Schluckbeschwerden
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Schluckbeschwerden können aus den verschiedensten Gründen entstehen, die sowohl organisch als auch bakteriell oder psychisch bedingt sein können. Es ist abzuklären, wo die Ursachen liegen. Dazu ist meist der Besuch eines Hals-Nasen-Ohren-Arztes (HNO) nötig. Die Therapie muss sich nach der Ursache der Schluckbeschwerden richten.
Definition Schluckbeschwerden
Sie können akut auftreten oder chronisch sein. Im Halsbereich liegende Organe, aber auch Bakterien oder Viren können an der Auslösung der Schluckbeschwerden beteiligt sein.
Momentane Schluckbeschwerden bei einer Erkältung mit Halsschmerzen sind die häufigsten Schluckbeschwerden. Bei schmerzhaften Schluckbeschwerden wird meistens deutlich eher ein Arzt aufgesucht als bei solchen ohne Schmerz.
Ursachen für Schluckbeschwerden
In den meisten Fällen sind die Schluckbeschwerden aber organisch begründet. Sie können durch Zysten oder Mandelentzündungen, durch Mundfäule, Rachen- oder Kehlkopfentzündungen verursacht werden.
Die Lymphknoten oder die Schilddrüse können an Schluckbeschwerden beteiligt sein. Entzündete Speicheldrüsen, kleine Verletzungen im Mundraum mit nachfolgender Entzündung oder ein Mundbodenabszess können Auslöser von Schluckbeschwerden werden. Möglich ist auch eine Erkrankung an den Stimmbändern oder der Zunge.
Pilze oder Scharlach können ebenfalls Schluckbeschwerden verursachen. Ein Sonderfall ist das so genannte Angio- oder Quincke-Ödem, das durch eine allergische Reaktion ausgelöst wird. Als Verursacher solcher Schluckbeschwerden kommen alle möglichen Allergene in Frage. Bei Kindern ist die Epiglottitis, eine Entzündung des Kehlkopfdeckels, als Ursache für Schluckbeschwerden bekannt.
Gerade bei ihnen kann es auch leicht durch unvorsichtiges Essen, ein versehentlich verschlucktes Insekt oder die unbeobachtete Einnahme von Putzmitten und ähnlichem zu Verbrennungen oder Verätzungen kommen. Solche Schluckbeschwerden sind extrem schmerzhaft und bedürfen sofortiger Gegenmaßnahmen.
Diagnose und Verlauf von Schluckbeschwerden
Die Diagnose von Schluckbeschwerden und der anschließende Verlauf hängen immer vom diagnostizierten Grundproblem ab. Zunächst wird man versuchen, den Schluckbeschwerden durch eine Befragung des Patienten auf die Spur zu kommen.
Dann hat man die Möglichkeit, den Hals außen auf Schwellungen abzutasten. Dadurch kann eine Beteiligung der am Hals liegenden Drüsen festgestellt werden. Durch ein Struma kann auf eine Schilddrüsenerkrankung als Ursache der Schluckbeschwerden geschlossen werden. Die Schwellung der Drüsen hingegen deutet eher auf einen entzündlichen Prozess als Auslöser der Schluckbeschwerden hin.
Wichtig ist auch der Blick in den Hals. Sichtbare Rötungen, Schwellungen oder Beläge können die Ursache der Schluckbeschwerden näher eingrenzen. Gegebenenfalls kann man durch einen Abstrich oder einen Blick in den tiefen Hals nähere Erkenntnisse über die Ursache der Schluckbeschwerden gewinnen.
Dabei sind Schwellungen zu beachten, die die Schluckbeschwerden verschlimmern könnten oder gar das Ersticken nach sich ziehen könnten. Vor allem bei länger andauernden Schluckbeschwerden ist eine Abklärung sinnvoll. Gegebenenfalls ist eine Panendoskopie unter Narkose nötig.
Behandlung von Schluckbeschwerden
Diese Art von Schluckstörungen wird nach einer Gesprächs- oder Verhaltenstherapie Besserung erfahren. Schilddrüsenerkrankungen mit Schluckbeschwerden müssen internistisch behandelt werden, manchmal ist auch eine Operation nötig.
Die meisten Arten von Schluckbeschwerden können medikamentös oder operativ behandelt werden. Durch Wespenstiche verursachte Schluckbeschwerden müssen dringend notärztlich versorgt werden, da Erstickungsgefahr durch starke Schwellungen oder allergische Reaktionen besteht.
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Vorbeugung von Schluckbeschwerden
Als vorbeugende Maßnahmen gegen Schluckbeschwerden kann man sich vor Erkältungen schützen und im Sommer seine Getränke immer bedeckt halten. Zu heiße Getränke können gemieden werden. Kinder können vor Schluckbeschwerden durch Verätzungen und Verbrennungen im Mundraum durch elterliche Umsicht geschützt werden.
Gegen Schilddrüsenerkrankungen, Stimmbandprobleme oder Zysten im Hals kann man jedoch vorbeugend kaum etwas tun. Struma, Mundfäule oder Zenker Divertikel entstehen, ohne dass man aktiv daran beteiligt ist.
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