Hausmittel

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. Dezember 2016
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Hausmittel sind oft seit sehr langer Zeit bewährte Maßnahmen zur Selbstbehandlung, um bei Erkrankungen Symptome zu lindern und die Heilung zu fördern. Die Hausmittel stammen aus einer Zeit, in der es wie heute die große Menge an Fertigarzneimitteln in den Apotheken noch nicht gab.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Hausmittel?

In früheren Zeiten war es nicht üblich, wegen jeder gesundheitlichen Einschränkung einen Arzt aufzusuchen. Der Weg zum nächsten Arzt war oft weit und beschwerlich. Viele Menschen konnten die Behandlung eines Arztes und die von ihm verschriebenen teuren Medikamente gar nicht bezahlen.

So behandelte meist die Frau im Haus die Erkrankungen der Familienmitglieder. Sie benutzte bewährte Hausmittel und Heilpflanzen aus dem Garten und der freien Natur. Sie kochte Tees, machte Auflagen auf die erkrankten Körperregionen, legte Wickel an und verordnete Bäder oder andere Wasseranwendungen. So wurde im Lauf der Zeit viel Wissen über Hausmittel bei der Behandlung von Kranken gesammelt.

Die Erfahrungen und Tipps wurden mit Nachbarn und Freunden ausgetauscht. Was dem Kranken keine Hilfe gebracht hatte, wurde wieder verworfen. Die bewährten Hausmittel jedoch wurden von Generation zu Generation weitergegeben.

Funktion, Wirkung & Ziele

Auch heute können Hausmittel Krankheitssymptome lindern. Es muss nicht immer gleich der Griff zur Tablette sein. Viele kennen Hausmittel noch aus ihrer Kindheit. Wer in der Hausapotheke einige natürliche Hausmittel vorrätig hat, kann seit langer Zeit Bewährtes auch für die Erhaltung seiner Gesundheit nutzen.

Ein bekanntes Hausmittel ist die Zubereitung eines Heiltees. Ist eine Erkältung im Anzug, verhindert oft folgendes Hausmittel den Ausbruch der Erkrankung. Empfehlenswert ist es, wenn man unterwegs kalt oder nass geworden ist, zu Hause sofort ein heißes Fußbad zu machen. Dazu eine Tasse Lindenblütentee, der mit einem Teelöffel Honig gesüßt wurde, so heiß wie möglich trinken. Danach sich ins Bett legen und gut warmhalten. Am nächsten Tag sind die Anzeichen der Erkältung meist wie weggeblasen.

Wenn der Hals wehtut und die Stimme heiser wird, hat sich als Hausmittel das Gurgeln mit Apfelessig bewährt. Als Gurgellösung genügt ein Glas Wasser, in das ein Esslöffel Apfelessig gegeben wurde. Wer mit diesem Hausmittel jede Stunde gurgelt, hat seine Halsschmerzen oft nach kurzer Zeit wieder los.

Bewährte Hausmittel wurden von Generation zu Generation weitergegeben.

Bei Verstopfung oder Stuhlträgheit helfen Trockenfrüchte als Hausmittel, damit sich wieder eine normale Stuhlentleerung einstellen kann. Dazu am Abend eine getrocknete Feige und fünf Dörrpflaumen mit lauwarmem Wasser übergießen, bis die Früchte bedeckt sind. Am nächsten Morgen auf nüchternen Magen die Flüssigkeit trinken und die eingeweichten Früchte essen.

Ein beliebtes Hausmittel ist das Essen von Anisplätzchen bei Verdauungsbeschwerden und bei Blähungen. In einen einfachen Teig für Plätzchen, der aus 300 Gramm Mehl bereitet wurde, drei gehäufte Teelöffel von fein zerkleinerten Anissamen einarbeiten. Den Teig für das Hausmittel über Nacht fest eingepackt im Kühlschrank ruhen lassen. Am nächsten Tag Plätzchen formen und bei milder Hitze backen. Die Plätzchen als Hausmittel gegen Verdauungsstörungen gründlich und lange durchkauen.

Bei Magenbeschwerden, die durch eine Magenschleimhautentzündung hervorgerufen werden, kann als Hausmittel der Saft von Weißkraut eingesetzt werden. Dazu frische Kohlblätter mithilfe eines elektrischen Entsafters zu Saft verarbeiten. Davon täglich einen halben Liter über den ganzen Tag verteilt trinken. Auch Sodbrennen kann sich bei einer Kur mit dem Hausmittel Weißkrautsaft bessern.

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Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Die Verwendung des Hausmittels muss eine Besserung der Beschwerden bringen. Wenn das nicht der Fall ist, sollte in jedem Fall ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden, um Krankheiten nicht zu verschleppen.

Auch Hausmittel können Nebenwirkungen haben. So können Heilpflanzen, die der Familie der Korbblütler angehören, mitunter allergische Reaktionen auslösen. Wer unter Allergien leidet, sollte bei der Anwendung von einem pflanzlichen Hausmittel besonders darauf achten. Auch von ätherischen Ölen, die als Hausmittel eingesetzt werden, können Allergien provoziert werden.

Ätherische Öle dürfen auf keinen Fall bei Säuglingen und Kleinkindern als Hausmittel zur Anwendung kommen. Um die Wirksamkeit der Hausmittel zu gewährleisten, sollten gerade pflanzliche Hausmittel nicht zu lange in der Hausapotheke gelagert werden.

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