieser ist dann fast schwarz, glänzend und übel riechend und wird auch als Teerstuhl bezeichnet.

Auch das Erbrechen von dunklem Blut ist keine Seltenheit. Treten diese Symptome auf, sollte man am besten sofort einen Arzt aufsuchen. Die Symptome bei einem Magenkarzinom ähneln stark denen bei einem Magengeschwür oder dem sogenannten Reizdarm-Symptom. Ein Arzt wird jedoch schnell feststellen, um welche Erkrankung es sich handelt. Nicht jedes Anzeichen von Blut im Stuhl muss natürlich auf Magenkrebs hindeuten. Der Arzt wird dies mithilfe des sogenannten Hämoccult-Testes aber schnell feststellen.

Komplikationen

Bei Magenkrebs handelt es sich in der Regel um eine sehr schwerwiegende Erkrankung. Diese führt dabei in den meisten Fällen zum Tod des Patienten, wenn sie nicht schon früh diagnostiziert und behandelt wird. Aus diesem Grund hängt der weitere Verlauf der Erkrankung auch stark vom Zeitpunkt der Diagnose ab. Die Betroffenen leiden dabei in erster Linie an einem blutigen Stuhlgang.

Dieser kann bei vielen Menschen zu einer Panikattacke oder zu Schweißausbrüchen führen. Ebenso kommt es zu einer Übelkeit und zu Erbrechen. Die Betroffenen leiden auch an einem Völlegefühl und verlieren den Appetit. Dabei kommt es auch zu einem starken Gewichtsverlust und damit auch zu verschiedenen Mangelerscheinungen, die sich sehr negativ auf die Gesundheit und die Lebensqualität des Betroffenen auswirken. In der Regel kommt es auch zu einem blutigen Erbrechen.

Der Tumor wird dabei operativ entfernt. Komplikationen treten in der Regel nicht auf. Je früher der Magenkrebs diagnostiziert wird, desto höher sind auch die Chancen auf eine vollständige Heilung des Patienten. Allerdings kann es in einigen Fällen durch den Magenkrebs auch zum Tode des Patienten kommen, wenn sich Metastasen gebildet haben.

Behandlung & Therapie

Je nachdem, wie weit sich der Magenkrebs bereits ausgebreitet hat, erfolgt eine umfassende Behandlung. Diese richtet sich also danach, wie weit der Tumor bereits fortgeschritten ist, ob sich schon Metastasen gebildet haben oder die Lymphknoten befallen sind. Grundsätzlich gilt: je früher Magenkrebs erkannt wird, desto besser sind die Chancen auf Heilung.

Bei einer Magenspiegelung mit Gewebsentnahme, der sogenannten Biopsie etwa, kann Magenkrebs bereits im Frühstadium erkannt werden. Bei dieser wird ein dünner Schlauch über die Speiseröhre in den Magen geführt. Das Schlucken des Schlauches ist natürlich alles andere als angenehm; aus diesem Grund lassen sich viele Patienten eine örtliche Betäubung geben.

In vielen Fällen besteht die Behandlung darin, den bösartigen Tumor mittels Operation zu entfernen. Je nachdem, inwieweit sich der Tumor ausgebreitet hat, ist eventuell eine Entfernung von Teilen des Magens, der Milz oder auch der Speiseröhre nötig. Eine anschließende Strahlen- oder Chemotherapie hilft dann weiter, den Magenkrebs zu bekämpfen. Eine speziell vom Arzt ausgearbeitete Ernährung ist allen Magenkrebspatienten zu empfehlen.

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Das können Sie selbst tun

Um mit der psychischen Belastung, die mit einer solchen Erkrankung einhergehen kann, zurechtzukommen, ist es wichtig, dass der Patient psychologisch betreut wird. Auch die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe kann das Wohlbefinden des Patienten stark verbessern. Beim Auffinden einer solchen Selbsthilfegruppe oder einer individuellen psychologischen Betreuung, kann die Krankenkasse dem Patienten behilflich sein. Selbsthilfegruppen lassen sich auch einfach und schnell im Internet finden.

Beim Auftreten von Magenkrebs ist es essentiell, dass der betroffene Patient auf seine Ernährung achtet. Ein individuell auf den Patienten abgestimmten Ernährungsplan kann mithilfe eines professionellen Ernährungsberaters erstellt werden. Diese Beratung wird oft durch die Krankenkasse erstattet. Im Wesentlichen sollten fetthaltige und saure Nahrungsmittel vermieden werden, da diese nur schwer verdaulich sind. Zudem sollte der Patient es vermeiden kohlensäurehaltige Getränke zu sich zu nehmen. Zur Schonung des Magens werden am besten mehrere kleinere Portionen am Tag verspeist. Wichtig ist, dass sich der Patient während und nach der Behandlung des Magenkrebses körperlich schont und regelmäßige Bettruhen einhält.

Nach der operativen Behandlung des Magenkrebses setzt oft eine Chemotherapie an. Auch während dieser Behandlung sind ein spezifischer Ernährungsplan und eine körperliche Schonung von erheblicher Wichtigkeit.

Bücher über Magenkrebs

Quellen

  • Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013
  • Messmann, H.: Klinische Gastroenterologie. Thieme, Stuttgart 2012
  • Pfeifer, B., Preiß, J., Unger, C. (Hrsg.): Onkologie integrativ. Urban & Fischer, München 2006

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