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Magenkrebs

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Peter Hoffmann (Facharzt für Allgemeinmedizin)

Magenkrebs oder medizinisch auch Magenkarzinom ist eine bösartige Tumorerkrankung im Magen. Dabei kommt es oftmals zu starken Veränderungen der Zellen (Zellmutation), wobei vor allem das Wachstum der Magenzellen stark beschleunigt wird. Die häufigsten Ursachen sind Rauchen, Magenschleimhautentzündung, Alkohol und fettreiches und salziges Essen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Magenkrebs?

Der Magenkrebs, auch als Magenkarzinom bezeichnet, ist eine bösartige Krebserkrankung des Magens. Magenkrebs ist eine in Deutschland eher seltene Krebserkrankung; nur etwa 10 von 100.000 Menschen erkranken jährlich an Magenkrebs. Hauptsächlich Personen, die das 50. Lebensalter überschritten haben, erkranken an dieser Krebsart. Bei Personen unter 30 Jahren ist Magenkrebs eher selten.

Bis in die 40er Jahre war Magenkrebs die häufigste Krebserkrankung in Europa - dies hat sich Gott sei Dank aufgrund verbesserter Essgewohnheiten geändert. Bei Magenkrebs teilen sich die Zellen im Magen zu schnell und bösartige Neubildungen, meist in Form eines Tumors, entstehen.

Ursachen für Magenkrebs

Als Hauptursachen für Magenkrebs gelten im allgemeinen eine ungesunde Ernährung ebenso wie der übermäßige Genuss von Alkohol. Vor allem eine stark salzhaltige Ernährung kann Magenkrebs auslösen. Auf dem Nahrungsplan sollten stattdessen frisches Obst und Gemüse stehen. Gegrillte und geräucherte Speisen sind ebenso nur in Maßen zu genießen.

Auch Raucher sind deutlich häufiger von Magenkrebs betroffen; Schätzungen zufolge erkranken diese etwa dreimal so häufig an Magenkrebs wie Nichtraucher. Die in Zigaretten enthaltenen krebserregenden Stoffe gelangen über den Speichel direkt in den Magen. Ob Magenkrebs vererbbar ist, ist noch nicht eindeutig bewiesen. Jedoch ist das Risiko, an Magenkrebs zu erkranken, deutlich höher, wenn bereits ein Familienmitglied von Magenkrebs betroffen war.

Typische Symptome und Anzeichen bei Magenkrebs

Krankheitsverlauf Magenkrebs

Ein Magenkarzinom bzw. Magenkrebs kann sich auf verschiedene Arten bemerkbar machen. Oft kann schon eine Nahrungsmittelunverträglichkeit auf diese Erkrankung hindeuten, auch Appetitlosigkeit sollte in diesem Zusammenhang beobachtet werden. Ebenfalls kann eine plötzliche Gewichtsabnahme auf diese Erkrankung hindeuten. Ein meist eindeutiges Zeichen für Magenkrebs ist Blut im Stuhl. Dieser ist dann fast schwarz, glänzend und übel riechend und wird auch als Teerstuhl bezeichnet.

Auch das Erbrechen von dunklem Blut ist keine Seltenheit. Treten diese Symptome auf, sollte man am besten sofort einen Arzt aufsuchen. Die Symptome bei einem Magenkarzinom ähneln stark denen bei einem Magengeschwür oder dem sogenannten Reizdarm-Symptom. Ein Arzt wird jedoch schnell feststellen, um welche Erkrankung es sich handelt. Nicht jedes Anzeichen von Blut im Stuhl muss natürlich auf Magenkrebs hindeuten. Der Arzt wird dies mithilfe des sogenannten Hämoccult-Testes aber schnell feststellen.

Behandlung und Therapie von Magenkrebs

Je nachdem, wie weit sich der Magenkrebs bereits ausgebreitet hat, erfolgt eine umfassende Behandlung. Diese richtet sich also danach, wie weit der Tumor bereits fortgeschritten ist, ob sich schon Metastasen gebildet haben oder die Lymphknoten befallen sind. Grundsätzlich gilt: je früher Magenkrebs erkannt wird, desto besser sind die Chancen auf Heilung.

Bei einer Magenspiegelung mit Gewebsentnahme, der sogenannten Biopsie etwa, kann Magenkrebs bereits im Frühstadium erkannt werden. Bei dieser wird ein dünner Schlauch über die Speiseröhre in den Magen geführt. Das Schlucken des Schlauches ist natürlich alles andere als angenehm; aus diesem Grund lassen sich viele Patienten eine örtliche Betäubung geben.

In vielen Fällen besteht die Behandlung darin, den bösartigen Tumor mittels Operation zu entfernen. Je nachdem, inwieweit sich der Tumor ausgebreitet hat, ist eventuell eine Entfernung von Teilen des Magens, der Milz oder auch der Speiseröhre nötig. Eine anschließende Strahlen- oder Chemotherapie hilft dann weiter, den Magenkrebs zu bekämpfen. Eine speziell vom Arzt ausgearbeitete Ernährung ist allen Magenkrebspatienten zu empfehlen.

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Weitere Infos

Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2013; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2013, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.

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