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Mandelentzündung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Peter Hoffmann (Facharzt für Allgemeinmedizin)

Eine Mandelentzündung oder Tonsillitis macht sich in aller Regel an den gut sichtbaren, geschwollenen oder geröteten und entzündeten Gaumenmandeln optisch bemerkbar. Sie stellt damit eine Entzündung der Mandeln im Rachenraum dar. Zumeist tritt eine Mandelentzündung im Rahmen einer Angina tonsillaris oder Tonsillitis acuta auf.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Mandelentzündung?

Eine Mandelentzündung kann sowohl ein Symptom für verschiedene Krankheiten sein. Zumeist tritt sie bekannterweise bei einer Angina tonsillaris oder Tonsillitis acuta auf. Eine Mandelentzündung wird deshalb selbst oft auch als Synonym für eine Angina tonsillaris verwendet. In diesem Artikel soll es aber um die Mandelentzündung als Symptom drehen. Weitere Informationen zur Angina tonsillaris finden sie hier: Angina tonsillaris.

Besonders die markante Schluckbeschwerden und ein geschwollener Hals sind stichhaltige Anzeichen für eine Mandelentzündung. Neben der akuten Mandelentzündung, die rasch mit ihrer begleitenden Krankheit wieder abschwillt, gibt es aber auch eine chronische Mandelentzündung (Tonsillitis chronica). Hierbei sind die Gaumenmandeln ständig entzündet.

Ursachen für eine Mandelentzündung

Wie bereits angemerkt tritt eine Mandelentzündung zumeist bei Angina tonsillaris oder Tonsillitis acuta auf. Die verursachenden Erreger sind häufig Bakterien (Streptokokken, Pneumokokken, Haemophilus influenzae, Staphylokokken) und eher seltener Viren. Meist tritt eine Mandelentzündung bei Kindern und Jugendlichen auf, da im Kindes- und Jugendalter die Mandeln besonders für die Bildung eines starken Immunsystems verantwortlich. Ebenso sind Kinder und Jugendliche hinsichtlich einer Mandelentzündung besonders gefährdet, wenn der Allgemeinzustand bzw. die Abwehrkräfte angeschlagen oder geschwächt sind (auch Stress).

Treten die Mandelentzündungen häufiger auf, so kann dies zu einer chronischen Mandelentzündung führen. Bakterien lagern dann tote Zellen an den Schleimhäuten der Mandeln ab und die Entzündung kann nicht normal zurück gehen. Eine operative Entfernung der Mandeln kann dann sinnvoll werden, wobei diese Form der Mandelentzündung in der Regel harmlos ist.

Krankheiten mit Mandelentzündung

Mandelentzündung

Diagnose und Verlauf bei Mandelentzündung

Sind die Rachenmandeln vergrößert, gerötet und klagt der Patient über Schmerzen in diesen Bereich, wird der Arzt eine Mandelentzündung diagnostizieren. Geht die Erkrankung mit gelblichen Flecken (Stippchen) auf den Mandeln, geschwollenen Lymphdrüsen im Halsbereich sowie mäßigem oder gar hohem Fieber einher, spricht dies für ein bereits fortgeschrittenes Stadium.

Zur Bestimmung des Erregers (viral oder bakteriell) wird der Arzt gegebenenfalls einen Abstrich durchführen. Der Verlauf ist von der Grunderkrankung, der Behandlungsweise und der Konstitution des Patienten abhängig: In der Regel heilt eine Tonsillitis im Laufe einer Woche folgenlos ab. Wer zu Rezidiven in diesem Bereich neigt, sollte seinen Arzt nach geeigneten Gegenmaßnahmen befragen.

Behandlung und Therapie von Mandelentzündung

Zunächst einmal muss der Arzt feststellen, welche Art der Mandelentzündung vorhanden ist. Danach richtet sich dann jede weitere Behandlung.

Behandlung von akuter Mandelentzündung

Hierbei untersucht der Arzt den Mund- bzw. Racheninnenraum. Findet der Arzt geschwollenen und gerötete Gaumenmandeln, die durch Eiterbeläge gut bedeckt sind, so kann zumeist von einer akuten Mandelentzündung ausgegangen werden. Beim weiteren Abtasten des Halses treten an den Lymphknoten meist Schmerzen auf, die ebenso ein eindeutiger Hinweis auf eine akute Mandelentzündung ist. Manchmal ist zusätzlich die Zunge belegt und der Gaumen gerötet.

Ein Rachenabstrich zur genaueren Untersuchung der Erreger kann gegebenenfalls weitere Informationen liefern, falls der Verdacht zu einer chronischen Mandelentzündung besteht.

Zur Heilung wird dann fiebersenkendes und schmerzlindernde Medikamente verabreicht. Ebenso helfen Hausmittel wie Wadenwickel oder warme Halswickel. Gegessen werden sollte nur weiche bzw. flüssige Nahrung. Ausserdem können kalte Getränke oder Eis hilfreich sein und erfreuen ausserdem oft den kleinen Patienten. Vermeiden Sie aber säurehaltige Getränke wie Säfte, da sie den Rachen nur unnötig reizen. Kräutertee und Wasser sind absolut ausreichend.

Gegebenenfalls wird der Arzt auch Gurgelpräparate verschreiben, die desinfizierend wirken. Bewährt haben sich dabei besonders Medikamente mit natürlichen Wirkstoffen des Salbeis und der Kamille.

Behandlung von chronischer Mandelentzündung

Bei einer chronischen Mandelentzündung sind häufig die Mandeln am Gaumen narbig. Dabei sind sie entweder stark vergrössert oder stark verkleinert. Wird auf die Mandeln gedrückt, so kann Eiter oder eiterähnliches Sekret heraustreten. Auf jeden Fall sollte der Arzt einen Abstrich des Eiters machen, um die genauen Erreger und Antikörper zu ermitteln.

Die weitere Behandlung wird meist mit einer operativen Entfernung der Mandeln fortgesetzt.

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Vorbeugung von Mandelentzündung

Ein gesundes Immunsystem ist die beste Vorbeugung vor einer Mandelentzündung. Dieses ist durch viel Bewegung in der Natur, Sport und einer gesunden Ernährung am besten zu bekommen. Vermeiden sie Rauchen und zu viel Alkohol. Saunieren sie öfter.

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Weitere Infos

Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2013; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2013, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

tonsillitis kommentierte am 28.08.2013 um 21:36 Uhr

Wer kann mir helfen? Ich habe seit sehr 1994 nach einer schweren Mandelentzündung mit Herzmuskelentzündung jetzt Herzrhythmusstörungen, ständig Hals- und Kopfschmerzen, Fersensporn und Magenprobleme. Was kann ich tun? Ich bin nicht mehr belastbar.